BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

16. Pharao stattet Josef mit Macht aus und gibt ihm Asenat zur Frau. Josef sammelt sieben Jahre lang Getreide in Städten (1. Mose 41,42-49)


1. MOSE 41,47-49

47 Und das Land trug in den sieben reichen Jahren die Fülle; 48 und sie sammelten alle Speise der sieben Jahre, so im Lande Ägypten waren, und taten sie in die Städte. Was für Speise auf dem Felde einer jeglichen Stadt umher wuchs, das taten sie hinein. 49 Also schüttete Joseph das Getreide auf, über die Maßen viel wie Sand am Meer, also daß er aufhörte es zu zählen; denn man konnte es nicht zählen.

2. TIMOTHEUS 2,3-6

3 Leide mit als ein guter Streiter Jesu Christi. 4 Kein Kriegsmann flicht sich in Händel der Nahrung, auf daß er gefalle dem, der ihn angenommen hat. 5 Und so jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht. 6 Es soll aber der Ackermann, der den Acker baut, die Früchte am ersten genießen. Merke, was ich sage!

Joseph ist uns ein hohes Vorbild in der selbstlosen Aufopferung, in selbstlosem Fleiß und Eifer. – Gott verlieh ihm auch herrliches Gelingen, weil er ganz Ihm geweiht war. Heute sucht der Herr auch überall nach solchen Herzen, die Ihm ganz zur Verfügung stehen, nach selbstlosen, opferwilligen und opferfreudigen – nach Menschen voll heiligen Eifers und Fleißes!! O, daß viele Kinder Gottes durch Josephs Leben und Vorbild angespornt würden zu gleicher Weihe und Hingabe. Paulus schreibt an die Geliebten Gottes in Korinth: „Wißt ihr nicht, daß die Wettläufer im Stadion – in der Rennbahn – alle mit ganzem Eifer laufen, aber nur einer den Siegespreis empfängt? Lauft ihr so, daß ihr denselben erlangt!“ [Lies 1. Kor. 9,24–27; Luk. 19,11–27.]

1. Korinther 9,24-27 -- 24 Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlangt das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet! 25 Ein jeglicher aber, der da kämpft, enthält sich alles Dinges; jene also, daß sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche. 26 Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streicht; 27 sondern ich betäube meinen Leib und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige, und selbst verwerflich werde. / Lukas 19,11-27 -- 11 Da sie nun zuhörten, sagte er weiter ein Gleichnis, darum daß er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Reich Gottes sollte alsbald offenbart werden, 12 und sprach: Ein Edler zog ferne in ein Land, daß er ein Reich einnähme und dann wiederkäme. 13 Dieser forderte zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt, bis daß ich wiederkomme! 14 Seine Bürger aber waren ihm feind und schickten Botschaft ihm nach und ließen sagen: Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche. 15 Und es begab sich, da er wiederkam, nachdem er das Reich eingenommen hatte, hieß dieselben Knechte fordern, welchen er das Geld gegeben hatte, daß er wüßte, was ein jeglicher gehandelt hätte. 16 Da trat herzu der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund erworben. 17 Und er sprach zu ihm: Ei, du frommer Knecht, dieweil du bist im Geringsten treu gewesen, sollst du Macht haben über zehn Städte. 18 Der andere kam und sprach: Herr dein Pfund hat fünf Pfund getragen. 19 Zu dem sprach er auch: Du sollst sein über fünf Städte. 20 Und der dritte kam und sprach: Herr, siehe da, hier ist dein Pfund, welches ich habe im Schweißtuch behalten; 21 ich fürchtete mich vor dir, denn du bist ein harter Mann: du nimmst, was du nicht hingelegt hast, und erntest, was du nicht gesät hast. 22 Er sprach zu ihm: Aus deinem Munde richte ich dich, du Schalk. Wußtest Du, daß ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht hingelegt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe? 23 Warum hast du denn mein Geld nicht in die Wechselbank gegeben? Und wenn ich gekommen wäre, hätte ich's mit Zinsen erfordert. 24 Und er sprach zu denen, die dabeistanden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt es dem, der zehn Pfund hat. 25 Und sie sprachen zu ihm: Herr, hat er doch zehn Pfund. 26 Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. 27 Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.

Wie häufig jedoch trägt das Christentum solcher, die sich bekehrt und gläubig nennen, nicht den Stempel von Wettläufern, sondern viel eher einen solchen von schläfrigen Mitläufern! Einmal haben sie etwas von dem göttlichen Wirken an ihrer Seele erfahren, aber es fehlt ihnen jedes ernste Verantwortungsbewußtsein. Sie kennen kaum etwas von wirklichem Wach- und Eifrigsein, von heiliger Energie und Entschlußkraft, von zielbewußtem Vorwärtseilen auf den Wegen des Glaubens und der Arbeit für den Herrn. Wie wird es aber ihnen ergehen, wenn plötzlich der Sohn Gottes wiederkommt und ein jedes sich vor Ihm verantworten muß? Wissen wir, daß wir keine Stunde unseres Lebens nachholen können? Mit heiligem Ruf hat uns der König des Himmels gerufen bei unserer Bekehrung, damit wir für Ihn zeugen und leuchten möchten in dieser dunklen Erdenwelt! Wir wollen unsere Zeit und Kraft noch mehr als bisher Ihm weihen und immer wieder neu unseren Blick nach oben wenden mit der Bitte: „Herr, zeige mir, was ich jetzt für Dich tun darf!“ (Lies Psalm 69,9 [Luther 69,10]; Joh. 2,13–17.)

Psalm 69,10 -- Denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen; und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen. / Johannes 2,13-17 -- 13 Und der Juden Ostern wörtlich: "Passa". (Luther hat in Neuen Testament "Passa" mit "Ostern" wiedergegeben.) war nahe, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem. 14 Und er fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. 15 Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschüttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische um 16 und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: tragt das von dannen und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause! 17 Seine Jünger aber gedachten daran, daß geschrieben steht: Der Eifer um dein Haus hat mich gefressen.

(Samstag, 8. August 1953)

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