BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 024 (Der Pharao lehnt die Forderung des HERRN ab, Israel zu einem Fest ziehen zu lassen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
A. Die NOT Israels in Ägypten (2. Mose 1-6)

16. Der Pharao lehnt die Forderung des HERRN ab, Israel zu einem Fest ziehen zu lassen (2. Mose 5,2-5)


2. MOSE 5,2-5

2 Pharao antwortete: Wer ist der HERR, des Stimme ich hören müsse und Israel ziehen lassen? Ich weiß nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht lassen ziehen. 3 Sie sprachen: Der Hebräer Gott hat uns gerufen; so laß uns nun hinziehen drei Tagereisen in die Wüste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, daß uns nicht widerfahre Pestilenz oder Schwert. 4 Da sprach der König in Ägypten zu ihnen: Du Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Gehet hin an eure Dienste! 5 Weiter sprach Pharao: Siehe, des Volks ist schon zuviel im Lande, und ihr wollt sie noch feiern heißen von ihrem Dienst!

Stolz und selbstbewußt entgegnet Pharao auf die Forderung Gottes: „Wer ist der Herr, auf dessen Stimme ich hören soll, Israel ziehen zu lassen?“ Da er Gott nicht kannte, so meinte er auch, sich nicht um Ihn kümmern zu müssen und trotzt Ihm ins Angesicht. Doch alle Menschen sind schuldig, sich vor Gott zu beugen, auch die gottfernsten: „Gott gebietet jetzt allen Menschen an allen Orten, daß sie Buße tun sollen!“ Bald kommt der große Tag, da ein jeder Rechenschaft über sein Leben und seine Sünde zu geben hat, und wo Gericht und Verdammnis wartet auf alle, die nicht hier auf Erden dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus gehorsam geworden sind. (Lies 2. Tess. 1,6-10.)

2. Thessalonicher 1,6-10 -- 6 nach dem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trübsal denen, die euch Trübsal antun, 7 euch aber, die ihr Trübsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der HERR Jesus wird offenbart werden vom Himmel samt den Engeln seiner Kraft 8 und mit Feuerflammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht erkennen, und über die so nicht gehorsam sind dem Evangelium unsers HERRN Jesu Christi, 9 welche werden Pein leiden, das ewige Verderben von dem Angesichte des HERRN und von seiner herrlichen Macht, 10 wenn er kommen wird, daß er herrlich erscheine mit seinen Heiligen und wunderbar mit allen Gläubigen; denn unser Zeugnis an euch von diesem Tage habt ihr geglaubt.

Mose und Aaron erklären, daß der Gott Israels ihnen nahegetreten sei, und daß Er Sein Volk in der Wüste um Sich gesammelt sehen wolle, um Ihm Opfer darzubringen; andernfalls würde Israel Strafe treffen! – Pharao antwortet auf das an ihn gerichtete Verlangen nur mit um so härterem Druck zur Fronarbeit. - Der Fürst der Welt hat nur Plage und Mühe für die, die ihm dienen, und wenn er ihnen vermeintliche Freuden anbietet, so schlägt er sie hinterher mit einem gequälten Gewissen! Gerade die berechtigte Furcht, seine Beute könnte ihm entrissen werden, veranlaßt ihn, das Joch der unter seiner Gewalt stehenden Menschen noch schwerer zu machen. Ja, der Teufel ist hart, grausam und völlig gefühllos gegen seine Opfer! Alle Menschen wären ihm hoffnungslos preisgegeben – er würde sie alle mitreißen in sein eigenes ewiges Verderben, wenn Gott in Seiner Liebe und in Seinem Erbarmen nicht eine Rettung bereitet, einen Retter gesandt hätte. „Hierin ist Gottes Liebe zu uns aufs völligste zutage getreten, daß Gott Seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch Ihn leben möchten!“ (Lies Luk. 4,17-19; [Röm. 5,8-10].)

Lukas 4,17-19 -- 17 Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch auftat, fand er den Ort, da geschrieben steht: 18 "Der Geist des HERRN ist bei mir, darum, daß er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollten, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, 19 und zu verkündigen das angenehme Jahr des HERRN." / Römer 5,8-10 -- 8 Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren. 9 So werden wir ja viel mehr durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. 10 Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnt sind.

„Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe!“ Ja, „Gott will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“. – Von Selbstsucht beherrscht, will Pharao das ihm nützliche Sklavenvolk, dessen Wert sich auch in seiner Zahl vermehrt hat, auch nicht für einige Tage freigeben. So will der Teufel den von ihm versklavten Menschen auch nicht einmal einige Tage, ja oft nicht eine Stunde gönnen, da sie unter den Schall des herrlichen Evangeliums kommen und der Botschaft von der Liebe Gottes und dem Heil in Jesus lauschen könnten! (Lies 2. Kor. 4,3.4.)

2. Korinther 4,3.4 -- 3 Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt; 4 bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.

Liebes Menschenkind, laß dich nicht vom Teufel derart unter dem Arbeitsbann halten, daß du dich nicht immer wieder freimachen könntest, dorthin zu gehen, wo du die herrliche Botschaft von Jesus klar hörst – wo du Friede, Heil und Leben in Ihm, dem herrlichen Erlöser, finden kannst! – Wer sich nicht die Zeit nimmt, auf Gott und die Botschaft Seiner Liebe zu hören, für den wird auch Gott keine Zeit und kein Ohr haben, wenn er einmal in der Not zu Ihm schreit! „Siehe zu, daß du nicht stöhntest bei deinem Ende, wenn dein Leben und dein Leib dahinschwinden und du sagen müssest: Wie habe ich doch die Unterweisung gehaßt, und mein Herz hat die Zucht verschmäht! Ich habe nicht gehört auf die Stimme meiner Unterweiser und mein Ohr nicht zugeneigt meinen Lehrern! Ja, die eigenen Missetaten werden den Gottlosen fangen, und in seiner Sünde Banden wir er festgehalten werden. Sterben wird er, weil er sich der göttliche Zucht entzogen hat, und in der Größe seiner Torheit wird er dahintaumeln!“ [Lies auch Spr. 1,24-33.]

Sprüche 1,24-33 -- 24 Weil ich denn rufe, und ihr weigert euch, ich recke meine Hand aus, und niemand achtet darauf, 25 und laßt fahren allen meinen Rat und wollt meine Strafe nicht: 26 so will ich auch lachen in eurem Unglück und eurer spotten, wenn da kommt, was ihr fürchtet, 27 wenn über euch kommt wie ein Sturm, was ihr fürchtet, und euer Unglück als ein Wetter, wenn über euch Angst und Not kommt. 28 Dann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich suchen, und nicht finden. 29 Darum, daß sie haßten die Lehre und wollten des HERRN Furcht nicht haben, 30 wollten meinen Rat nicht und lästerten alle meine Strafe: 31 so sollen sie essen von den Früchten ihres Wesens und ihres Rats satt werden. 32 Was die Unverständigen gelüstet, tötet sie, und der Ruchlosen Glück bringt sie um. 33 Wer aber mir gehorcht, wird sicher bleiben und genug haben und kein Unglück fürchten.

(Donnerstag, 25. Januar 1934)

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