BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 433 (Abrahams Vorkehrungen, dass Isaak keine Kanaaniterin, sondern eine Frau aus seiner Verwandtschaft heiratet)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

49. Abrahams Vorkehrungen, dass Isaak keine Kanaaniterin, sondern eine Frau aus seiner Verwandtschaft heiratet (1. Mose 24,1-4)


1. MOSE 24,1-4

1 Abraham ward alt und wohl betagt, und der HERR hatte ihn gesegnet allenthalben. 2 Und er sprach zu dem ältesten Knecht seines Hauses, der allen seinen Gütern vorstand: Lege deine Hand unter meine Hüfte 3 und schwöre mir bei dem HERRN, dem Gott des Himmels und der Erde, daß du meinem Sohn kein Weib nehmest von den Töchtern der Kanaaniter, unter welchen ich wohne, 4 sondern daß du ziehst in mein Vaterland und zu meiner Freundschaft und nehmest meinem Sohn Isaak ein Weib.

5. MOSE 7,1-4.6

1 Wenn dich der HERR, dein Gott, in das Land bringt, darein du kommen wirst, es einzunehmen, und ausgerottet viele Völker vor dir her, die Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind denn du, 2 und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, daß du sie schlägst, so sollt ihr sie verbannen, daß du keinen Bund mit ihnen machest noch ihnen Gunst erzeigest. 3 Und sollst dich mit ihnen nicht befreunden: eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen, und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen euren Söhnen. 4 Denn sie werden eure Söhne mir abfällig machen, daß sie andern Göttern dienen; so wird dann des HERRN Zorn ergrimmen über euch und euch bald vertilgen. ... 6 Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott, dich hat der HERR, dein Gott erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.

Im letzten Kapitel haben wir Sara, die ehrwürdige Patriarchin, hinausbegleitet zur stillen Gruft. Abraham wie auch Isaak empfanden schmerzlich die Lücke, die durch ihren Heimgang entstanden war. Lange betrauerten sie die verstorbene Gattin und Mutter. Doch nach drei Jahren wünschte Abraham, daß in Saras Zelt wieder eine Hausfrau einziehe - daß Isaak eine Lebensgefährtin zur Seite gegeben werde, die ihm ebenbürtig sei. Abraham wußte, was ihm während seines ganzen Lebens Sara gewesen war; und daß sie ihm den Isaak geschenkt hatte, den Erben der göttlichen Verheißung. Sollten sich Gottes Verheißungen auch weiterhin erfüllen, so mußte Isaak eine Frau haben, die seine hohe Berufung wirklich teilte - die Isaaks Segnungen und Pflichten zu verstehen vermochte! Abraham handelte als ein weiser Vater, dem die Heirat seines Sohnes durchaus nicht einerlei ist, sondern der dieselbe unter Gottes Leitung herbeiführt. (Lies 1. Mose 27,46; 28,1-5.)

1. Mose 27,46 -- Und Rebekka sprach zu Isaak: Mich verdrießt, zu leben vor den Töchter Heth. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Töchter Heth wie diese, von den Töchtern des Landes, was soll mir das Leben?/ 1. Mose 28,1-5 -- 1 Da rief Isaak seinen Sohn Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Töchtern Kanaans 2 sondern mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir ein Weib daselbst von den Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter. 3 Aber der allmächtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, daß du werdest ein Haufe Völker, 4 und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, daß du besitzest das Land, darin du ein Fremdling bist, das Gott Abraham gegeben hat. 5 Also fertigte Isaak den Jakob ab, daß er nach Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter.

Wir sehen, wie ein Mann, der mit Gott wandelt und in einem Leben der Heiligung steht, sich auf allen Gebieten und in jeder Beziehung als ein Mensch Gottes beweist und bewährt! Abraham will durchaus nicht, daß Isaak etwa eine Kanaaniterin heiratet, denn die so tief gesunkenen Kanaaniter waren dem göttlichen Gericht und dem Untergang geweiht. Er ließ deshalb seinen getreuen Hausverwalter, den Elieser, schwören, daß er niemals dem Isaak eine Kanaaniterin als Gattin zuführe! Wie hätte auch Isaaks Leben und Haus nach dem heiligen Willen Gottes gestaltet werden können, wenn er sich mit einer Tochter des Landes Kanaan verbunden hätte. Gottes Wort sagt gerade im Blick auf die Verlobung und Verheiratung der Kinder Gottes: „Nur daß es in dem Herrn geschehe!“ [1. Kor. 7,39; lies 1. Kor. 7,25-38.]

1. Korinther 7,39 -- Ein Weib ist gebunden durch das Gesetz, solange ihr Mann lebt; so aber ihr Mann entschläft, ist sie frei, zu heiraten, wen sie will, nur, daß es im HERRN geschehe. / 1. Korinther 7,25-38 -- 25 Von den Jungfrauen aber habe ich kein Gebot des HERRN; ich sage aber meine Meinung, als der ich Barmherzigkeit erlangt habe vom HERRN, treu zu sein. 26 So meine ich nun, solches sei gut um der gegenwärtigen Not willen, es sei dem Menschen gut, also zu sein. 27 Bist du an ein Weib gebunden, so suche nicht los zu werden; bist du los vom Weibe, so suche kein Weib. 28 So du aber freist, sündigst du nicht; und so eine Jungfrau freit, sündigt sie nicht. Doch werden solche leibliche Trübsal haben; ich verschonte euch aber gern. 29 Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Weiter ist das die Meinung: Die da Weiber haben, daß sie seien, als hätten sie keine; und die da weinten, als weinten sie nicht; 30 und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die da kaufen, als besäßen sie es nicht; 31 und die diese Welt gebrauchen, daß sie dieselbe nicht mißbrauchen. Denn das Wesen dieser Welt vergeht. 32 Ich wollte aber, daß ihr ohne Sorge wäret. Wer ledig ist, der sorgt, was dem HERRN angehört, wie er dem HERRN gefalle; 33 wer aber freit, der sorgt, was der Welt angehört, wie er dem Weibe gefalle. Es ist ein Unterschied zwischen einem Weibe und einer Jungfrau: 34 welche nicht freit, die sorgt, was dem HERRN angehört, daß sie heilig sei am Leib und auch am Geist; die aber freit, die sorgt, was der Welt angehört, wie sie dem Manne gefalle. 35 Solches aber sage ich zu eurem Nutzen; nicht, daß ich euch einen Strick um den Hals werfe, sondern dazu, daß es fein zugehe und ihr stets ungehindert dem HERRN dienen könntet. 36 So aber jemand sich läßt dünken, es wolle sich nicht schicken mit seiner Jungfrau, weil sie eben wohl mannbar ist, und es will nichts anders sein, so tue er, was er will; er sündigt nicht, er lasse sie freien. 37 Wenn einer aber sich fest vornimmt, weil er ungezwungen ist und seinen freien Willen hat, und beschließt solches in seinem Herzen, seine Jungfrau also bleiben zu lassen, der tut wohl. 38 Demnach, welcher verheiratet, der tut wohl; welcher aber nicht verheiratet, der tut besser.

Ob dies wohl allen Gläubigen ganz klar und selbstverständlich ist?

(Samstag, 5. Januar 1952)

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