BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

1. Josefs Brüder sind ihm feind, weil er Jakobs liebster Sohn ist und Herrschafts-Träume hatte (1. Mose 37,1 - 11)


1. MOSE 37,3.4

3 Israel aber hatte Joseph lieber als alle seine Kinder, darum daß er ihn im Alter gezeugt hatte; und machte ihm einen bunten Rock. 4 Da nun seine Brüder sahen, daß ihn ihr Vater lieber hatte als alle seine Brüder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen.

1. JOHANNES 2,9-11

9 Wer da sagt, er sei im Licht, und haßt seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis. 10 Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und ist kein Ärgernis bei ihm. 11 Wer aber seinen Bruder haßt, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wo er hingeht; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet.

Es blieb den Brüdern natürlich nicht verborgen, daß der Vater den Joseph lieber hatte als sie alle. Darum haßten sie ihn und mochten ihn nicht mehr grüßen. Die Brüder sahen sich dadurch, daß der Vater so offenkundig seine Liebe zu Joseph zeigte, in ihrem eigenen Verhältnis zum Vater benachteiligt. Das mochten sie nicht ertragen. Und es ist ja auch wirklich nie günstig, wenn Eltern unter ihren Kindern solch offensichtliche Unterschiede machen – wenn sie ein Kind lieber haben als die anderen und es vorziehen. Jakob hatte es in seiner eigenen Jugend genugsam erfahren, wie viel Kummer solche Vorliebe der Eltern für eines der Kinder nach sich zieht, und doch fiel auch er jetzt in denselben Fehler. [Lies 1. Mose 25,28; 27,1–13.41.]

1. Mose 25,28 -- Und Isaak hatte Esau lieb und aß gern von seinem Weidwerk; Rebekka aber hatte Jakob lieb./ 1. Mose 27,1-13.41 -- 1 Und es begab sich, da Isaak alt war geworden und seine Augen dunkel wurden zu sehen, rief er Esau, seinen älteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich. 2 Und er sprach: Siehe, ich bin alt geworden und weiß nicht, wann ich sterben soll. 3 So nimm nun dein Geräte, Köcher und Bogen, und geh aufs Feld und fange mir ein Wildbret 4 und mache mir ein Essen, wie ich's gern habe, und bringe mir's herein, daß ich esse, daß dich meine Seele segne, ehe ich sterbe. 5 Rebekka aber hörte solche Worte, die Isaak zu seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, daß er ein Wildbret jagte und heimbrächte. 6 Da sprach Rebekka zu Jakob, ihrem Sohn: Siehe, ich habe gehört deinen Vater reden mit Esau, deinem Bruder, und sagen: 7 Bringe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, daß ich esse und dich segne vor dem HERRN, ehe ich sterbe. 8 So höre nun, mein Sohn, meine Stimme, was ich dich heiße. 9 Gehe hin zur Herde und hole mir zwei gute Böcklein, daß ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie er's gerne hat. 10 Das sollst du deinem Vater hineintragen, daß er esse, auf daß er dich segne vor seinem Tode. 11 Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder Esau ist rauh, und ich glatt; 12 so möchte vielleicht mein Vater mich betasten, und ich würde vor ihm geachtet, als ob ich ihn betrügen wollte, und brächte über mich einen Fluch und nicht einen Segen. 13 Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meiner Stimme, gehe und hole mir. ... 41 Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, da man um meinen Vater Leid tragen muß; dann will ich meinen Bruder Jakob erwürgen.

Wenn nun schon sowieso die Vorliebe des Vaters für Joseph seine Brüder verdroß – der bunte Rock, den er ihm anfertigen ließ, erbitterte sie noch mehr. Aus dem Neid wurde in ihren Herzen schließlich bitterster Haß, welcher sogar daran dachte, den Bruder aus dem Weg zu räumen! (Vgl. Röm. 14,19–21.)

Römer 14,19-21 -- 19 Darum laßt uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und was zur Besserung untereinander dient. 20 Verstöre nicht um der Speise willen Gottes Werk. Es ist zwar alles rein; aber es ist nicht gut dem, der es ißt mit einem Anstoß seines Gewissens. 21 Es ist besser, du essest kein Fleisch und trinkest keinen Wein und tust nichts, daran sich dein Bruder stößt oder ärgert oder schwach wird.

Verwöhnung und Bevorzugung tut keinem Menschen gut, auch keinem Kind Gottes. Hochmut und Einbildung wird dadurch genährt und der Charakter verdorben. Außerdem leiden die übrigen Kinder unter der Zurücksetzung sehr und sind äußerst stark der Gefahr des Neides ausgesetzt. Deshalb sollen sich Eltern Weisheit und Charakterstärke genug schenken lassen, ihre Kinder möglichst mit gleicher, herzlicher Liebe zu umfassen! – Wenn Joseph in diesem Fall keinen Schaden davon trug durch die Bevorzugung seitens seines Vaters, so können wir dies nun der besonderen Gnade und Bewahrung Gottes zuschreiben. Gott hatte ja einen kostbaren Plan mit Josephs Leben, und der durfte nicht vereitelt werden! (Ps. 33,10–12; Jes. 14,27.)

Psalm 33,10-12 -- 10 Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Völker. 11 Aber der Rat des HERRN bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für. 12 Wohl dem Volk, des Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat! / Jesaja 14,27 -- Denn der HERR Zebaoth hat's beschlossen, wer will's wehren?, und seine Hand ist ausgereckt, wer will sie wenden?

(Mittwoch, 8. April 1953)

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