BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 422 (Abraham setzt an zur Opferung Isaaks, aber der Engel des Herrn verhindert seine Tötung)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

44. Abraham setzt an zur Opferung Isaaks, aber der Engel des Herrn verhindert seine Tötung (1. Mose 22,9-14)


1. MOSE 22,6-9.11-12

6 Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die beiden miteinander. 7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? 8 Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen beide miteinander. 9 Und als sie kamen an die Stätte, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz. ... 11 Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. 12 Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts; denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.

Wenn wir hier lesen, daß Isaak das Holz für das Opfer selbst zu tragen hatte, werden wir erinnert an die Leidensgeschichte Jesu: „Und Er trug Sein Kreuz!“ [Lies Joh. 19,17.]

Johannes 19,17 -- Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, welche heißt auf hebräisch Golgatha.

Sonst wurden die Opfertiere an der Seite des Altars geschlachtet und dann auf den Altar gebracht. Isaak aber wurde gebunden und lebendig auf das Holz gelegt – ein Vorbild auf das Opfer Jesu Christi, der lebendig ans Kreuz geschlagen und am Kreuz erhöht wurde. [Lies Joh. 3,14.15.]

Johannes 3,14-15 -- 14 Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muß des Menschen Sohn erhöht werden, 15 auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Im Blick auf Ihn hieß es wie beim Passahlamm: „Ihr sollt kein Bein an Ihm zerbrechen!“ [Lies Joh. 19,33-37; vgl. 2. Mose12,46; Ps. 34,19.20.]

Johannes 19,33-37 -- 33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; 34 sondern der Kriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. 35 Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr; und dieser weiß, daß er die Wahrheit sagt, auf daß auch ihr glaubet. 36 Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde: "Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen." 37 Und abermals spricht eine andere Schrift: "Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben." / 2. Mose 12,46 -- 46 In EINEM Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt kein Bein an ihm zerbrechen. / Psalm 34,19-20 (Lu 20-21) -- 20 Der Gerechte muß viel Leiden; aber der HERR hilft ihm aus dem allem. 21 Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, daß deren nicht eins zerbrochen wird.

Als Abraham auf den mächtigen Zuruf Gottes hin das Messer beiseitelegen und Isaak wieder losbinden durfte, da war es ihm, als ob er ihn aus dem Tode zurückerhalten hätte! Wir lesen in Hebr. 11,19: „Voll Vertrauen zu seinem Gott war Abraham, als er auf die Probe gestellt wurde, bereit, Isaak zu opfern und ihn, den einzigen Sohn, Gott als Opfer darzubringen, obwohl er die Verheißung künftiger Segnungen auf Erden gerade für Isaak empfangen hatte. War ihm doch zugesagt worden: In Isaak soll dir deine Nachkommenschaft erweckt werden. Ja Abraham war überzeugt, daß Gott die Macht habe, Isaak aus dem Tode wieder zu erwecken. Deshalb hat er ihn auch wie aus den Toten zurückerhalten!“ – Diese große Erleben auf dem Berge Morija war ein bedeutsames Gleichnis auf Christus, der tatsächlich den schrecklichen Opertod erlitt, dann jedoch siegreich auferstand und nach 40 Tagen zum Himmel erhöht wurde! Dort thront Er nun, erhaben über jedes Fürstentum, über jede Herrschaft – erhaben über alle Mächte und Gewalten, über alles, was hoch und herrlich genannt wird, nicht allein in dieser, sondern auch in dem zukünftigen Zeitalter!“ [Lies Eph. 1,18-23; Kol. 1.18-23.]

Epheser 1,18-23 -- 18 und erleuchtete Augen eures Verständnisses, daß ihr erkennen möget, welche da sei die Hoffnung eurer Berufung, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes bei seinen Heiligen, 19 und welche da sei die überschwengliche Größe seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mächtigen Stärke, 20 welche er gewirkt hat in Christo, da er ihn von den Toten auferweckt hat und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel 21 über alle Fürstentümer, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was genannt mag werden, nicht allein auf dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen; 22 und hat alle Dinge unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt zum Haupt der Gemeinde über alles, 23 welche da ist sein Leib, nämlich die Fülle des, der alles in allem erfüllt. / Kolosser 1,18-23 -- 18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde; er, welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß er in allen Dingen den Vorrang habe. 19 Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte 20 und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz, durch sich selbst. 21 Und euch, die ihr weiland Fremde und Feinde waret durch die Vernunft in bösen Werken, 22 hat er nun versöhnt mit dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, auf daß er euch darstellte heilig und unsträflich und ohne Tadel vor ihm selbst; 23 so ihr anders bleibet im Glauben, gegründet und fest und unbeweglich von der Hoffnung des Evangeliums, welches ihr gehört habt, welches gepredigt ist unter aller Kreatur, die unter dem Himmel ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.

(Dienstag, 13. November 1951)

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Zuletzt geändert am 17.04.2014 17:47 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)