BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 022 (Aaron zieht Mose entgegen und wird eingewiesen. Die Israeliten glauben Mose und seinen Wundern)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
A. Die NOT Israels in Ägypten (2. Mose 1-6)

14. Aaron zieht Mose entgegen und wird eingewiesen. Die Israeliten glauben Mose und seinen Wundern (2. Mose 4,27-31)


2. MOSE 4,27-31

27 Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und küßte ihn. 28 Und Mose sagte Aaron alle Worte des HERRN, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte. 29 Und sie gingen hin und versammelten alle Ältesten von den Kindern Israel. 30 Und Aaron redete alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte, und er tat die Zeichen vor dem Volk. 31 Und das Volk glaubte. Und da sie hörten, daß der HERR die Kinder Israel heimgesucht und ihr Elend angesehen hätte, neigten sie sich und beteten an.

Als Dreiundachzigjähriger empfängt auch Aaron seinen Ruf – Seine Lebensaufgabe von Gott. In der Einsamkeit – am Berge Gottes treffen sich die Brüder und grüßen einander herzlich nach mehr als 40 jähriger Trennung! – Mose läßt Aaron all das Große wissen, das ihm widerfahren ist. Miteinander begeben sich die Brüder nach Ägypten. Aus der in der Herberge erfahrenen strengen Züchtigung Gottes hat Mose erkannt, daß er zunächst allein nach Ägypten zurückkehren muß. Für Zippora war der vor ihm liegende Kampf mit den Mächten der Welt und der Finsternis noch zu schwer! Ihre Seele mußte erst in der Stille befestigt werden auf der neuen Stufe der Erkenntnis und des Sterbens, zu welcher Gott sie in jener Nacht in der Herberge geführt hatte. Erst nachdem Mose Israel siegreich aus Ägypten und durch das Rote Meer geführt hatte, konnte er sie von neuem zu sich bringen lassen in die Wüste durch ihren Vater. [Lies 2. Mos. 18,1-6.]

2. Mose 18,1-6 -- 1 Und da Jethro, der Priester in Midian, Mose's Schwiegervater, hörte alles, was Gott getan hatte mit Mose und seinem Volk Israel, daß der HERR Israel hätte aus Ägypten geführt, 2 nahm er Zippora, Mose's Weib, die er hatte zurückgesandt, 3 samt ihren zwei Söhnen, deren einer hieß Gerson (denn er sprach: Ich bin ein Gast geworden in fremdem Lande) 4 und der andere Elieser (denn er sprach: Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet von dem Schwert Pharaos). 5 Da nun Jethro, Mose's Schwiegervater, und seine Söhne und sein Weib zu ihm kamen in die Wüste, an den Berg Gottes, da er sich gelagert hatte, 6 ließ er Mose sagen: Ich, Jethro, dein Schwiegervater, bin zu dir gekommen und dein Weib und ihre beiden Söhne mit ihr.

Zippora hat in diesen Wochen tiefe innere Lektionen gelernt, und das Band zwischen ihrer Seele und ihrem Manne hatte an Tiefe und göttlicher Durchdringung wesentlich gewonnen! Wie wird sie sich nun gefreut haben, ihn wiederzusehen und ganz anders als bisher ihn in seinem hohen, gottgegebenen Beruf verstanden und unterstützt haben. Es ist schmerzlich, daß viele Kinder Gottes ein tiefes Eingreifen Gottes in ihre Seele nicht kennen – von neuen Stufen, neuen Lektionen nichts zu sagen wissen! Zippora soll sie anspornen und ihre Glaubenskühnheit wecken: „Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus der Mitte der Toten; dann wird Christus erst in Wahrheit dir leuchten!“ – Vom Berg Gottes aus begeben sich Mose und Aaron zum Volk. Glücklich die Knechte, die unmittelbar von der Gegenwart Gottes aus in ihren Dienst gehen und denen man abspürt, daß sie vom Heiligtum her kommen zu ihren Hörern! [Lies Apgesch. 4,5-13.]

Apostelgeschichte 4,5-13 -- 5 Als es nun kam auf den Morgen, versammelten sich ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten gen Jerusalem, 6 Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander und wie viel ihrer waren vom Hohenpriestergeschlecht; 7 und stellten sie vor sich und fragten sie: Aus welcher Gewalt oder in welchem Namen habt ihr das getan? 8 Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von Israel, 9 so wir heute werden gerichtet über dieser Wohltat an dem kranken Menschen, durch welche er ist geheilt worden, 10 so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, daß in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat, steht dieser allhier vor euch gesund. 11 Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. 12 Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden. 13 Sie sahen aber an die Freudigkeit des Petrus und Johannes und verwunderten sich; denn sie waren gewiß, daß es ungelehrte Leute und Laien waren, kannten sie auch wohl, daß sie mit Jesu gewesen waren.

Nach Ägypten gekommen, sammeln sie zunächst die Ältesten ihres Volkes um sich. Diese erfahren, wie wunderbar der Gott ihrer Väter Sich nach langem Schweigen geoffenbart hat, und das Derselbe in so großer Barmherzigkeit Sich ihnen, den Nachkommen Seines Knechtes Abraham, zuneigt. Er hat ihnen in Mose einen Befreier erweckt und will sie mit Wundern und Zeichen aus der grausamen Sklaverei Ägyptens retten. Ja, sie sollen Sein Eigentumsvolk werden vor allen Völkern der Welt! – Vor dem ganzen Volke tut Mose die ihm verliehenen Beglaubigungswunder, und das Volk begrüßt in freudig als seinen gottgesandten Retter, indem es die Befreiungsbotschaft glaubt und annimmt: Wie wunderbar ist es , wenn ein Menschenherz das bisher unter dem Joch der Welt, des Eigenlebens und der Sündenknechtschaft war, die herrliche Botschaft annimmt: Der große Gott des Himmels liebt dich; ja, Er hat dich so sehr geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn als Retter und Erlöser für dich in die Welt gesandt hat! Jesus, der Sohn Gottes, tritt dir nahe. Er hat einst Sein Leben am Kreuz für dich geopfert, sein Blut vergossen – dieses heilige Blut, welches allein deine Schuld und Sünde vor den Augen Gottes austilgen kann! Die Zeit deiner Dunkelheit, deiner Schuld und Not soll ein Ende haben. Wenn du dich in tiefer Buße beugst und den Herrn Jesus als deinen persönlichen Heiland annimmst, so soll jetzt ein neues Leben für dich beginnen, ein Leben des Friedens und der Freude ein Leben des Sieges über Sünde und Ichleben! Gott will dich hineinführen in Seine Welt. Schon hier soll das ewige Leben dein Teil sein und zu Seiner ewigen Herrlichkeit im Himmel beruft dich heute der Gott aller Gnade. (Lies Joh. 1,18; 3,17-21.35.36.)

Johannes 1,18 -- 18 Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündigt. / Johannes 3,17-21.35.36 -- 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. 18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. 19 Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. 20 Wer arges tut, der haßt das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan. … 35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. 36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

(Dienstag, 23. Januar 1934)

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