BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 361 (Abraham versucht vergeblich, das Gericht des HERRN über Sodom abzuwenden)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

26. Abraham versucht vergeblich, das Gericht des HERRN über Sodom abzuwenden (1. Mose 18,20-32)


1. MOSE 18,22-24

22 Und die Männer wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber Abraham blieb stehen vor dem HERRN 23 und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? 24 Es mögen vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen, die darin wären?

HESEKIEL 22,30

30 Ich suchte unter ihnen, ob jemand sich zur Mauer machte und wider den Riß stünde vor mir für das Land, daß ich's nicht verderbte; aber ich fand keinen.

Womit war Abraham beschäftigt in der Gegenwart des Herrn? Er verwandte sich fürbittend für die gottlosen Städte bei Ihm. Fürbitte ist eine Herzenssache, die der Heilige Geist immer wieder in uns weckt, und die Gottes eigene Liebe uns aufs Herz legt. Wer den heiligen Kampf, wie er uns in Eph. 6,10-20 gezeigt und gelehrt wird, kämpft und führt – wer wirklich die volle Waffenrüstung Gottes anlegt und gebrauchen lernt, der vermag für all seine Mitgläubigen zu flehen, für alle Heiligen zu beten

Epheser 6,10-20 -- 10 Zuletzt, meine Brüder, seid stark in dem HERRN und in der Macht seiner Stärke. 11 -Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels. 12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Um deswillen ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten möget. 14 So stehet nun, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit 15 und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösewichtes; 17 und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. 18 Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist, und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen 19 und für mich, auf daß mir gegeben werde das Wort mit freudigem Auftun meines Mundes, daß ich möge kundmachen das Geheimnis des Evangeliums, 20 dessen Bote ich bin in der Kette, auf daß ich darin freudig handeln möge und reden, wie sich's gebührt.

Wir lernen hier den Erfolg kraftvoller Fürbitte und ringenden Gebetskampfes zu ermessen! Wie hätte Abraham wohl in sein Zelt zurückkehren und ruhen können, nachdem er aus dem Munde des Herrn vernommen hatte, was jetzt über Sodom und Gomorra kommen mußte. Abraham konnte nicht einfach Gott danken, daß er gerettet war, und die Gottlosen Städte ihrem Schicksal überlassen. O nein, sein Herz konnte gar nicht anders als heilige und ringende Gebete bei Gott einzusetzen! – Je tiefer und inniger unsere Gemeinschaft mit Gott ist, desto inbrünstiger wird unser Flehen für die verlorenen Menschen: „Ihr, die ihr den Herrn erinnert, gönnt euch keine Ruhe und laßt Ihm keine Ruhe, bis Er Jerusalem befestigt, und bis Er Seine Kinder zum Ruhm macht auf Erden!“ [Lies Jes. 62,6.7; Klag. 2,19.]

Jesaja 62,6.7 -- 6 O Jerusalem, ich will Wächter auf deine Mauern bestellen, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stillschweigen sollen und die des HERRN gedenken sollen, auf daß bei euch kein Schweigen sei 7 und ihr von ihm nicht schweiget, bis daß Jerusalem zugerichtet und gesetzt werde zum Lobe auf Erden. / Klagelieder 2,19 -- Stehe des Nachts auf und schreie; schütte dein Herz aus in der ersten Wache gegen den HERRN wie Wasser; hebe deine Hände gegen ihn auf um der Seelen willen deiner jungen Kinder, die vor Hunger verschmachten vorn an allen Gassen!

Die Welt um uns her reift immer mehr für das Gericht. Da sucht der Herr Menschen, die mit starkem Glauben, mit Liebe und Zuversicht vor Ihm flehen. Im Propheten Jesaja klagt Gott, daß Er unter Seinem Volk niemand gefunden hat, der für die anderen in den Riß getreten wäre. Wollen wir heute in den Riß treten und uns wirklich dauernd aufopfern in ringendem Flehen vor Gott? [Lies Ps. 106,12-23.]

Psalm 106,12-23 -- 12 Da glaubten sie an seine Worte und sangen sein Lob. 13 Aber sie vergaßen bald seiner Werke; sie warteten nicht auf seinen Rat. 14 Und sie wurden lüstern in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde. 15 Er aber gab ihnen ihre Bitte und sandte ihnen genug, bis ihnen davor ekelte. 16 Und sie empörten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den Heiligen des HERRN. 17 Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan und deckte zu die Rotte Abirams, 18 und Feuer ward unter ihrer Rotte angezündet, die Flamme verbrannte die Gottlosen. 19 Sie machten ein Kalb am Horeb und beteten an das gegossene Bild 20 und verwandelten ihre Ehre in ein Gleichnis eines Ochsen, der Gras frißt. 21 Sie vergaßen Gottes, ihres Heilands, der so große Dinge in Ägypten getan hatte, 22 Wunder im Lande Hams und schreckliche Werke am Schilfmeer. 23 Und er sprach, er wolle sie vertilgen, wo nicht Mose, sein Auserwählter, in den Riß getreten wäre vor ihm, seinen Grimm abzuwenden, auf daß er sie nicht gar verderbte.

(Donnerstag, 25. Januar 1951)

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