BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

51. Abrahams Knecht zieht in Nahors Stadt und betet um ein Erkennungszeichen, die richtige Frau für Isaak zu finden (1. Mose 24,10-14)


1. MOSE 24,12-14

12 und sprach: HERR, du Gott meines Herrn Abraham, begegne mir heute und tue Barmherzigkeit an meinem Herrn Abraham! 13 Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, und der Leute Töchter in dieser Stadt werden herauskommen, Wasser zu schöpfen. 14 Wenn nun eine Dirne kommt, zu der ich spreche: Neige deinen Krug, und laß mich trinken, und sie sprechen wird: Trinke, ich will deine Kamele auch tränken: das sei die, die du deinem Diener Isaak beschert hast, und daran werde ich erkennen, daß du Barmherzigkeit an meinem Herrn getan habest.

SPRÜCHE 3,5-6

5 Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; 6 sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.

Elieser weiß, daß um die Abendzeit die Frauen der Stadt zum Brunnen kommen, um Wasser zu schöpfen. Nun galt es, Auge und Ohr offen zu halten. Der gottesfürchtige Mann hat nicht das Zutrauen zu sich selbst, daß er aus eigener Vernunft und Kraft seinen Auftrag ausführen könnte. Was tut er nun? Er betet! Der Höchste Selbst soll ihm deutlich zeigen, was weiter zu geschehen hat. - Elieser ist einer von den Betern, die mit ihrem Gott gerade so offen und kindlich sprechen, wie es ihnen ums Herz ist. Er war an solchen Aufblick zu seinem himmlischen Herrn gewöhnt, und das Herzensgebet war ihm nicht fremd. Manche Christen sagen, sie hätten keinen stillen Raum zum Beten. Elieser fand Raum dazu am Brunnen, so wie der Apostel Paulus am Strand des Meeres. Der Prophet Jona betete sogar zu Gott aus dem Bauche des Haifisches, der ihn verschlungen hatte, und der Herr erhörte ihn auch von dort! [Lies Apg. 21,5; vgl. Jona 2,1-11.]

Apostelgeschichte 21,5 -- Und es geschah, da wir die Tage zugebracht hatten, zogen wir aus und reisten weiter. Und sie geleiteten uns alle mit Weib und Kindern bis hinaus vor die Stadt, und wir knieten nieder am Ufer und beteten. / Jona 2,1-11 -- 1 Aber der HERR verschaffte einen großen Fisch, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. 2 Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches. 3 Und sprach: Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir; ich schrie aus dem Bauche der Hölle, und du hörtest meine Stimme. 4 Du warfest mich in die Tiefe mitten im Meer, daß die Fluten mich umgaben; alle deine Wogen und Wellen gingen über mich, 5 daß ich gedachte, ich wäre von deinen Augen verstoßen, ich würde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen. 6 Wasser umgaben mich bis an mein Leben, die Tiefe umringte mich; Schilf bedeckte mein Haupt. 7 Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, die Erde hatte mich verriegelt ewiglich; aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott. 8 Da meine Seele bei mir verzagte, gedachte ich an den HERRN; und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. 9 Die da halten an dem Nichtigen, verlassen ihre Gnade. 10 Ich aber will mit Dank dir opfern, mein Gelübde will ich bezahlen; denn die Hilfe ist des HERRN. 11 Und der HERR sprach zum Fisch, und der spie Jona aus ans Land.

Du findest zum Beten und Flehen, zum Anrufen des Herrn überall Raum, wenn du ein betendes Herz hast. Ja, ein stilles, gesammeltes Herz kann mitten im Trubel und in der Unruhe des Alltags abgeschlossen sein und beten. - Elieser betet, weil er nichts anderes tun will als den Willen seines Herrn! Um was und in welcher Herzensstellung betest du? Eliesers Gebet war ein einfältiges, vertrauendes Gebet. Gott legt unser Gebet auf die Waagschale und prüft unser Herz. Viele Gebete, die gesprochen werden, sind nicht echt und kommen nicht aus tiefstem Herzen. Es gibt nichts, das zu klein ist, es vor den Herrn zu bringen, und auch nichts, was zu groß ist, als daß der Herr es tun könnte. (Lies .Röm. 8,26.27; Offbg. 8,3.4.)

Römer 8,26.27 -- 26 Desgleichen auch der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen. 27 Der aber die Herzen erforscht, der weiß, was des Geistes Sinn sei; denn er vertritt die Heiligen nach dem, das Gott gefällt. / Offenbarung 8,3.4 -- 3 Und ein andrer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes Räuchfaß; und ihm ward viel Räuchwerk gegeben, daß er es gäbe zum Gebet aller Heiligen auf den goldenen Altar vor dem Stuhl. 4 Und der Rauch des Räuchwerks vom Gebet der Heiligen ging auf von der Hand des Engels vor Gott

(Sonntag, 13. Januar 1952)

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