BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

38. Jakob geht vor seiner gestaffelten Familie auf Esau zu, der ihn liebevoll umarmt und küsst (1. Mose 33,1-4)


1. MOSE 33,1-4

1 Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er teilte seine Kinder zu Lea und Rahel und zu den beiden Mägden 2 und stellte die Mägde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern hernach und Rahel mit Joseph zuletzt. 3 Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam. 4 Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küßte ihn; und sie weinten

1. CHRONIK 12,16-18

16 Es kamen aber auch Kinder Benjamins und Juda's zu David an seinen sichern Ort. 17 David aber ging heraus zu ihnen, und antwortete und sprach zu ihnen: Kommt ihr im Frieden zu mir und mir zu helfen, so soll mein Herz mit euch sein; kommt ihr aber mit List und mir zuwider zu sein, da doch kein Frevel an mir ist, so sehe der Gott unsrer Väter darein und strafe es. 18 Aber der Geist ergriff Amasai, den Hauptmann unter den dreißig: Dein sind wir, David, und mit dir halten wir's, du Sohn Isais. Friede, Friede sei mit dir! Friede sei mit deinen Helfern! denn dein Gott hilft dir. Da nahm sie David an und setzte sie zu Häuptern über die Kriegsleute.

Jakob ordnete nun den langen Zug so, daß die Mägde mit ihren Kindern vorangingen, dann kam Lea mit ihren Kindern und zuletzt Rahel mit Joseph. Jakob selbst aber ging allen voran, Esau entgegen! Siebenmal beugte er sich vor ihm zur Erde, bis er ganz zu ihm kam. Durch diese tiefen Ehrenbezeugungen wollte er das Herz seines Bruders gewinnen; denn er fürchtete sich vor ihm. Esau jedoch wurde beim Anblick seines Bruders von wirklicher Bruderliebe ergriffen; er eilte ihm entgegen, umarmte und küßte ihn. Wir sehen: Gott waltete über dieser nach Jahren geschehenden ersten Begegnung und gestaltete sie freundlich. Dabei denken wir an das Wort in Spr. 16,7: „Wenn eines Mannes Wege dem Herrn wohlgefallen, so macht Er selbst seine Feinde mit ihm zufrieden!“ [Lies Spr. 21,1.]

Sprüche 21,1 -- Des Königs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbäche, und er neigt es wohin er will.

Es ist etwas Wunderschönes um eine wirkliche Versöhnung und wahre Friedfertigkeit! Der Apostel Paulus muß uns sagen: „Solange noch Eifersucht, Neid und Streit bei euch herrschen, seid ihr fleischliche Menschen und benehmt euch ganz so, wie Unwiedergeborene es tun! Es bedeutet ja überhaupt einen großen Mangel und Tiefstand bei euch, wenn ihr Streit und Uneinigkeit miteinander habt!“ [Lies 1. Kor. 3,3; 6,4–8; vgl. Matth. 18,15.]

1. Korinther 3,3 -- dieweil ihr noch fleischlich seid. Denn sintemal Eifer und Zank und Zwietracht unter euch sind, seid ihr nicht fleischlich und wandelt nach menschlicher Weise?/ 1. Korinther 6,4-8 -- 4 Ihr aber, wenn ihr über zeitlichen Gütern Sachen habt, so nehmt ihr die, so bei der Gemeinde verachtet sind, und setzet sie zu Richtern. 5 Euch zur Schande muß ich das sagen: Ist so gar kein Weiser unter euch, auch nicht einer, der da könnte richten zwischen Bruder und Bruder? 6 sondern ein Bruder hadert mit dem andern, dazu vor den Ungläubigen. 7 Es ist schon ein Fehl unter euch, daß ihr miteinander rechtet. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht tun? warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen? 8 Sondern ihr tut Unrecht und übervorteilt, und solches an den Brüdern! / Matthäus 18,15 -- Sündigt aber dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Hört er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen

Wie kommen nun solche, die bisher in Unfrieden miteinander lebten zu einer echten Vereinigung? – Wenn man einen Menschen, der bisher mit einem anderen verfeindet war, zur Friedfertigkeit ermahnt, so lautet gar häufig die Antwort: „Der andere soll anfangen!“ Wer jedoch so spricht, der schließt sich von dem glücklichen Stand, von dem Jesus spricht, aus. – Wo also noch ein Funke von der Gesinnung Jesu Christi vorhanden ist, da muß man liebevoll und zuvorkommend sein und den ersten Schritt zur Versöhnung tun! (Lies Matth. 5,9; 1. Petr. 3,8.9; 2. Kor. 13,11; 2. Tim. 2,22b–26.)

Matthäus 5,9 -- Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. / 1. Petrus 3,8.9 -- 8 Endlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. 9 Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen erbet. / 2. Korinther 13,11 -- Zuletzt, liebe Brüder, freuet euch, seid vollkommen, tröstet euch, habt einerlei Sinn, seid friedsam! so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. / 2. Timotheus 2,22-26 -- 22 Fliehe die Lüste der Jugend; jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den HERRN anrufen von reinem Herzen. 23 Aber der törichten und unnützen Fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebären. 24 Ein Knecht aber des HERRN soll nicht zänkisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaft, der die Bösen tragen kann 25 und mit Sanftmut strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Buße gebe, die Wahrheit zu erkennen, 26 und sie wieder nüchtern würden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.

(Donnerstag, 8. Januar 1953)

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