BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

14. Isaak und Esau merken, dass sie betrogen wurden (1. Mose 27,30-33)


1. MOSE 27,30-33

30 Als nun Isaak vollendet hatte den Segen über Jakob, und Jakob kaum hinausgegangen war von seinem Vater Isaak, da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd 31 und machte auch ein Essen und trug's hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm: Steh auf, mein Vater, und iß von dem Wildbret deines Sohnes, daß mich deine Seele segne. 32 Da antwortete ihm Isaak, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn. 33 Da entsetzte sich Isaak über die Maßen sehr und sprach: Wer ist denn der Jäger, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet? Er wird auch gesegnet bleiben.

JESAJA 46, 9-11

9 Gedenket des Vorigen von alters her; denn ich bin Gott, und keiner mehr, ein Gott, desgleichen nirgend ist, 10 der ich verkündige zuvor, was hernach kommen soll, und vorlängst, ehe denn es geschieht, und sage: Mein Anschlag besteht, und ich tue alles, was mir gefällt. 11 Ich rufe einen Adler vom Aufgang und einen Mann, der meinen Anschlag tue, aus fernem Lande. Was ich sage, das lasse ich kommen; was ich denke, das tue ich auch.

Als Isaak den dreifachen Segen - fruchtbares Land, äußere Macht und geistliche Segnung - auf seinen Sohn Jakob gelegt hatte, ging dieser hinaus. Draußen fand er die Mutter in großer Erregung, denn soeben war Esau heimgekehrt und bereitete das Wildbret für seinen Vater zu. Nunmehr stand alles auf dem Spiel. Wie leicht hätte durch eine auch nur kleine Verzögerung der klug ausgedachte Plan der Rebekka vereitelt werden können. Doch siehe, Gott hatte das täuschende Spiel zugelassen und gelingen lassen! Nun mochte kommen, was da wollte - der Wille Gottes war zur Ausführung gekommen und Jakob war mit dem Erstgeburtssegen gesegnet. [Lies Psalm 33,10-12; 135,6; Sprüche 19,21]

Psalm 33,10-12 -- 10 Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Völker. 11 Aber der Rat des HERRN bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für. 12 Wohl dem Volk, des Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat! / Psalm 135,6 -- Alles, was er will, das tut er, im Himmel und auf Erden, im Meer und in allen Tiefen; / Sprüche 19,21 -- Es sind viel Anschläge in eines Mannes Herzen; aber der Rat des HERRN besteht.

Als Isaak entdeckte, daß er einen anderen als Esau mit dem Erstgeburtssegen gesegnet hatte, erschrak er außerordentlich. Er sah aber keine Möglichkeit mehr, einen gleichwertigen Erstgeburtssegen auszusprechen. Schließlich jedoch mußte er stille werden und sich der göttlichen Zulassung, dem göttlichen Willen unterwerfen. [Lies Matth. 11,26.]

Matthäus 11,26 -- Ja, Vater; denn es ist also wohlgefällig gewesen vor dir.

Im Grund war dieser Wille des Höchsten ihm so gut bekannt gewesen wie der Rebekka. Er war aber so stark eingenommen von der Meinung, Esau müsse den Erstgeburtssegen empfangen, da er doch tatsächlich der Erstgeborene war, daß er nichts anderes gelten lassen wollte. - Die gewaltige Enttäuschung und der Schmerz Esaus war ganz erschütternd für Isaak. Aber seine jetzige Überzeugung, daß die von ihm ausgesprochene Segnung eine wirkliche Tat des Heiligen Geistes war, war so stark und klar, daß sich nichts daran ändern ließ. Wenn Gott so deutlich geredet und gehandelt hat, stehen wir ja einfach vor fertigen Tatsachen, und es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns ganz demütig und dankbar unter den heiligen Willen und die göttliche Zulassung unseres erhabenen Herrn zu stellen. (Lies Psalm 143,10.11; 1. Joh. 2,17.)

Psalm 143,10.11 -- 10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. 11 HERR, erquicke mich um deines Namens willen; führe meine Seele aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen / 1. Johannes 2,17 -- Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

(Montag, 25. August 1952)

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