BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 562 ( Jakob zieht weiter. Unterwegs stirbt Rahel bei der Geburt BENJAMINS kurz vor Bethlehem )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

48. Jakob zieht weiter. Unterwegs stirbt Rahel bei der Geburt BENJAMINS kurz vor Bethlehem (1. Mose 35,16-20)


1. MOSE 35,16-20

16 Und sie zogen von Beth-El. Und da noch ein Feld Weges war von Ephrath, da gebar Rahel. 17 Und es kam sie hart an über der Geburt. Da aber die Geburt so schwer ward, sprach die Wehmutter zu ihr: Fürchte dich nicht, denn diesen Sohn wirst du auch haben. 18 Da ihr aber die Seele ausging, daß sie sterben mußte, hieß sie ihn Ben-Oni; aber sein Vater hieß ihn Ben-Jamin. 19 Also starb Rahel und ward begraben an dem Wege gen Ephrath, das nun heißt Bethlehem. 20 Und Jakob richtete ein Mal auf über ihrem Grabe; dasselbe ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.

JESAJA 55,8.9

8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; 9 sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken.

Nach den erhebenden Erlebnissen in Bethel strebte Jakob nach Hebron, um zu seinem Vater zu kommen. [Vgl. 1. Mose 35,27.]

1. Mose 35,27 -- Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre zu Kirjat-Arba, das da heißt Hebron, darin Abraham und Isaak Fremdlinge gewesen sind

Rahel hatte vor Jahren, bei der Geburt Josephs, den sehnlichen Wunsch geäußert: „Der Herr füge mir noch einen anderen Sohn hinzu!“ Als die Familie nun in Ephrath einen Aufenthalt nahm, wurde tatsächlich der Rahel ein zweites Söhnlein geschenkt. Bei der Geburt litt sie schwer, so daß sie dem Knaben den Namen Benoni gab, d. h. „Sohn meiner Not!“ Der Vater dagegen – in seiner Freude, daß ihm von der geliebten Rahel noch ein Sohn geschenkt wurde – nannte das Kind „Benjamin“, d. h. „Sohn meines Glücks!“ Der großen Freude über den kleinen Benjamin folgte jedoch alsbald ein ganz großer Schmerz: Rahel starb kurz nach der Geburt! (Lies Hiob 1,20–22; Jes. 54,10; Jer. 29,11.)

Hiob 1,20-22 -- 20 Da stand Hiob auf und zerriß seine Kleider und raufte sein Haupt und fiel auf die Erde und betete an 21 und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt. 22 In diesem allem sündigte Hiob nicht und tat nichts Törichtes wider Gott. / Jesaja 54,10 -- Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer. / Jeremia 29,11 -- Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.

Viel Schweres hatte sie mit ihrem Mann geteilt, doch nach ihrem Tode erwartete den Patriarchen noch viel weiteres Schwere, das ihr erspart blieb. Jakob musste hernach für Jahre den geliebten Sohn Joseph vermissen, ohne zu wissen, ob er noch lebte! – Also dort bei Ephrath begrub Jakob das Teuerste, das er hatte, seine Rahel. Auch wir müssen häufig durch eine schwere Trübsal gehen, weil Gott uns innerlich segnen und zu höheren Stufen des neuen Lebens führen will. Der Apostel Paulus war so voll Glauben und Vertrauen, daß er sagen konnte: „Wir rühmen uns sogar der Trübsal, die Gott uns sendet; wissen wir doch, daß bei den lernwilligen, gottvertrauenden Menschen die Trübsal reiche Segnungen bewirkt: Ausdauer und Standhaftigkeit!“ An andere Stelle hören wir: „Die Leiden dieser Zeit sind ja gar nicht von Belang, wenn wir die Herrlichkeit in Betracht ziehen, die an uns offenbar werden soll!“ [Lies Röm. 5,3.4; 8,18; vgl. Apgesch. 14,19–22; 2. Kor. 4,16–18.]

Römer 5,3.4 -- 3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, dieweil wir wissen, daß Trübsal Geduld bringt; 4 Geduld aber bringt Erfahrung; Erfahrung aber bringt Hoffnung; / Römer 8,18 -- Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden. / Apostelgeschichte 14,19-22 -- 19 Es kamen aber dahin Juden von Antiochien und Ikonion und überredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, meinten, er wäre gestorben. 20 Da ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Und den andern Tag ging er aus mit Barnabas gen Derbe; 21 und sie predigten der Stadt das Evangelium und unterwiesen ihrer viele und zogen wieder gen Lystra und Ikonion und Antiochien, 22 stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, daß sie im Glauben blieben, und daß wir durch viel Trübsale müssen in das Reich Gottes gehen. / 2. Korinther 4,16-18 -- 16 Darum werden wir nicht müde; sondern, ob unser äußerlicher Mensch verdirbt, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert. 17 Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit 18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

(Donnerstag, 29. Januar 1953)

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