BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 362 (Abraham versucht vergeblich, das Gericht des HERRN über Sodom abzuwenden)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

26. Abraham versucht vergeblich, das Gericht des HERRN über Sodom abzuwenden (1. Mose 18,20-32)


1. MOSE 18,23.24

23 und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? 24 Es mögen vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen, die darin wären?

PHILIPPER 4,6.7

6 Sorget nicht! Sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. 7 Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!

Abraham blieb noch stehen vor dem Herrn! Auch uns wird zugerufen: „Bleibt betend in Fühlung mit Gott!“ Jeder Heilige muß ein Kämmerlein haben, dessen Tür er schließen, und in welchem er zu seinem Vater beten kann, der im Verborgenen wohnt. Bemitleidenswert ist der Mensch, der nicht allein zu sein vermag mit seinem himmlischen Herrn; elend der, welcher es nicht wagt, Gott Auge in Auge zu begegnen und sein ganzes Herz vor Ihm auszuschütten! Die Schrift ruft uns zu: „Vertrauet auf den Herrn allezeit, o Volk! Schüttet vor Ihm aus euer Herz!“ [Ps. 62,8.] Abrahams Gebet war hier ein anhaltendes und andauerndes Flehen. Unsere Geschichte zu lesen, bedarf nur wenige Augenblicke; doch was wir hier hören, kann Stunden gewährt haben. Es war ein ringender, heißer Kampf, den Abraham kämpfte vor seinem Gott. [Lies 1. Mose 32,22-32.]

1.Mose 32,22-32 -- 22 Also ging das Geschenk vor ihm her, aber er blieb dieselbe Nacht beim Heer 23 und stand auf in der Nacht und nahm seine zwei Weiber und die zwei Mägde und seine elf Kinder und zog an die Furt des Jabbok, 24 nahm sie und führte sie über das Wasser, daß hinüberkam, was er hatte, 25 und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. 26 Und da er sah, daß er ihn nicht übermochte, rührte er das Gelenk seiner Hüfte an; und das Gelenk der Hüfte Jakobs ward über dem Ringen mit ihm verrenkt. 27 Und er sprach: Laß mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 28 Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob. 29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und bist obgelegen. 30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. 31 Und Jakob hieß die Stätte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen. 32 Und als er an Pniel vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte.

Die höchsten Höhen des Gebets vermögen wir nicht geschwind in einem Anlauf zu ersteigen! Es bedarf der Ausdauer, der Mühe und des Kampfes, der anhaltenden Anstrengung, wenn wir in der Stille den Gipfel der Gemeinschaft mit Gott erreichen wollen. Selbstverständlich ist unser Gott stets bereit, jene Gebete zu hören und zu erhören, die wir den Tag hindurch wie Notsignale zu Ihm hinaufsenden; doch wir können nicht in der Gewohnheit solcher Stoßgebete verharren, wenn wir nicht auch zu seiner bestimmten Zeit das anhaltende Gebet üben. Wie viel Verluste erleben wir, weil wir das Verharren im Gebet nicht lernen! Wir verweilen oft nicht lange genug im Hafen, um die Schiffe zurückkehren zu sehen, beladen mit den Erhörungen, die wir erfleht haben. Je inniger wir in der Gegenwart unsere himmlischen Königs vertraut werden – je mehr wir Seine Liebe und Herrlichkeit glaubend verstehen, desto höher stecken wir unser Ziel im Gebet! [Lies Luk. 11,5-10; 18,1-8.]

Lukas 11,5-10 -- 5 Und er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, der einen Freund hat und ginge zu ihm zu Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber Freund, leihe mir drei Brote; 6 denn es ist mein Freund zu mir gekommen von der Straße, und ich habe nicht, was ich ihm vorlege; 7 und er drinnen würde antworten und sprechen: Mache mir keine Unruhe! die Tür ist schon zugeschlossen, und meine Kindlein sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir geben. 8 Ich sage euch: Und ob er nicht aufsteht und gibt ihm, darum daß er sein Freund ist, so wird er doch um seines unverschämten Geilens willen aufstehen und ihm geben, wieviel er bedarf. 9 Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 10 Denn wer da bittet, der nimmt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. / Lukas 18,1-8 -- 1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden solle, 2 und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen. 3 Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! 4 Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue, 5 dieweil aber mir diese Witwe so viel Mühe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und betäube mich. 6 Da sprach der HERR: Höret hier, was der ungerechte Richter sagt! 7 Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen? 8 Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?

(Freitag, 26. Januar 1951)

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