BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 527 ( Laban holt Jakob im Gebirge Gilead ein, macht ihm Vorwürfe, schadet ihm aber nicht auf Gottes Geheiss )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

30. Laban holt Jakob im Gebirge Gilead ein, macht ihm Vorwürfe, schadet ihm aber nicht auf Gottes Geheiss (1. Mose 31,22-32)


1. MOSE 31,27-32

27 Warum bist du heimlich geflohen und hast dich weggestohlen und hast mir's nicht angesagt, daß ich dich hätte geleitet mit Freuden, mit Singen mit Pauken und Harfen? 28 Und hast mich nicht lassen meine Kinder und Töchter küssen? Nun, du hast töricht getan. 29 Und ich hätte wohl so viel Macht, daß ich euch könnte Übles tun; aber eures Vaters Gott hat gestern zu mir gesagt: Hüte dich, daß du mit Jakob nicht anders als freundlich redest. 30 Und weil du denn ja wolltest ziehen und sehntest dich so sehr nach deines Vaters Hause, warum hast du mir meine Götter gestohlen? 31 Jakob antwortete und sprach zu Laban: Ich fürchtete mich und dachte, du würdest deine Töchter von mir reißen. 32 Bei welchem du aber deine Götter findest, der sterbe hier vor unsern Brüdern. Suche das Deine bei mir und nimm's hin. Jakob wußte aber nicht, daß sie Rahel gestohlen hatte.

PSALM 119,1-3.133

1 Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln! 2 Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen! 3 Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein Übel. ... 133 Laß meinen Gang gewiß sein in deinem Wort und laß kein Unrecht über mich herrschen.

Laban machte Jakob den Vorwurf: „Wenn du dich so sehntest zum Hause deines Vaters zurückzukehren, warum hast du denn meine Götter gestohlen?“ Jakob weist diesen Vorwurf zurück und erklärt seine heimliche Flucht dadurch, daß er fürchtete, Laban möchte seine Töchter an sich ziehen und zurückhalten, so daß er seiner Frauen beraubt worden wäre. Im Grunde gibt also Jakob seine Schuld zu. Es ist für aufrichtige Kinder Gottes notwendig, daß sie sich auch aus dem Munde der Ungläubigen einmal etwas sagen lassen können und deren Vorwurf annehmen. Auch uns gilt das Wort: „Im übrigen, meine geliebten Brüder und Schwestern: Freut euch, laßt euch immer wieder zurechtbringen, vervollkommnet euch und seid stets in Eintracht miteinander!“ [Lies 2. Kor. 13,11; vgl.1. Mose 20,9-14.]

2. Korinther 13,11 -- Zuletzt, liebe Brüder, freuet euch, seid vollkommen, tröstet euch, habt einerlei Sinn, seid friedsam! so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. / 1. Mose 20,9-14 -- 9 Und Abimelech rief Abraham auch und sprach zu ihm: Warum hast du uns das getan? Und was habe ich an dir gesündigt, daß du so eine große Sünde wolltest auf mich und mein Reich bringen? Du hast mit mir gehandelt, wie man nicht handeln soll. 10 Und Abimelech sprach weiter zu Abraham: Was hast du gesehen, daß du solches getan hast? 11 Abraham sprach: Ich dachte, vielleicht ist keine Gottesfurcht an diesem Orte, und sie werden mich um meines Weibes willen erwürgen. 12 Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester; denn sie ist meines Vaters Tochter, aber nicht meiner Mutter Tochter, und ist mein geworden. 13 Da mich aber Gott aus meines Vaters Hause wandern hieß, sprach ich zu ihr: Die Barmherzigkeit tu an mir, daß, wo wir hinkommen, du sagst, ich sei dein Bruder. 14 Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Mägde und gab sie Abraham und gab ihm wieder sein Weib Sara

Was nun die gestohlenen Götzen betrifft, so handelte Jakob insofern etwas leichtfertig, als er nur zu schnell die Meinung äußert, daß niemand von den Seinen diese Götzen gestohlen haben könnte. Er konnte dies mit gutem Gewissen sagen, denn er wußte ja nichts davon, daß Rahel sie selbst gestohlen hatte! Wie wäre er aber ins innere Gedränge gekommen, wenn Rahels Unehrlichkeit entdeckt worden wäre! Christen müssen, wenn sie eine Aussage machen, sich doch zuvor von der Stichhaltigkeit dieser Behauptung überzeugen. Dadurch, daß Jakob den Seinen diesen Diebstahl nicht zutraute, muß er in der Folge die ganzen Schwierigkeiten des Götzendienstes in seiner Familie ertragen. [Lies 1. Mose 35,1-5.]

1. Mose 35,1-5 -- 1 Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf und ziehe gen Beth-El und wohne daselbst und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschien, da du flohest vor deinem Bruder Esau. 2 Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen, die mit ihm waren: Tut von euch fremde Götter, so unter euch sind, und reinigt euch und ändert eure Kleider 3 und laßt uns auf sein und gen Beth-El ziehen, daß ich daselbst einen Altar mache dem Gott, der mich erhört hat zur Zeit meiner Trübsal und ist mit mir gewesen auf dem Wege, den ich gezogen bin. 4 Da gaben sie ihm alle fremden Götter, die unter ihren Händen waren, und ihre Ohrenspangen; und er vergrub sie unter einer Eiche, die neben Sichem stand. 5 Und sie zogen aus. Und es kam die Furcht Gottes über die Städte, die um sie her lagen, daß sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten.

Und bei Rahel zeigt sich das furchtbare Gesetz der Sünde, daß ein Fehltritt den anderen erzeugt. Sie fügte ja dem Diebstahl einfach eine Lüge hinzu. Wir aber wollen uns hüten vor der kleinsten Sünde! Und ist etwas Unrechtes vorgekommen bei uns, so gilt es, nun ganz der Sünde abzusagen! (Lies Jes. 52,11.12; 1. Joh. 2,1-6; 5,16-21.)

Jesaja 52,11.12 -- 11 Weicht, weicht, zieht aus von dannen und rührt kein Unreines an; geht aus von ihr, reinigt euch, die ihr des HERRN Geräte tragt! 12 Denn ihr sollt nicht mit Eile ausziehen noch mit Flucht wandeln; denn der HERR wird vor euch her ziehen; und der Gott Israels wird euch sammeln / 1. Johannes 2,1-6 -- 1 Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf daß ihr nicht sündiget. Und ob jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesum Christum, der gerecht ist. 2 Und derselbe ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren sondern auch für die der ganzen Welt. 3 Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten. 4 Wer da sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in solchem ist keine Wahrheit. 5 Wer aber sein Wort hält, in solchem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. 6 Wer da sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch wandeln, gleichwie er gewandelt hat. / 1. Johannes 5,16-21 -- 6 So jemand sieht seinen Bruder sündigen eine Sünde nicht zum Tode, der mag bitten; so wird er geben das Leben denen, die da sündigen nicht zum Tode. Es gibt eine Sünde zum Tode; für die sage ich nicht, daß jemand bitte. 17 Alle Untugend ist Sünde; und es ist etliche Sünde nicht zum Tode. 18 Wir wissen, daß, wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht; sondern wer von Gott geboren ist, der bewahrt sich, und der Arge wird ihn nicht antasten. 19 Wir wissen, daß wir von Gott sind und die ganze Welt im Argen liegt. 20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und hat uns einen Sinn gegeben, daß wir erkennen den Wahrhaftigen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 21 Kindlein, hütet euch vor den Abgöttern! Amen.

(Dienstag, 25. November 1952)

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