BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 371 (Lot streitet mit den Sodomitern und wird von den Engeln gerettet)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

28. Lot streitet mit den Sodomitern und wird von den Engeln gerettet (1. Mose 19,6-11)


1. MOSE 19,9-11

9 Sie aber sprachen: Geh hinweg! und sprachen auch: Du bist der einzige Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich übler plagen denn jene. Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tür aufbrechen, 10 griffen die Männer hinaus und zogen Lot hinein zu sich ins Haus und schlossen die Tür zu. 11 Und die Männer vor der Tür wurden mit Blindheit geschlagen, klein und groß, bis sie müde wurden und die Tür nicht finden konnten.

HESEKIEL 16,49.50

49 Siehe, das war deiner Schwester Sodom Missetat: Hoffart und alles vollauf und guter Friede, den sie und ihre Töchter hatten; aber den Armen und Dürftigen halfen sie nicht, 50 sondern waren stolz und taten Greuel vor mir; darum ich sie auch weggetan habe, da ich begann dareinzusehen.

Die Sodomiter hörten auf keine Zurechtweisung mehr. Und damit kommen wir auf eine Hauptsünde dieser Leute. Der Prophet Hesekiel nennt sie Hoffart. Als Lot hier die Sodomiter ermahnte, nicht so übel zu tun, da riefen sie ihm zu: „Geh weg! Du bist ja der einzige Fremdling hier und willst gar regieren?“ Das war freilich Hoffart, gekränkter Stolz, der sich von niemand zurechtweisen oder vor der Sünde warnen lassen will. Diese Leute in Sodom wollten sich, wie die Leute zu Noahs Zeiten, vom Geist Gottes nicht mehr strafen lassen! Den einzigen, der sie noch zurechtweisen konnte, wollten sie nicht mehr unter sich dulden und riefen ihm zu: „Geh weg!“ [Lies Spr. 6,23; 15,12.24; 10,17; vgl. 2. Chron. 25,14-16.]

Sprüche 6,23 -- Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein Licht, und die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens. / Sprüche 15,12.24 -- 12 Der Spötter liebt den nicht, der ihn straft, und geht nicht zu den Weisen. ... 24 Der Weg des Lebens geht überwärts für den Klugen, auf daß er meide die Hölle unterwärts. / Sprüche 10,17 -- Die Zucht halten ist der Weg zum Leben; wer aber der Zurechtweisung nicht achtet, der bleibt in der Irre. / 2. Chronik 25,14-16 --14 Und da Amazja wiederkam von der Edomiter Schlacht, brachte er die Götter der Kinder Seir und stellte sie sich zu Göttern und betete an vor ihnen und räucherte ihnen. 15 Da ergrimmte der Zorn des HERRN über Amazja, und er sandte den Propheten zu ihm; der sprach zu ihm: Warum suchst du die Götter des Volks, die ihr Volk nicht konnten erretten von deiner Hand? 16 Und da er mit ihm redete, sprach er zu ihm: Hat man dich zu des Königs Rat gemacht? Höre auf; warum willst du geschlagen sein? Da hörte der Prophet auf und sprach: Ich merke wohl, daß Gott sich beraten hat, dich zu verderben, weil du solches getan hast und gehorchst meinem Rat nicht.

Der alleinige Weg, die Weltkinder von ihrer Sünde überführen zu können, besteht darin, daß man sich gänzlich von ihnen trennt – und zwar in der sittlichen Kraft der Gnade, nicht aber in der hochmütigen Gesinnung eines Pharisäers. Die Weltkinder von ihren bösen Wegen überführen und sie davon retten zu wollen, während man des eigenen Nutzens halber mit ihnen verbunden bleibt, ist ein eitles Unternehmen. Auf ein solches Zeugnis und dergleichen Überführung legt die Welt wenig Wert! Die Heilige Schrift und die praktische Erfahrung beweisen es ganz klar: Wenn du andere Menschen retten und ihnen ein wirksames und einladendes Zeugnis sein willst, so mußt du selbst auf festem Boden stehen, und Gott ähnlich sein, sonst ziehen sie dich mit sich in den Schlamm hinunter! Der Apostel Judas ruft uns zu: „Mit dem Schwankenden und Zweifelnden habt Erbarmen, und die Streitenden weist zurecht!“ Sucht sie zu überführen; ja, reißt sie wie ein schon brennendes Stück Holz aus dem Feuer und rettet sie! Doch seid dabei auf eurer Hut und verabscheut selbst das vom Fleisch befleckte Kleid!“ [Lies 1. Kor. 15,33.34; Spr. 24,11.12.]

1. Korinther 15,33.34 -- 33 Lasset euch nicht verführen! Böse Geschwätze verderben gute Sitten. 34 Werdet doch einmal recht nüchtern und sündigt nicht! Denn etliche wissen nichts von Gott; das sage ich euch zur Schande. / Sprüche 24,11.12 --11 Errette die, so man töten will; und entzieh dich nicht von denen, die man würgen will. 12 Sprichst du: "Siehe, wir verstehen's nicht!" meinst du nicht, der die Herzen wägt, merkt es, und der auf deine Seele achthat, kennt es und vergilt dem Menschen nach seinem Werk?

(Freitag, 6. April 1951)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 16.03.2014 20:51 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)