BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 611 ( Potifars Frau will Josef verführen. Der lehnt ab, läuft davon und wird von ihr lügend der Unzucht bezichtigt )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

9. Potifars Frau will Josef verführen. Der lehnt ab, läuft davon und wird von ihr lügend der Unzucht bezichtigt (1. Mose 39,7-18)


1. MOSE 39,10-12

10 Und sie trieb solche Worte gegen Joseph täglich. Aber er gehorchte ihr nicht, daß er nahe bei ihr schliefe noch um sie wäre. 11 Es begab sich eines Tages, daß Joseph in das Haus ging, sein Geschäft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei. 12 Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus.

1. SAMUEL 15,24-28

24 Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesündigt, daß ich des HERRN Befehl und deine Worte übertreten habe; denn ich fürchtete das Volk und gehorchte ihrer Stimme. 25 Und nun vergib mir die Sünden und kehre mit mir um, daß ich den HERRN anbete. 26 Samuel sprach zu Saul: Ich will nicht mit dir umkehren; denn du hast des HERRN Wort verworfen, und der HERR hat dich auch verworfen, daß du nicht König seist über Israel. 27 Und als Samuel sich umwandte, daß er wegginge, ergriff er ihn bei einem Zipfel seines Rocks, und er zerriß. 28 Da sprach Samuel zu ihm: Der HERR hat das Königreich Israel heute von dir gerissen und deinem Nächsten gegeben, der besser ist denn du.

Joseph hatte in Gottes Schule gelernt, daß Ehrfurcht vor Gott und die heilige Scheu vor aller Sünde mehr wert ist als Mut und Tapferkeit – daß Flucht zuweilen rühmlicher ist als die größte Heldentat! Lieber ließ er darum alles andere fahren – seinen Rock in den Händen der Frau, aber nicht seine Reinheit. Stehst du auch so, und beweisest du es in der Tat? Kennst du wohl die Geschichte von dem schönen, weißen Marder, der sich lieber totschlagen ließ, als daß er durch den Schmutz hindurch der Hand des Jägers entlaufen wäre? Sein schönes, weißes Fell ist ihm so wertvoll, daß er lieber sein Leben läßt als seine Reinheit! „Bewahre, Herr, meine Seele, denn ich bin fromm. Rette Du, mein Gott, Deinen Knecht, der auf Dich vertraut!“ – Es ist wichtig, zu sehen, daß Joseph sich nur auf dem Weg der Pflicht und des Gehorsams''' bewegte. Wenn auf diesem Weg Gefahren und Versuchungen an uns herantreten, dann dürfen wir auch mit der Hilfe und Bewahrung unseres Herrn rechnen. Die Schrift sagt: „Auf dem Pfad der Gerechtigkeit ist Leben und kein Tod auf dem Weg ihres Steiges!“ (Lies Spr. 12,28; 8,35; 11,19.20; 1. Kor. 15,33.)

Sprüche 12,28 -- Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben, und auf ihrem gebahnten Pfad ist kein Tod. / Sprüche 8,35 -- Wer mich findet, der findet das Leben und wird Wohlgefallen vom HERRN erlangen / Sprüche 11,19.20 -- 19 Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod. 20 Der HERR hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen. / 1. Korinther 15,33 -- Lasset euch nicht verführen! Böse Geschwätze verderben gute Sitten.

Als Potiphars Weib sah, daß Joseph lieber sein Kleid in ihrer Hand ließ und aus dem Haus floh als in Sünde zu geraten, da verwandelte sich ihre schmähliche, zudringliche Liebe in Haß und Rachsucht. Sie verklagte Joseph nun gerade wegen dem, was sie von ihm verlangte und was er ihr verweigerte. Wir Kinder Gottes müssen immer mit der abgrundtiefen Gehässigkeit der Welt rechnen, wenn die Welt erkennt, daß sie mit uns nicht zum Ziel kommt! [Lies Dan. 3,8–20; Joh. 15,18–21; Matth. 5,10–12.]

Daniel 3,8-20 -- 8 Von Stund an traten hinzu etliche chaldäische Männer und verklagten die Juden, 9 fingen an und sprachen zum König Nebukadnezar: Der König lebe ewiglich! 10 Du hast ein Gebot lassen ausgehen, daß alle Menschen, wenn sie hören würden den Schall der Posaunen, Drommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, sollten sie niederfallen und das goldene Bild anbeten. 11 wer aber nicht niederfiele und anbetete, sollte in den glühenden Ofen geworfen werden. 12 Nun sind da jüdische Männer, welche du über die Ämter der Landschaft Babel gesetzt hast: Sadrach, Mesach und Abed-Nego; die verachten dein Gebot und ehren deine Götter nicht und beten nicht an das goldene Bild, das du hast setzen lassen. 13 Da befahl Nebukadnezar mit Grimm und Zorn, daß man vor ihn stellte Sadrach, Mesach und Abed-Nego. Und die Männer wurden vor den König gestellt. 14 Da fing Nebukadnezar an und sprach zu ihnen: Wie? wollt ihr Sadrach, Mesach, Abed-Nego, meinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten, das ich habe setzen lassen? 15 Wohlan schickt euch! Sobald ihr hören werdet den Schall der Posaunen, Drommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, so fallt nieder und betet das Bild an, das ich habe machen lassen! Werdet ihr's nicht anbeten, so sollt ihr von Stund an in den glühenden Ofen geworfen werden. Laßt sehen, wer der Gott sei, der euch aus meiner Hand erretten werde! 16 Da fingen an Sadrach, Mesach, Abed-Nego und sprachen zum König Nebukadnezar: Es ist nicht not, daß wir darauf antworten. 17 Siehe, unser Gott, den wir ehren, kann uns wohl erretten aus dem glühenden Ofen, dazu auch von deiner Hand erretten. 18 Und wo er's nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, daß wir deine Götter nicht ehren noch das goldene Bild, das du hast setzen lassen, anbeten wollen. 19 Da ward Nebukadnezar voll Grimms, und sein Angesicht verstellte sich wider Sadrach, Mesach und Abed-Nego, und er befahl man sollte den Ofen siebenmal heißer machen, denn man sonst zu tun pflegte. 20 Und er befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, daß sie Sadrach, Mesach und Abed-Nego bänden und in den glühenden Ofen würfen. / Johannes 15,18-21 -- 18 So euch die Welt haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. 19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwählt, darum haßt euch die Welt. 20 Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: "Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr." Haben sie mich verfolgt, sie werden euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. 21 Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. / Matthäus 5,10-12 -- 10 Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. 11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen. 12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

(Donnerstag, 16. Juli 1953)

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Zuletzt geändert am 14.03.2020 20:29 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)