BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 498 (Rebekka bewirkt, dass Isaak den Jakob im Segen wegschickt, um eine ihrer Nichten zu heiraten)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

17. Rebekka bewirkt, dass Isaak den Jakob im Segen wegschickt, um eine ihrer Nichten zu heiraten (1. Mose 27,42-28,5)


1. MOSE 27,42-28,5

42 Da wurden Rebekka angesagt diese Worte ihres älteren Sohnes Esau; und sie schickte hin und ließ Jakob, ihren jüngeren Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau droht dir, daß er dich erwürgen will. 43 Und nun höre meine Stimme, mein Sohn: Mache dich auf und fliehe zu meinem Bruder Laban gen Haran 44 und bleib eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders legt 45 und bis sich sein Zorn wider dich von dir wendet und er vergißt, was du an ihm getan hast; so will ich darnach schicken und dich von dannen holen lassen. Warum sollte ich euer beider beraubt werden auf einen Tag? 46 Und Rebekka sprach zu Isaak: Mich verdrießt, zu leben vor den Töchter Heth. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Töchter Heth wie diese, von den Töchtern des Landes, was soll mir das Leben? KAPITEL 28, 1Da rief Isaak seinen Sohn Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Töchtern Kanaans; 2 Sondern mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir ein Weib daselbst von den Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter. 3 Aber der allmächtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, daß du werdest ein Haufe Völker, 4 und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, daß du besitzest das Land, darin du ein Fremdling bist, das Gott Abraham gegeben hat. 5 Also fertigte Isaak den Jakob ab, daß er nach Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter.

RÖMER 8,18

Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden.

Unerwartete, dunkle Sorgenschatten hatten sich auf die Zelte der Familie Isaaks gelegt. Als Rebekka von den Überlegungen und Plänen Esaus erfuhr, riet sie ihrem Sohn Jakob, einstweilen zu ihrem Bruder Laban nach Haran zu fliehen, denn sie sprach: „Warum sollte ich beide Söhne an einem Tage verlieren!“ - nämlich Jakob durch Esaus mörderische Absicht und Esau dann wieder durch die Blutrache, die ihn treffen mußte! [Lies 2. Mose 21,12.14; 3. Mose 24,17.]

2. Mose 21,12.14 -- 12 Wer einen Menschen schlägt, daß er stirbt, der soll des Todes sterben. ... 14 Wo aber jemand seinem Nächsten frevelt und ihn mit List erwürgt, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, daß man ihn töte. / 3. Mose 24,17 -- Wer irgend einen Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben.

Um ihres Mannes Zustimmung zu diesem neuen Plan mit Jakob zu erlangen, ohne ihn durch Mitteilung 'von Esaus Mordgedanken zu kränken, sprach sie ihren Ärger über die beiden heidnischen Frauen Esaus aus und gab dadurch auch ihren Überdruß am Leben kund, falls auch Jakob eine Kanaaniterin heiraten würde! Zugleich mag sie Isaak daran erinnert haben, welch ernstes Anliegen es seinem Vater Abraham einst gewesen war, daß er selbst keine Kanaaniterin zur Frau nehme. Isaak stimmte ihr durchaus zu und gab seinem Sohn Jakob mit frohen Hoffnungen den väterlichen Abschiedssegen auf den Weg. Dieser neue. Segensspruch Isaaks atmete weit mehr den Geist Gottes als derjenige, den Jakob zuvor durch Betrug seinem Vater abgezwungen hatte. - Innerlich bestimmt durch diesen neuen Auftrag zog Jakob nun fort nach Paddan-Aram. Seine weitere Geschichte zeigt uns, wie Gott seinen Knecht durch Leiden läuterte und durch Prüfungen seines Glaubens ihn erzog, bis er endlich als „Israel“, das heißt als Gotteskämpfer und Gottesfürst, heimkehrte in das Land der Verheißung, von dem er ausgegangen war. [Lies 1. Mose 35,9-15.]

1. Mose 35,9-15 -- 9 Und Gott erschien Jakob abermals, nachdem er aus Mesopotamien gekommen war, und segnete ihn 10 und sprach zu ihm: Du heißt Jakob; aber du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel sollst du heißen. Und also heißt man ihn Israel. 11 Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; sei fruchtbar und mehre dich; Völker und Völkerhaufen sollen von dir kommen, und Könige sollen aus deinen Lenden kommen; 12 und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben und will's deinem Samen nach dir geben. 13 Also fuhr Gott auf von ihm von dem Ort, da er mit ihm geredet hatte. 14 Jakob aber richtete ein steinernes Mal auf an dem Ort, da er mit ihm geredet hatte, und goß ein Trankopfer darauf und begoß es mit Öl. 15 Und Jakob hieß den Ort, da Gott mit ihm geredet hatte, Beth-El.

Es sind dies die erstaunlichen Wege durch Kreuz zur Krone, durch Erniedrigung zur Höhe und Herrlichkeit, wie sie hernach auch Joseph, David, schließlich die Gemeinde Gottes und vor allem Christus ging! (Lies Phil. 2, 5-11.)

Philipper 2,5-11 -- 5 Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war: 6 welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich sein, 7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden; 8 er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. 9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, 10 daß in dem Namen Jesu sich beugen aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der HERR sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.

(Sonntag, 31. August 1952)

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