BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 691 ( Jakob und sein ganzes Geschlecht ziehen nach Ägypten, nachdem ihm Gott durch Offenbarung diesen Weg bestätigt hatte )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

37. Jakob und sein ganzes Geschlecht ziehen nach Ägypten, nachdem ihm Gott durch Offenbarung diesen Weg bestätigt hatte (1. Mose 46,1-7)


1. MOSE 46,1-7

1 Israel zog hin mit allem, was er hatte. Und da er gen Beer-Seba kam, opferte er dem Gott seines Vaters Isaak. 2 Und Gott sprach zu ihm des Nachts im Gesicht: Jakob, Jakob! Er sprach: Hier bin ich. 3 Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen. 4 Ich will mit dir hinab nach Ägypten ziehen und will dich auch wieder heraufführen; und Joseph soll seine Hände auf deine Augen legen. 5 Da machte sich Jakob auf von Beer-Seba; und die Kinder Israels führten Jakob, ihren Vater, mit ihren Kindlein und Weibern auf den Wagen, die Pharao gesandt hatte, ihn zu führen, 6 und nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen also nach Ägypten, Jakob und all sein Same mit ihm, 7 seine Söhne und seine Kindessöhne mit ihm, seine Töchter und seine Kindestöchter und all sein Same; die brachte er mit sich nach Ägypten.

PSALM 25,4.5.9.10

4 HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige; 5 leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich dein. 6 Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. 7 Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen; gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen! 8 Der HERR ist gut und fromm; darum unterweist er die Sünder auf dem Wege. 9 Er leitet die Elenden recht und lehrt die Elenden seinen Weg. 10 Die Wege des HERRN sind eitel Güte und Wahrheit denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse halten.

Israel brach nun mit allem, was es hatte, von Hebron auf und kam nach längerer Reise an die Grenze des Landes Kanaan bei Beerseba. Dieser Ort stand mit der Geschichte seiner Väter in enger Beziehung. Hier hatte Abraham einen Brunnen gegraben und Bäume gepflanzt, und hier war der Herr auch seinem Vater Isaak erschienen und hatte ihn in seinen Bedrängnissen ermutigt. Darauf hatte dann Isaak einen Altar gebaut und den Namen des Herrn angerufen! [Lies 1. Mose 21,33; 26,18-25.]

1. Mose 21,33 -- Abraham aber pflanzte Bäume zu Beer-Seba und predigte daselbst von dem Namen des HERRN, des ewigen Gottes. / 1. Mose 26,18-25 -- 18 und ließ die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zu Abrahams, seines Vaters, Zeiten gegraben hatten, welche die Philister verstopft hatten nach Abrahams Tod, und nannte sie mit demselben Namen mit denen sie sein Vater genannt hatte. 19 Auch gruben Isaaks Knechte im Grunde und fanden daselbst einen Brunnen lebendigen Wassers. 20 Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks und sprachen: Das Wasser ist unser. Da hieß er den Brunnen Esek, darum daß sie ihm unrecht getan hatten. 21 Da gruben sie einen andern Brunnen. Darüber zankten sie auch, darum hieß er ihn Sitna. 22 Da machte er sich von dannen und grub einen andern Brunnen. Darüber zankten sie sich nicht; darum hieß er ihn Rehoboth und sprach: Nun hat uns der HERR Raum gemacht und uns wachsen lassen im Lande. 23 Darnach zog er von dannen gen Beer-Seba. 24 Und der HERR erschien ihm in derselben Nacht und sprach: Ich bin deines Vaters Abrahams Gott. Fürchte dich nicht; denn ich bin mit dir und will dich segnen und deinen Samen mehren um meines Knechtes Abraham willen. 25 Da baute er einen Altar daselbst und predigte von dem Namen des HERRN und richtete daselbst seine Hütte auf, und seine Knechte gruben daselbst einen Brunnen.

An diesem bedeutungsvollen Ort brachte nun auch Jakob dem großen Gott ein Schlachtopfer dar. Mochte er auch in der wunderbaren Führung seines Sohnes Joseph die Wege Gottes ahnen und in Josephs und Pharaos freundlicher Einladung einen göttlichen Wink, nach Ägypten zu ziehen, sehen, so war doch das Scheiden aus dem Land der Verheißung ein Schritt, bei dem ernste Gedanken seine Seele bewegten. Viele Jahre hatten nun seine Väter im Land Kanaan gewohnt. Gott hatte sie wunderbar geleitet und gesegnet. Alle Verheißungen, die auf seiner Familie ruhten, standen in engem Zusammenhang mit diesem Land. [Vgl. 1. Mose 12,5-7; 13,14-18.]

1. Mose 12,5-7 -- 5 So nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Seelen, die sie erworben hatten in Haran; und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie gekommen waren in dasselbe Land, 6 zog Abram durch bis an die Stätte Sichem und an den Hain More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande. 7 Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute daselbst einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war. / 1. Mose 13,14-18 -- 14 Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte, sprach der HERR zu Abram: Hebe dein Augen auf und siehe von der Stätte an, da du wohnst, gegen Mittag, gegen Morgen und gegen Abend. 15 Denn alles Land, das du siehst, will ich dir geben und deinem Samen ewiglich, 18 und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zählen, der wird auch deinen Samen zählen. 17 Darum so mache dich auf und ziehe durch das Land in die Länge und Breite; denn dir will ich's geben. 18 Also erhob Abram sein Hütte, kam und wohnte im Hain Mamre, der zu Hebron ist, und baute daselbst dem HERRN einen Altar

Und nun stand er im Begriff, dieses Land zu verlassen! Wie würde sich wohl die Zukunft seiner Familie im fremden Ägypten gestalten? Wie würde es ihnen wohl ergehen? Sicher flehte Jakob innig zu seinem Gott und bat Ihn um die rechte Leitung. Er wollte keine eigenen Wege gehen, sondern nur das tun, was der Herr haben wollte! Es ist auch bei uns so wichtig, dass wir bei allen unseren Entscheidungen genau wissen, daß der Herr es so haben will. Wir wollen uns daher allezeit das Gebet des Psalmisten zu eigen machen: „Herr, lehre mich Deinen Weg, und leite mich auf ewigem Pfade! Ja, lehre mich tun Dein Wohlgefallen!“ (Lies Psalm 32,8; Jes. 48,17-19.)

Psalm 32,8 -- Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. / Jesaja 48,17-19 -- 17 So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige in Israel: Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt, was nützlich ist, und leitet dich auf dem Wege, den du gehst. 18 O daß du auf meine Gebote merktest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom, und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen; 19 und dein Same würde sein wie Sand, und die Sprossen deines Leibes wie Sandkörner; sein Name würde nicht ausgerottet noch vertilgt vor mir.

(Sonntag, 24. Januar 1954)

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