BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 571 ( Josefs Brüder sind ihm feind, weil er Jakobs liebster Sohn ist und Herrschafts-Träume hatte )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

1. Josefs Brüder sind ihm feind, weil er Jakobs liebster Sohn ist und Herrschafts-Träume hatte (1. Mose 37,1 - 11)


1. MOSE 37,5-11

5 Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte zu seinen Brüdern davon; da wurden sie ihm noch feinder. 6 Denn er sprach zu ihnen: Höret doch, was mir geträumt hat: 7 Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stand, und eure Garben umher neigten sich vor meiner Garbe. 8 Da sprachen seine Brüder zu ihm: Solltest du unser König werden und über uns herrschen? und sie wurden ihm noch feinder um seines Traumes und seiner Rede willen. 9 Und er hatte noch einen andern Traum, den erzählte er seinen Brüdern und sprach: Siehe, ich habe einen Traum gehabt: Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigten sich vor mir. 10 Und da das seinem Vater und seinen Brüdern gesagt ward, strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das für ein Traum, der dir geträumt hat? Soll ich und deine Mutter und deine Brüder kommen und vor dir niederfallen? 11 Und seine Brüder beneideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte.

MATTHÄUS 2,13.14.19-21

13 Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des HERRN dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und flieh nach Ägyptenland und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen. 14 Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach Ägyptenland. ... 19 Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des HERRN dem Joseph im Traum in Ägyptenland 20 und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen. 21 Und er stand auf und nahm das Kindlein und sein Mutter zu sich und kam in das Land Israel.

Träume können von Gott sein, sie können aber auch durchaus nichtig oder gar töricht und schädlich sein. Wieviel Menschen werden von unreinen und erschreckenden Träumen gequält. In der Nacht entfaltet häufig der Teufel seine besondere Macht! Manche Träume sind auch ein Nachklang der Gedanken, mit denen wir uns am Tage beschäftigt haben. – Seit uns die Bibel in die Hand gegeben ist, redet Gott selten durch Träume, weil wir ja Sein Wort und Seinen Heiligen Geist haben! Im allgemeinen muß man also den Rat geben, auf Träume ja nicht zu viel Gewicht zu legen. Meist erweist sich das Sprichwort als wahr: „Träume sind Schäume!“ Schon bei Jeremia klagt Gott: „Ich habe gehört, was die Propheten sagen, die in Meinem Namen Lüge weissagen, indem sie sprechen: Einen Traum, einen Traum habe ich gehabt! – Sie wollen Meinen Namen bei Meinem Volk in Vergessenheit bringen durch ihre Träume, die sie einer dem andern erzählen!“ [Lies Jer. 23,25–32; Jer. 29,8.9.]

Jeremia 23,25-32 -- 25 Ich höre es wohl, was die Propheten predigen und falsch weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat geträumt, mir hat geträumt. 26 Wann wollen doch die Propheten aufhören, die falsch weissagen und ihres Herzens Trügerei weissagen 27 und wollen, daß mein Volk meines Namens vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt? gleichwie ihre Väter meines Namens vergaßen über dem Baal. 28 Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der HERR. 29 Ist mein Wort nicht wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? 30 Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die mein Wort stehlen einer dem andern. 31 Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die ihr eigenes Wort führen und sprechen: Er hat's gesagt. 32 Siehe, ich will an die, so falsche Träume weissagen, spricht der HERR, und erzählen dieselben und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losen Reden, so ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk nichts nütze sind, spricht der HERR. / Jeremia 29,8.9 -- 8 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Laßt euch die Propheten, die bei euch sind, und die Wahrsager nicht betrügen und gehorcht euren Träumen nicht, die euch träumen. 9 Denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.

Die falschen Religionen haben es meist mit vielen Träumen zu tun, und der Teufel hat sich dieses Gebiet in Sonderheit zu eigen gemacht. So bringt er heute Tausende unter seinen finsteren Bann durch Traumbücher, Traumdeutungen und Wahrsagerei! – Wenn die Menschen ahnten, unter welche Finsternismächte und in welche Qualen sie ihr Leben dadurch bringen – sie würden sich niemals mit diesen dunklen Mächten einlassen! „Laßt euch von euren falschen Propheten, die in eurer Mitte sind und von euren Wahrsagern nicht täuschen, und achtet nicht auf eure Träume, die ihr euch träumen laßt; denn sie weissagen euch falsch in Meinem Namen, Ich habe sie nicht gesandt!“ – Wie sehr wollen wir uns dies zu Herzen gehen lassen. (Lies 5. Mose 13,1–5; Pred. 5,3.7; [Luther 5, 2.6]; Sach. 10,2.)

5. Mose 13,1-5 -- 1 Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, daß ihr darnach tut. Ihr sollt nichts dazutun noch davontun. 2 Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch wird aufstehen und gibt dir ein Zeichen oder Wunder, 3 und das Zeichen oder Wunder kommt, davon er dir gesagt hat, und er spricht: Laß uns andern Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen; 4 so sollst du nicht gehorchen den Worten des Propheten oder Träumers; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, daß er erfahre, ob ihr ihn von ganzem Herzen liebhabt. 5 Denn ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen. / Prediger 5, 2.6 -- 2 Denn wo viel Sorgen ist, da kommen Träume; und wo viel Worte sind, da hört man den Narren. ... 6 Wo viel Träume sind, da ist Eitelkeit und viel Worte; aber fürchte du Gott. / Sacharia 10,2 -- Denn die Götzen reden, was eitel ist; und die Wahrsager sehen Lüge und reden vergebliche Träume, und ihr Trösten ist nichts; darum gehen sie in der Irre wie eine Herde und sind verschmachtet, weil kein Hirte da ist.

(Samstag, 11. April 1953)

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