BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 706 (Josef verkauft den Ägyptern Getreide für all ihr Geld, Vieh, Land und ihre Leiber. Seither gehört 20 Prozent des Ertrags dem Pharao)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

43. Josef verkauft den Ägyptern Getreide für all ihr Geld, Vieh, Land und ihre Leiber. Seither gehört 20 % des Ertrags dem Pharao (1. Mose 47,13-26)


1. MOSE 47,13-17

13 Es war aber kein Brot in allen Landen; denn die Teuerung war sehr schwer, daß das Land Ägypten und Kanaan verschmachteten vor der Teuerung. 14 Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das in Ägypten und Kanaan gefunden ward, um das Getreide, das sie kauften; und Joseph tat alles Geld in das Haus Pharaos. 15 Da nun Geld gebrach im Lande Ägypten und Kanaan, kamen alle Ägypter zu Joseph und sprachen: Schaffe uns Brot! Warum läßt du uns vor dir sterben, darum daß wir ohne Geld sind? 16 Joseph sprach: Schafft euer Vieh her, so will ich euch um das Vieh geben, weil ihr ohne Geld seid. 17 Da brachten sie Joseph ihr Vieh; und er gab ihnen Brot um ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel. Also ernährte er sie mit Brot das Jahr um all ihr Vieh.

PSALM 104,27.28

27 Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. 28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättigt.

Auf ganz Ägypten und Kanaan lastete in den Jahren der Teuerung große Not. Unser Text zeigt uns, daß auch das fruchtbarste Gebiet, das große weite Länder versorgen kann, keine Sicherheit für das menschliche Leben bedeutet. Wir spüren, wie sehr wir ganz von Gott und Seiner gnädigen Versorgung abhängig sind. An Seinem Segen und an Seiner Hilfe ist alles für uns gelegen! [Lies PsaIm 111,5; 136,25.26.]

Psalm 111,5 -- Er gibt Speise denen, die ihn fürchten; er gedenkt ewiglich an seinen Bund / Psalm 136,25.26 -- 25 der allem Fleisch Speise gibt, denn seine Güte währet ewiglich. 26 Dankt dem Gott des Himmels, denn seine Güte währet ewiglich.

Ob wir wohl immer dankbar genug sind, wenn wieder der Tisch neu gedeckt werden kann? Die Dankbarkeit unserem großen Gott gegenüber hat eine besondere Bedeutung, denn den Dankbaren wird Er stets gnädig zu Hilfe kommen, die aber das Danken vergessen und alles selbstverständlich nehmen, werden nicht glücklich sein, und Gott kann sie auch nicht so segnen wie Er gern will. Die Schrift sagt uns: „Gott hat alle Nahrungsmittel geschaffen, daß wir sie mit Danksagung gegen Ihn zu uns nehmen; unser Essen wird ja geheiligt durch Gottes Wort und Gebet! [Lies 1. Tim. 4,3b-5; vgl. Matth. 15,33-38.]

1. Timotheus 4,3-5 -- 3 die da gebieten, nicht ehelich zu werden und zu meiden die Speisen, die Gott geschaffen hat zu nehmen mit Danksagung, den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen. 4 Denn alle Kreatur Gottes ist gut, und nichts ist verwerflich, das mit Danksagung empfangen wird; 5 denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet. / Matthäus 15,33-38 -- 33 Da sprachen seine Jünger zu ihm: Woher mögen wir so viel Brot nehmen in der Wüste, daß wir so viel Volks sättigen? 34 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viel Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben und ein wenig Fischlein. 35 Und er hieß das Volk sich lagern auf die Erde 36 und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern; und die Jünger gaben sie dem Volk. 37 Und sie aßen alle und wurden satt; und hoben auf, was übrig blieb von Brocken, sieben Körbe voll. 38 Und die da gegessen hatten, derer waren viertausend Mann, ausgenommen Weiber und Kinder.

In ihrer großen Not kamen also die Leute nun zu Joseph, brachten ihr Geld, um Getreide zu kaufen und schließlich auch noch ihr Vieh, um weiteres zu empfangen. Joseph kaufte alles auf für den Pharao. Er verwaltete den königlichen Besitz mit Weisheit und ganz uneigennützig. Nicht seine Interessen vertrat er, sondern die des Pharao. – Je größer die uns anvertrauten Gaben sind, um so mehr müssen wir darauf bedacht sein, sie bis ins kleinste sorgfältig zu verwalten, denn wir sind ja nicht nur Menschen verantwortlich, sondern Gott. Der Treue folgt eine große Belohnung. Der Herr spricht: „Wohl, du guter und getreuer Knecht, mit wenigem gingst du treu um, nun will Ich dich über viel setzen. Komm herein, und nimm teil an der Freude deines Herrn!“ (Lies Matth. 25,14-30; 2. Chron. 31,20.21.)

Matthäus 25,14-30 -- 14 Gleichwie ein Mensch, der über Land zog, rief seine Knechte und tat ihnen seine Güter aus; 15 und einem gab er fünf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jedem nach seinem Vermögen, und zog bald hinweg. 16 Da ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann andere fünf Zentner. 17 Desgleichen, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere. 18 Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld. 19 Über eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen. 20 Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere fünf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner ausgetan; siehe da, ich habe damit andere fünf Zentner gewonnen. 21 Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude! 22 Da trat auch herzu, der zwei Zentner erhalten hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner gegeben; siehe da, ich habe mit ihnen zwei andere gewonnen. 23 Sein Herr sprach zu ihm: Ei du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude! 24 Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wußte, das du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht gestreut hast; 25 und fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine. 26 Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! wußtest du, daß ich schneide, da ich nicht gesät habe, und sammle, da ich nicht gestreut habe? 27 So solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine zu mir genommen mit Zinsen. 28 Darum nehmt von ihm den Zentner und gebt es dem, der zehn Zentner hat. 29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. 30 Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappen./ 2. Chronik 31, 20.21 -- 20 Also tat Hiskia im ganzen Juda und tat, was gut, recht und wahrhaftig war vor dem HERRN, seinem Gott. 21 Und in allem Tun, das er anfing, am Dienst des Hauses Gottes nach dem Gesetz und Gebot, zu suchen seinen Gott, handelte er von ganzem Herzen; darum hatte er auch Glück.

(Freitag, 9. April 1954)

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Zuletzt geändert am 04.01.2021 10:37 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)