BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 509 (Jakob dient seinem Onkel Laban sieben Jahre, um seine jüngere Tochter Rahel zu bekommen)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

22. Jakob dient seinem Onkel Laban sieben Jahre, um seine jüngere Tochter Rahel zu bekommen (1. Mose 29,13-20)


1. MOSE 29,15-20

15 sprach Laban zu Jakob: Wiewohl du mein Bruder bist, solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn sein? 16 Laban aber hatte zwei Töchter; die ältere hieß Lea und die jüngere Rahel. 17Aber Lea hatte ein blödes Gesicht, Rahel war hübsch und schön. 18 Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine jüngere Tochter, dienen. 19 Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem andern; bleibe bei mir. 20 Also diente Jakob um Rahel sieben Jahre, und sie deuchten ihn, als wären's einzelne Tage, so lieb hatte er sie.

5. MOSE 10,12

12 Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, denn daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und liebst ihn und dienest dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele

Nach Verlauf eines Monats sprach Laban zu Jakob: „Wenn du auch mein Verwandter bist, solltest du mir deshalb umsonst dienen? Sage mir, was ist dein Lohn?“ Unter dem Schein von Recht und Billigkeit kommt hier Labans selbst- süchtige, berechnende Gesinnung zur Geltung. Um seinem Neffen für seine Dienstleistungen nicht Ansprüche auf Dank und Gegenliebe einzuräumen, will er mit ihm einen Lohn ausmachen. Dies gab Jakob Gelegenheit zu erklären, daß er bereit sei, sieben Jahre um Rahel, die jüngere Tochter Labans, zu dienen; denn er liebte Rahel! Laban aber gefiel dieser Vorschlag nur zu gut; denn sieben Jahre aufopfernden Dienstes von einem so zuverlässigen Mann wie Jakob, das stellte einen weit höheren Wert dar, als Laban sonst von einem anderen Mann als Brautgabe für Rahel bekommen hätte! Laban war also durchaus irdisch gesinnt. Das zeigt sich in allem, was wir von ihm hören und was wir schon früher an ihm wahrnahmen. [Vgl. 1. Mose 24,21-31]

1. Mose 24,21-31 -- 21 Der Mann aber wunderte sich ihrer und schwieg still, bis er erkennete, ob der HERR zu seiner Reise Gnade gegeben hätte oder nicht. 22 Da nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen Reif, ein halbes Lot schwer, und zwei Armringe an ihre Hände, zehn Lot Goldes schwer, 23 und sprach: Wes Tochter bist du? das sage mir doch. Haben wir Raum in deines Vaters Hause, zu beherbergen? 24 Sie sprach zu ihm: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Milkas, den sie dem Nahor geboren hat, 25 und sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns und Raum genug, zu beherbergen. 26 Da neigte sich der Mann und betete den HERRN an 27 und sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Barmherzigkeit und seine Wahrheit nicht verlassen hat an meinem Herrn; denn der HERR hat mich den Weg geführt zum Hause des Bruders meines Herrn. 28 Und die Dirne lief und sagte solches alles an in ihrer Mutter Hause. 29 Und Rebekka hatte einen Bruder, der hieß Laban; und Laban lief zu dem Mann draußen bei dem Brunnen. 30 Und als er sah den Reif und die Armringe an seiner Schwester Händen und hörte die Worte Rebekkas, seiner Schwester, daß sie sprach: Also hat mir der Mann gesagt, kam er zu dem Mann, und siehe, er stand bei den Kamelen am Brunnen. 31 Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des HERRN! Warum stehst du draußen? Ich habe das Haus geräumt und für die Kamele auch Raum gemacht.

So stark und treu wie sich Jakobs Liebe durch sieben Jahre hindurch bewährt, so sehr läßt er sich doch bei der Wahl seiner Gattin von äußeren Vorzügen bestimmen, anstatt sich durch Gottes Stimme und durch Seinen heiligen Willen allein in dieser lebensbedeutenden Angelegenheit leiten zu lassen! Von nun an füllte der Gedanke an Rahel sein Herz völlig aus! Das ist gerade das Gefährliche an solch heißem Begehren, daß hier eben ein Mensch so gänzlich zwischen den Herrn und unsere Seele tritt. Auf solche Weise kommt unser großer Gott durchaus nicht zu Seinem heiligen Recht in unserm Leben! [Vgl. 1. Kön. 11,4-11; 8,61.]

1. Könige 11,4-11 -- 4 Und da er nun alt war, neigten seine Weiber sein Herz den fremden Göttern nach, daß sein Herz nicht ganz war mit dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. 5 Also wandelte Salomo Asthoreth, der Göttin derer von Sidon, nach und Milkom, dem Greuel der Ammoniter. 6 Und Salomo tat, was dem HERRN übel gefiel, und folgte nicht gänzlich dem HERRN wie sein Vater David. 7 Da baute Salomo eine Höhe Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und Moloch, dem Greuel der Ammoniter. 8 Also tat Salomo allen seinen Weibern, die ihren Göttern räucherten und opferten. 9 Der HERR aber ward zornig über Salomo, daß sein Herz von dem HERRN, dem Gott Israels, abgewandt war, der ihm zweimal erschienen war 10 und ihm solches geboten hatte, daß er nicht andern Göttern nachwandelte, und daß er doch nicht gehalten hatte, was ihm der HERR geboten hatte. 11 Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil solches bei dir geschehen ist, und hast meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten, die ich dir geboten habe, so will ich auch das Königreich von dir reißen und deinem Knecht geben. / 1. Könige 8,61 -- Und euer Herz sei rechtschaffen mit dem HERRN, unserm Gott, zu wandeln in seinen Sitten und zu halten seine Gebote, wie es heute geht.

Wir wollen es heute neu zu Herzen nehmen, daß geschrieben steht: „Die Augen des Herrn durchlaufen die ganze Erde, um Sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz u n g e t e i l t auf Ihn gerichtet ist!“ (Lies 2. Chron. 16,9; lies auch Ps. 34,15.16 [Luth, V. 16. 17]; 1. Petr. 3,12.)

2. Chronik 16,9 -- Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, daß er stärke die, so von ganzem Herzen an ihm sind. Du hast töricht getan; darum wirst du auch von nun an Kriege haben. / Psalm 34,16. 17 -- 16 Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien; 17 das Antlitz aber des HERRN steht gegen die, so Böses tun, daß er ihr Gedächtnis ausrotte von der Erde. / 1. Petrus 3,12 -- Denn die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des HERRN steht wider die, die Böses tun.

(Freitag, 7. November 1952)

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Zuletzt geändert am 07.08.2019 19:29 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)