BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 635 ( Asenat gebiert dem Josef seine zwei Söhne MANASSE und EPHRAIM )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

17. Asenat gebiert dem Josef seine zwei Söhne MANASSE und EPHRAIM (1. Mose 41,50-52)


1. MOSE 41,50-52

50 Und Joseph wurden zwei Söhne geboren, ehe denn die teure Zeit kam, welche ihm gebar Asnath, Potipheras, des Priesters zu On, Tochter. 51 Und er hieß den ersten Manasse; denn Gott, sprach er, hat mich lassen vergessen alles meines Unglücks und all meines Vaters Hauses. 52 Den andern hieß er Ephraim; denn Gott, sprach er, hat mich lassen wachsen in dem Lande meines Elends.

PSALM 31,20-25

20 Wie groß ist deine Güte, die du verborgen hast für die, so dich fürchten, und erzeigest vor den Leuten denen, die auf dich trauen! 21 Du verbirgst sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. 22 Gelobt sei der HERR, daß er hat eine wunderbare Güte mir bewiesen in einer festen Stadt. 23 Denn ich sprach zu meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoßen. Dennoch hörtest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie. 24 Liebet den HERRN, alle seine Heiligen! Die Gläubigen behütet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt. 25 Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des HERRN harret!

Gott schenkte Joseph und seiner Gattin zwei Söhne, in deren Namen eine hohe Bedeutung liegt. Den Erstgeborenen nannte er „Manasse“, d. h. „Der mich vergessen läßt!“ Dabei sprach er: „Gott hat mich vergessen lassen alle meine Mühsal und das Haus meines Vaters!“ Wir merken, daß Joseph in den dreizehn langen Jahren seiner Erniedrigung und seines Leidens in Ägypten oft und mit Schmerz an seine Heimat gedacht – das schöne Familienleben, das er daheim gekannt, entbehrt hatte! Nun aber hatte Gott ihn getröstet und erfreut, indem Er ihm eine liebevolle Lebensgefährtin, ein trautes Familienleben geschenkt – seine Mühsal und Schmach in Ehre verwandelt hatte! Solchen, die unter Leiden und Druck demütig werden, sich läutern lassen und ihrem Gott vertrauen, verspricht das Wort des Herrn: „Du wirst noch der Mühsal vergessen – wirst ihrer gedenken wie vorübergeflossener Wasser! Und heller als der Mittag wird dein Leben erstehen; mag es finster sein – licht wie der Morgen wird es werden! Ja, du wirst Vertrauen fassen, weil gute Hoffnung für dich da ist!“ Wie wunderbar trifft dieses Wort auf Josephs Rettung und Erhöhung ein! (Lies Jes. 65,16b; Psalm 30,11.12 [Luther 30,12.13]; 97,11.12)

Jesaja 65,16 -- daß, welcher sie segnen wird auf Erden, der wird sich in dem wahrhaftigen Gott segnen, und welcher schwören wird auf Erden, der wird bei dem wahrhaftigen Gott schwören; denn der vorigen Ängste ist vergessen, und sie sind vor meinen Augen verborgen / Psalm 30,12.13 -- 12 Du hast meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast mir meinen Sack ausgezogen und mich mit Freude gegürtet, 13 auf daß dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. / Psalm 97,11.12 -- 11 Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen. 12 Ihr Gerechten freuet euch des HERRN und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!

Wir verstehen also, in welchem Sinn Joseph das Haus seines Vaters vergessen hatte! Eben in dem dargelegten! Und Gott hatte ihn ja auch schon frühe innerlich abgesondert von seinen Brüdern, die einen Gott so wenig gefälligen Wandel führten! Aber dessen ungeachtet dachte er gewiß viel in herzlicher, betender Liebe an seine Brüder – in dankbarer inniger Anhänglichkeit an seinen Vater! Wer Gott und dem Herrn Jesus wirklich nahesteht, der wird die richtige selbstlose Liebe zu seinen Angehörigen haben, aber dem Herrn, Seinem Volk und Seiner Sache unbedingt den ersten Platz und die ersten Rechte in seinem Leben einräumen! [Lies Matth. 10,37–39; vgl. 2. Mose 32,25–29; 5. Mose 33,8–10.]

Matthäus 10,37-39 -- 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert. 39 Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden. / 2. Mose 32,25-29 -- 25 Da nun Mose sah, daß das Volk zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwätz bei ihren Widersachern), 26 trat er an das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi. 27 Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Gürte ein jeglicher sein Schwert um seine Lenden und durchgehet hin und zurück von einem Tor zum andern das Lager, und erwürge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Nächsten. 28 Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann. 29 Da sprach Mose: Füllet heute eure Hände dem HERRN, ein jeglicher an seinem Sohn und Bruder, daß heute über euch der Segen gegeben werde. / 5. Mose 33,8-10 -- 8 Und zu Levi sprach er: Deine Macht und dein Licht bleibe bei deinem heiligen Mann, den du versucht hast zu Massa, da ihr hadertet am Haderwasser. 9 Wer von seinem Vater und von seiner Mutter spricht: Ich sehe ihn nicht, und von seinem Bruder: Ich kenne ihn nicht, und von seinem Sohn: Ich weiß nicht, die halten deine Rede und bewahren deinen Bund; 10 die werden Jakob deine Rechte lehren und Israel dein Gesetz; die werden Räuchwerk vor deine Nase legen und ganze Opfer auf deinen Altar.

(Sonntag, 9. August 1953)

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