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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
A. Die NOT Israels in Ägypten (2. Mose 1-6)

13. Weitere Anweisungen Gottes an Mose und wie Zipporah ihren Mann, Mose, vor Gott rettete (2. Mose 4,21-26)


2. MOSE 4,21-26

21 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du alle Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand gegeben habe; aber ich will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht lassen wird. 22 Und du sollst zu ihm sagen: So sagt der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn; 23 und ich gebiete dir, daß du meinen Sohn ziehen lassest, daß er mir diene. Wirst du dich des weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn erwürgen. 24 Und als er unterwegs in der Herberge war, kam ihm der HERR entgegen und wollte ihn töten. 25 Da nahm Zippora einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und rührte ihm seine Füße an und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam. 26 Da ließ er von ihm ab. Sie sprach aber Blutbräutigam um der Beschneidung willen.

Gott hat sein ganzes Herz auf Israel, auf die Nachkommen Abrahams, gerichtet. Mose soll zu Pharao sprechen: „So spricht der Herr: Mein Sohn, Mein erstgeborener ist Israel. Laß meinen Sohn ziehen, daß er Mir diene!“ Ja, der Gott aller Gnade hat sich Israel, die Nachkommenschaft Abrahams, zum Eigentumsvolk erwählt: „Ihr sollt Mein Eigentum sein aus allen Völkern – ihr sollt Mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein!“ (Vgl. 5. Mos. 32,9-12.18; Jes. 64,8.9. [Luth. 7.8].)

5. Mose 32,9-12.18 -- 9 Denn des HERRN Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe. 10 Er fand ihn in der Wüste, in der dürren Einöde, da es heult. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn; er behütete ihn wie seinen Augapfel. 11 Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Flügeln. 12 Der HERR allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm. … 18 Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du aus der Acht gelassen und hast vergessen Gottes, der dich gemacht hat. / Jesaja 64,7.8 -- 7 Aber nun, HERR, du bist unser Vater; wir sind der Ton, du bist der Töpfer; und wir alle sind deiner Hände Werk. 8 HERR, zürne nicht zu sehr und denke nicht ewig der Sünde. Siehe doch das an, daß wir alle dein Volk sind.

Wenn Pharao nicht ohne weiteres Gottes erstgeborenen Sohn, das Volk Israel, ziehen lassen wird, so wird Gott Ägyptens Erstgeburt töten, den Erstgeborenen Pharaos an erster Stelle! – Wenn aber Mose dem Pharao das Gericht über dessen erstgeborenen Sohn ankündigen soll, so muß innerlich das göttliche Gericht über Mose selbst ergangen sein. Er hat, vielleicht aus Rücksicht auf seine Frau, versäumt, seinen erstgeborenen Sohn zu beschneiden! Das kann Gott nicht übersehen. In der Nacht in der Herberge fällt er ihn an und sucht ihn zu töten – jedenfalls durch eine plötzliche Erkrankung! Mose weiß alsbald was er versäumt hat. Auch Zippora weiß es! Offenbar hatte sie sich bisher der Beschneidung ihrer Söhne im Eigenwillen widersetzt, obwohl Gott dieselbe für alle Nachkommen Abrahams klar geboten hatte! [Lies 1. Mos. 17,1.2.10-14.]

1. Mose 17,1.2.10-14 -- 1 Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm. 2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir machen und ich will dich gar sehr mehren. … 10 Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden. 11 Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden. Das soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. 12 Ein jegliches Knäblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. 13 Beschnitten werden soll alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist. Und also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bund. 14 Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum daß es meinen Bund unterlassen hat.

Und Mose war hierin schwach gewesen und hatte ihr nachgegeben. Diese Angelegenheit mußte unbedingt klagestellt und geordnet werden zwischen dem Herrn und Mose, ehe Er ihn als Sein Werkzeug nach Ägypten senden konnte, denn mit denen welche Ihm nahestehen, nimmt es der Herr außerordentlich genau! Sie sind Ihm zu teuer, als daß Er irgendeinen Punkt in ihrem Herzen und Leben ungeklärt lassen könnte. – Moses Söhne sollen unbedingt das Gerichts- und Gnadenzeichen der Beschneidung an sich tragen. Die israelitische Beschneidung ist für uns das Sterben mit dem Herrn Jesus! [Lies Kol 2,9-15; 3,1-4!]

Kolosser 2,9-15 -- 9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, 10 und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das Haupt aller Fürstentümer und Obrigkeiten; 11 in welchem ihr auch beschnitten seid mit der Beschneidung ohne Hände, durch Ablegung des sündlichen Leibes im Fleisch, nämlich mit der Beschneidung Christi, 12 indem ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gott wirkt, welcher ihn auferweckt hat von den Toten. 13 Und er hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den Sünden und in eurem unbeschnittenen Fleisch; und hat uns geschenkt alle Sünden 14 und ausgetilgt die Handschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen entstand und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an das Kreuz geheftet; 15 und hat ausgezogen die Fürstentümer und die Gewaltigen und sie schaugetragen öffentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst. / Kolosser 3,1-4 -- 1 Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. 2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. 3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott. 4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit.

Dem Sterben in irgendeiner Form, ja in verschiedenster Gestalt, können wir nicht entgehen, wenn wir nicht untauglich für Gott bleiben wollen! Das Leben Christi kann sich nur soweit in uns entfalten, als wir mit Christo täglich und stündlich sterben! Wenn Mose bisher seine Söhne nicht beschnitten hatte, fiel der Herr ihn an und sucht ihn zu töten. – Wollte Zippora den Mann nicht verlieren, so konnte sie das Messer ihrem Söhnlein nicht ersparen! War sie dieses Mannes gottgeweihte Frau, dann galt es auch für sie, das göttliche Todesurteil über sich ergehen zu lassen, um zum wahren Leben mit Gott und für Gott zu gelangen. – Das ist es, was auch wir praktisch zu lernen - darunter wir uns mit unserem innersten Herzen zu stellen und was wir im tägliche Leben zu üben haben: „Das Wort ist gewiß: sterben wir mit Ihm, so werden wir auch mit Ihm leben. Harren wir standhaft aus im Leiden, so werden wir auch mit Ihm herrschen. Verleugnen wir dagegen (unseren Herrn und unseren Glauben), so muß Er auch uns verleugnen! – Sind wir untreuEr bleibt Sich Selbst und Seinen heiligen Grundsätzen treu, denn Er kann Sich Selbst nicht verleugnen!“ In Ihrer Angst vollzieht Zippora die Beschneidung ihrs Sohnes. Dabei ruft sie ihrem Manne zu: „Fürwahr, du bist mir ein Blutsbräutigam!“ Ein neues Verständnis geht ihr auf, was es bedeutet und kostet, die Lebensgefährtin eines Mannes zu sein, der ganz Gott geweiht ist. Ebenso müssen wir auf dem Wege des praktischen Sterbens lernen, was es heißt, dem himmlischen Bräutigam anzugehören – Ihm, der so völlig, wie kein anderer, Sich Gott geweiht hat! (Lies Matth. 16,24.25.)

Matthäus 16,24.25 -- 24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. 25 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.

(Montag, 22. Januar 1934)

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Zuletzt geändert am 27.03.2014 11:13 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)