BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 741 ( Jakobs Weissagungen über seine zwölf Söhne )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

47. Jakobs Weissagungen über seine zwölf Söhne (1. Mose 49,1-27)

k) Weissagung über BENJAMIN, Jakobs Sohn von Rahel (1. Mose 49,27)


1. MOSE 49,27

Benjamin ist ein reißender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen, und des Abends wird er Beute austeilen.

5. MOSE 32,12

Der HERR allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm.

Jakob wendet sich nun hier zu seinem jüngsten Sohn Benjamin. Seine Worte stechen merkwürdig ab gegenüber dem, was er von Joseph sprach. Den kriegerischen Charakter, welchen der Erzvater hier dem Benjamin beilegt, entfaltete dieser Stamm zu allen Zeiten. Aus Benjamin kam der Richter Ehud [Richt. 3,15 ff.]

Richter 3,15-- Da schrieen sie zu dem HERRN; und der HERR erweckte ihnen einen Heiland: Ehud, den Sohn Geras, den Benjaminiten, der war links. Und da die Kinder Israel durch ihn Geschenk sandten Eglon, dem König der Moabiter.....

– der erste König Israels, Saul [1. Sam. 9,1.2; 11,15; 14,47.48]

1. Samuel 9,1.2--1 Es war aber ein Mann von Benjamin mit Namen Kis, ein Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechoraths, des Sohnes Aphiahs, des Sohnes eines Benjaminiters, ein wohlhabender Mann. 2 Der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der war ein junger, schöner Mann, und war kein schönerer unter den Kindern Israel, eines Hauptes länger denn alles Volk. / 1. Samuel 11,15 -- Da ging alles Volk gen Gilgal und machten daselbst Saul zum König vor dem HERRN zu Gilgal und opferten Dankopfer vor dem HERRN. Und Saul samt allen Männern Israels freuten sich daselbst gar sehr. / 1. Samuel 14,47.48 -- 47 Aber da Saul das Reich über Israel eingenommen hatte, stritt er wider alle seine Feinde umher: wider die Moabiter, wider die Kinder Ammon, wider die Edomiter, wider die Könige Zobas, wider die Philister; und wo er sich hin wandte, da übte er Strafe. 48 Und er hatte Sieg und schlug die Amalekiter und errettete Israel von der Hand aller, die sie zwackten.

– der Prophet Jeremia [Jer. 1,1]

Jeremia 1,1-- Dies sind die Reden Jeremia's, des Sohnes Hilkias, aus den Priestern zu Anathoth im Lande Benjamin,

und die Königin Esther [Esth. 2,5].

Esther 2,5-- Es war aber ein jüdischer Mann zu Schloß Susan, der hieß Mardochai, ein Sohn Jairs, des Sohnes Simeis, des Sohnes des Kis, ein Benjaminiter

Aber noch in einem anderen Saul hat sich der Charakter des Stammes Benjamin, und zwar auf geistliche Weise, geoffenbart: In Paulus, der am Morgen seines Lebens wie ein Wolf die Herde Christi beraubte, aber dann später für Christus gekämpft und mehr gearbeitet, mehr Beute errungen, mehr himmlische Güter ausgeteilt hat als alle anderen Apostel des Herrn. Nur die Gnade Gottes hatte es vermocht, aus diesem hartnäckigen Feind aller Glieder des Volkes Gottes einen so tätigen und glühenden Streiter Jesu Christi zu machen. Er sagt es selbst: „Ich bin nicht wert, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Doch durch Gottes Gnade bin ich das, was ich bin, und Seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich, nicht erfolglos gewesen. Jesus Christus wollte an mir, dem vornehmsten Sünder, Seine ganze Langmut erzeigen, zum ermutigenden Beispiel für alle, die noch an Ihn glauben werden und das ewige Leben erlangen sollen!“ (Lies Apg. 7,58 - 8,3; 9,1-16; 2. Tim. 4,7.8.)

Apostelgeschichte 7,58 -8,3--58 Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus, 59 und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: HERR Jesu, nimm meinen Geist auf! 60 Er kniete aber nieder und schrie laut: HERR, behalte ihnen diese Sünde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er. KAPITEL 8 : 1 Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es erhob sich aber zu der Zeit eine große Verfolgung über die Gemeinde zu Jerusalem; und sie zerstreuten sich alle in die Länder Judäa und Samarien, außer den Aposteln. 2 Es bestatteten aber Stephanus gottesfürchtige Männer und hielten eine große Klage über ihn. 3 Saulus aber verstörte die Gemeinde, ging hin und her in die Häuser und zog hervor Männer und Weiber und überantwortete sie ins Gefängnis. / Apostelgeschichte 9,1-16 -- 1 Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden wider die Jünger des HERRN und ging zum Hohenpriester 2 und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf daß, so er etliche dieses Weges fände, Männer und Weiber, er sie gebunden führte gen Jerusalem. 3 Und da er auf dem Wege war und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; 4 und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? 5 Er aber sprach: HERR, wer bist du? Der HERR sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel zu lecken (d.h.: auszuschlagen). 6 Und er sprach mit Zittern und Zagen: HERR, was willst du, daß ich tun soll? Der HERR sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. 7 Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen und waren erstarrt; denn sie hörten die Stimme, und sahen niemand. 8 Saulus aber richtete sich auf von der Erde; und als er seine Augen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn gen Damaskus; 9 und er war drei Tage nicht sehend und aß nicht und trank nicht. 10 Es war aber ein Jünger zu Damaskus mit Namen Ananias; zu dem sprach der HERR im Gesicht: Ananias! Und er sprach: Hier bin ich, HERR. 11 Der HERR sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Gasse, die da heißt "die Gerade", und frage im Hause des Judas nach einem namens Saul von Tarsus; denn siehe, er betet, 12 und hat gesehen im Gesicht einen Mann mit Namen Ananias zu ihm hineinkommen und die Hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde. 13 Ananias aber antwortete: HERR, ich habe von vielen gehört von diesem Manne, wieviel Übles er deinen Heiligen getan hat zu Jerusalem; 14 und er hat allhier Macht von den Hohenpriestern, zu binden alle, die deinen Namen anrufen. 15 Der HERR sprach zu ihm: Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwähltes Rüstzeug, daß er meinen Namen trage vor den Heiden und vor den Königen und vor den Kindern von Israel. 16 Ich will ihm zeigen wieviel er leiden muß um meines Namens willen. / 2. Timotheus 4,7.8 -- 7 Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; 8 hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der HERR an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben.

Ist dies nicht ein wunderbarer Beweis von Gottes Liebe und Macht?! Ja, Er, der Höchste, vermag aus einem ganz gottfernen Menschen den treuesten Jünger und Nachfolger zu machen. Wir wollen Ihm Großes zutrauen und für viele solche gottfernen Menschen beten, daß der Herr sie gänzlich umwandle. An wen denkst du bei diesen Worten und in deinen Gebeten?

(Sonntag, 11. Juli 1954)

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