BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 693 ( Jakob und sein ganzes Geschlecht ziehen nach Ägypten, nachdem ihm Gott durch Offenbarung diesen Weg bestätigt hatte )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

37. Jakob und sein ganzes Geschlecht ziehen nach Ägypten, nachdem ihm Gott durch Offenbarung diesen Weg bestätigt hatte (1. Mose 46,1-7)


1. MOSE 46,3-7

3 Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen. 4 Ich will mit dir hinab nach Ägypten ziehen und will dich auch wieder heraufführen; und Joseph soll seine Hände auf deine Augen legen. 5 Da machte sich Jakob auf von Beer-Seba; und die Kinder Israels führten Jakob, ihren Vater, mit ihren Kindlein und Weibern auf den Wagen, die Pharao gesandt hatte, ihn zu führen, 6 und nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen also nach Ägypten, Jakob und all sein Same mit ihm, 7 seine Söhne und seine Kindessöhne mit ihm, seine Töchter und seine Kindestöchter und all sein Same; die brachte er mit sich nach Ägypten.

PSALM 33,10-12

10 Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Völker. 11 Aber der Rat des HERRN bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für. 12 Wohl dem Volk, des Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!

Alle Bedenken Jakobs wurden durch Gottes wunderbaren Zuspruch aufgehoben. Die Einwanderung nach Kanaan war einst durch Gottes Offenbarung an Abraham veranlaßt worden, und ebenso geschah nun auch die Auswanderung nach Ägypten nach Seinem Willen! Seine Absicht war ja, daß die Familie Jakobs zu einem Volk werden sollte. Dazu aber war im Augenblick in Kanaan weder Raum genug, noch wäre die Vermischung mit den Kanaanitern auf die Dauer unvermeidlich gewesen. In Ägypten aber mußte das Hirtenvolk der Israeliten getrennt von den Ureinwohnern leben [1. Mose 46,34], und blieb dadurch vor heidnischem Götzendienst bewahrt.

1. Mose 46,34 -- so sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Leute, die mit Vieh umgehen, von unsrer Jugend auf bis her, beide, wir und unsre Väter, auf daß ihr wohnen möget im Lande Gosen. Denn was Viehhirten sind, das ist den Ägyptern ein Greuel.

Die Schrift sagt: „Wie groß sind Deine Werke, o Herr! Sehr tief sind Deine Gedanken. Ein unvernünftiger Mensch erkennt es nicht, und ein Tor versteht solches nicht. Du aber handelst erhaben in Deiner Größe!“ [Lies Jes. 46,10; 55,7.8; Jer. 29,11.]

Jesaja 46,10 -- der ich verkündige zuvor, was hernach kommen soll, und vorlängst, ehe denn es geschieht, und sage: Mein Anschlag besteht, und ich tue alles, was mir gefällt. / Jesaja 55,7.8 -- 7 Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. 8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; / Jeremia 29,11 -- Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet

Durch Gottes Verheißung gestärkt, machte sich Jakob nun mit seiner ganzen Familie von Beerseba auf. Eine große Karawane war es, die sich nach der neuen Heimat bewegte. Bei diesem Zug gaben Jakobs Söhne ihrem Vater, ihren Frauen und ihren Kindern einen Platz auf den Wagen, die Pharao gesandt hatte. Es ist erfreulich, wie sie sich nun um ihren Vater sorgten. Die Augen waren ihnen geöffnet, und sie erkannten, was sie dem Greis schuldeten. Gott gebietet ja zu aller Zeit der Jugend Ehrfurcht vor dem Alter. Wir lesen im dritten Buch Mose: „Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Person eines Greises ehren, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott! Ich bin der Herr, dein Gott!“ Leider ist diese Gesinnung vielfach verflacht in den Herzen unserer Jugend. Möchte es bei unseren gläubigen jungen Menschen nicht der Fall sein! [Vgl. 1. Kön. 2,19; Spr. 20,29; Klagel. 5,12.]

1. Könige 2,19 -- Und Bath-Seba kam hinein zum König Salomo, mit ihm zu reden Adonias halben. Und der König stand auf und ging ihr entgegen und neigte sich vor ihr und setzte sie auf seinen Stuhl. Und es ward der Mutter des Königs ein Stuhl gesetzt, daß sie sich setzte zu seiner Rechten. / Sprüche 20,29 -- Der Jünglinge Stärke ist ihr Preis; und graues Haar ist der Alten Schmuck. / Klagelieder 5,12 -- Die Fürsten sind von ihnen gehenkt, und die Person der Alten hat man nicht geehrt.

(Dienstag, 26. Januar 1954)

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