BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 607 ( Potifars Frau will Josef verführen. Der lehnt ab, läuft davon und wird von ihr lügend der Unzucht bezichtigt )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

9. Potifars Frau will Josef verführen. Der lehnt ab, läuft davon und wird von ihr lügend der Unzucht bezichtigt (1. Mose 39,7-18)


1. MOSE 39,7-12

7 Und es begab sich nach dieser Geschichte, daß seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir! 8 Er weigerte sich aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich keines Dinges an vor mir, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine Hände getan, 9 und hat nichts so Großes in dem Hause, das er mir verhohlen habe, außer dir, indem du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch groß Übel tun und wider Gott sündigen 10 Und sie trieb solche Worte gegen Joseph täglich. Aber er gehorchte ihr nicht, daß er nahe bei ihr schliefe noch um sie wäre. 11 Es begab sich eines Tages, daß Joseph in das Haus ging, sein Geschäft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei. 12 Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus.

PSALM 37,12-15

12 Der Gottlose droht dem Gerechten und beißt seine Zähne zusammen über ihn. 13 Aber der HERR lacht sein; denn er sieht, daß sein Tag kommt. 14 Die Gottlosen ziehen das Schwert aus und spannen ihren Bogen, daß sie fällen den Elenden und Armen und schlachten die Frommen. 15 Aber ihr Schwert wird in ihr Herz gehen, und ihr Bogen wird zerbrechen.

Wohin wäre dieses so begabte und hoffnungsreiche Leben des jungen Mannes gekommen, wenn er nicht schon frühe zu dem Lebensgrundsatz gekommen wäre: Lieber sterben als Sünde tun! Es wäre ewiglich elend untergegangen in dieser Zeit so starker Versuchungen. Nichts reißt so viele junge Leute in ein frühes Grab – nichts verdirbt den Menschen so sehr ihre aussichtsvolle Lebensbahn, als die Gebundenheit dieser Sünde! Das Unglück unserer Jugend wie auch unserer Alten ist, daß die Sünde keinen Schrecken mehr für sie hat, und nun insbesondere die entsetzliche Fleischessünde. Sie bildet ein gewaltiges Kapitel für sich in dem Leben unseres Volkes. Sie macht heute die Beschäftigung – das einzig sie Einnehmende aus für Tausende von Männern und Frauen, von Jünglingen und Mädchen. Aber: „Ein Narr, wer der Sünde spottet!“ Denn binnen kurzem spottet sie seiner! [Lies Spr. 7,1–27.]

Sprüche 7,1-27 -- 1 Mein Kind, behalte meine Rede und verbirg meine Gebote bei dir. 2 Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel. 3 Binde sie an deine Finger; schreibe sie auf die Tafel deines Herzens. 4 Sprich zur Weisheit: "Du bist meine Schwester", und nenne die Klugheit deine Freundin, 5 daß du behütet werdest vor dem fremden Weibe, vor einer andern, die glatte Worte gibt. 6 Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter 7 und sah unter den Unverständigen und ward gewahr unter den Kindern eines törichten Jünglings, 8 der ging auf der Gasse an einer Ecke und trat daher auf dem Wege bei ihrem Hause, 9 in der Dämmerung, am Abend des Tages, da es Nacht ward und dunkel war. 10 Und siehe, da begegnete ihm ein Weib im Hurenschmuck, listig, 11 wild und unbändig, daß ihr Füße in ihrem Hause nicht bleiben können. 12 Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse, und lauert an allen Ecken. 13 Und erwischte ihn und küßte ihn unverschämt und sprach zu ihm: 14 Ich habe Dankopfer für mich heute bezahlt für meine Gelübde. 15 Darum bin herausgegangen, dir zu begegnen, dein Angesicht zu suchen, und habe dich gefunden. 16 Ich habe mein Bett schön geschmückt mit bunten Teppichen aus Ägypten. 17 Ich habe mein Lager mit Myrrhe, Aloe und Zimt besprengt. 18 Komm, laß uns buhlen bis an den Morgen und laß uns der Liebe pflegen. 19 Denn der Mann ist nicht daheim; er ist einen fernen Weg gezogen. 20 Er hat den Geldsack mit sich genommen; er wird erst aufs Fest wieder heimkommen. 21 Sie überredete ihn mit vielen Worten und gewann ihn mit ihrem glatten Munde. 22 Er folgt ihr alsbald nach, wie ein Ochse zur Fleischbank geführt wird, und wie zur Fessel, womit man die Narren züchtigt, 23 bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zum Strick eilt und weiß nicht, daß es ihm sein Leben gilt. 24 So gehorchet mir nun, meine Kinder, und merket auf die Rede meines Mundes. 25 Laß dein Herz nicht weichen auf ihren Weg und laß dich nicht verführen auf ihrer Bahn. 26 Denn sie hat viele verwundet und gefällt, und sind allerlei Mächtige von ihr erwürgt. 27 Ihr Haus sind Wege zum Grab, da man hinunterfährt in des Todes Kammern

Das zeigen uns in jedem größeren Krankenhaus die beständig an Zahl wachsenden Abteilungen für Geschlechtskranke – das zeigen unsere großen Nerven-, Irren- und Blödenanstalten. Der Mensch sündigt ja nicht nur gegen sich allein. Abgesehen davon, daß er sich gegen Gott versündigt, zieht er wissentlich und unwissentlich – absichtlich oder unabsichtlich seine Mitmenschen mit ins Verderben! Keine Krankheit ist so ansteckend wie die Sünde, sie ruiniert die Völker nach Leib, Seele und Geist. Wer nicht nein sagen kann zur Sünde, der ist rettungslos preisgegeben. Ein Leben in der geheimen oder in der öffentlichen Sünde ist das Schlimmste, das man sich denken kann. Jesus sagt: „Wahrlich, wahrlich, wer Sünde tut, der ist der Sünde Sklave.“ (Lies 1. Kor. 6,18–20; 1. Petr. 2,11; 2. Tim. 2,22.)

1. Korinther 6,18-20 -- 18 Fliehet der Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind außer seinem Leibe; wer aber hurt, der sündigt an seinem eigenen Leibe. 19 Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst. 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes. / 1. Petrus 2,11 -- Liebe Brüder, ich ermahne euch als die Fremdlinge und Pilgrime: enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten / 2. Timotheus 2,22 -- Fliehe die Lüste der Jugend; jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den HERRN anrufen von reinem Herzen.

(Sonntag, 12. Juli 1953)

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Zuletzt geändert am 12.03.2020 17:59 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)