BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 467 (Nach Isaaks Gebet für seine unfruchtbare Frau, wurde Rebekka schwanger. Des HERRN Voraussage über ihre Zwillinge)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

2. Nach Isaaks Gebet für seine unfruchtbare Frau, wurde Rebekka schwanger. Des HERRN Voraussage über ihre Zwillinge (1. Mose 25,21-23)


1. MOSE 25, 23

23 Und der HERR sprach zu ihr: Zwei Völker sind in deinem Leibe, und zweierlei Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern überlegen sein, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.

AMOS 1, 11-12

11 So spricht der HERR: Um drei und vier Frevel willen Edoms will ich sein nicht schonen, darum daß er seinen Bruder mit dem Schwert verfolgt hat und daß er alles Erbarmen von sich getan und immer wütet in seinem Zorn und seinem Grimm ewig hält; 12 sondern ich will ein Feuer schicken gen Theman, das soll die Paläste zu Bozra verzehren.

Paulus fügt zur Verstärkung des früher Gesagten noch hinzu, daß Gott den Ausspruch getan hat: „Jakob habe Ich geliebt, aber Esau habe Ich gehaßt!“ Stellen wie Matth. 6,24 und. Luk, 14,26 zeigen uns, daß der Begriff „Hassen“ durchaus nicht immer persönliche Feindschaft bedeutet, sondern auch eine durch Hinneigung zur einen Seite bedingte Abneigung gegen die andere Seite bedeuten kann.

Matthäus 6,24 -- Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. / Lukas 14,26 -- So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Wenn Gott haßt, so ist Sein Haß stets ein heiliger und gerechter, durch die Sünde der Menschen hervorgerufener! Er hat Sich jedoch in Christus so herrlich als die Liebe geoffenbart, und Er liebt Selbst die schlimmsten Sünder und will sie retten und begnadigen, darum hat Er Seinen eingeborenen Sohn für sie geopfert, und darum ladet Er Selbst so freundlich zur Buße und zum Heil ein! [Lies Jes. 55,1-3.6.7.]

Jesaja 55,1-3.6.7 -- 1 Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommet her zum Wasser! und die ihr nicht Geld habt, kommet her, kaufet und esset; kommt her und kauft ohne Geld und umsonst beides, Wein und Milch! 2 Warum zählet ihr Geld dar, da kein Brot ist und tut Arbeit, davon ihr nicht satt werden könnt? Höret mir doch zu und esset das Gute, so wird eure Seele am Fetten ihre Lust haben. 3 Neiget eure Ohren her und kommet her zu mir, höret, so wird eure Seele leben; denn ich will mit euch einen ewigen Bund machen, daß ich euch gebe die gewissen Gnaden Davids. ... 6 Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; rufet ihn an, solange er nahe ist. 7 Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.

Manche sind an diesem Wort: „Jakob habe Ich geliebt, aber Esau habe Ich gehaßt!“ stehen geblieben und haben Gott angeklagt, daß Er in Seiner Liebe unberechenbar, wählerisch und ungerecht sei. Allein, die Schrift zeigt uns - und unser Glaube weiß, daß dies nicht der Fall ist -, daß Gott unendlich gut, weise und gerecht ist! Wir wollen auch beachten, daß erst der Prophet Maleachi uns diesen göttlichen Ausspruch vermittelt, welcher etwa 1500 Jahre später lebte als Jakob und Esau. Es bedeutet also dieses Wort ein erst lange nach ihrem Ableben gefälltes göttliches Urteil über die innere Entwicklung und Stellungnahme Jakobs und Esaus! - Esau hatte von Gott aus alle Möglichkeiten, ein für Zeit und Ewigkeit gesegneter Mann zu werden. Er wuchs ebenso wie Jakob in einem gläubigen Hause und unter heilsgeschichtlicher Unterweisung auf, doch er hatte frühe die Sünde erwählt und die göttlichen Segnungen mißachtet. (Lies Jer. 2,21.22; Jes. 5,1-7.)

Jeremia 2,21.22 -- 21 Ich aber hatte dich gepflanzt zu einem süßen Weinstock, einen ganz rechtschaffenen Samen. Wie bist du mir denn geraten zu einem bitteren, wilden Weinstock? 22 Und wenn du dich gleich mit Lauge wüschest und nähmest viel Seife dazu, so gleißt doch deine Untugend desto mehr vor mir, spricht der Herr, HERR. / Jesaja 5,1-7 -- 1 Wohlan, ich will meinem Lieben singen, ein Lied meines Geliebten von seinem Weinberge: Mein Lieber hat einen Weinberg an einem fetten Ort. 2 Und er hat ihn verzäunt und mit Steinhaufen verwahrt und edle Reben darin gesenkt. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter darein und wartete, daß er Trauben brächte; aber er brachte Herlinge. 3 Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Juda's, zwischen mir und meinem Weinberge. 4 Was sollte man doch noch mehr tun an meinem Weinberge, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn Herlinge gebracht, da ich erwartete, daß er Trauben brächte? 5 Wohlan, ich will euch zeigen, was ich meinem Weinberge tun will. Seine Wand soll weggenommen werden, daß er verwüstet werde; sein Zaun soll zerrissen werden, daß er zertreten werde. 6 Ich will ihn wüst liegen lassen, daß er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, daß sie nicht darauf regnen. 7 Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel, und die Männer Juda's seine Pflanzung, daran er Lust hatte. Er wartete auf Recht, siehe, so ist's Schinderei, auf Gerechtigkeit, siehe, so ist's Klage.

Lieber Leser, wie stellst du dich zu der an dich herantretenden Gnade und Einladung deines Gottes? [Lies Joh. 3,14-17; Tit. 2,11-14.]

Johannes 3,14-17 -- 14 Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muß des Menschen Sohn erhöht werden, 15 auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 16 Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. / Titus 2,11-14 -- 11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und züchtigt uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes, Jesu Christi, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken.

(Dienstag, 15. April 1952)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 11.03.2019 16:33 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)