BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 346 (Drei Männer, die der HERR sind, erscheinen Abraham und werden von ihm bewirtet)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

23. Drei Männer, die der HERR sind, erscheinen Abraham und werden von ihm bewirtet (1. Mose 18,1-8)


1. MOSE 18,1-5

1 Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, da saß er an der Tür seiner Hütte, da der Tag am heißesten war. 2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seiner Hütte und bückte sich nieder zur Erde 3 und sprach: HERR, habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe nicht an deinem Knecht vorüber. 4 Man soll euch ein wenig Wasser bringen und eure Füße waschen, und lehnt euch unter den Baum. 5 Und ich will einen Bissen Brot bringen, daß ihr euer Herz labt; darnach sollt ihr fortgehen. Denn darum seid ihr zu eurem Knecht gekommen. Sie sprachen: Tue wie du gesagt hast.

JOHANNES 14,21-24

21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. 22 Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: HERR, was ist's, daß du dich uns willst offenbaren und nicht der Welt? 23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. 24 Wer mich aber nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.

Unser Kapitel zeigt uns, was wir ja überhaupt bei Abraham sehen, daß ein gehorsames Kind Gottes eine Art und eine Tiefe der Gemeinschaft mit Gott genießt, die ungehorsamen Gläubigen völlig unbekannt bleibt, weil sie sich in einer mehr weltlichen Atmosphäre bewegen. Die neue Stellung und das ewige Leben ist allerdings jedem wahrhaft Wiedergeborenen für ewig gesichert. Dennoch müssen wir sagen: Ein Kind Gottes sein oder ein gehorsames Kind Gottes sein, ist bei weitem nicht immer das gleiche. Ein richtiger Vater hat Wohlgefallen an seinem gehorsamen Kinde. In zunehmender Weise wird er es zum Vertrauten seines Herzens und seiner Gedanken machen. Ja wirklich, bei seinem gehorsamen Kinde findet er zunehmendes Verständnis und innerste Zustimmung! – Unserem himmlischen Vater liegt so unendlich viel daran, bei uns im tiefsten Herzen Verständnis zu finden für Seine erhabenen Pläne, für Seine höchsten Ziele in Seinem Königreich! Der Sohn Gottes spricht: „Wer mich wirklich liebt, der wird Mein Wort halten, und Mein Vater wird ihm Seine ganze Liebe erzeigen! Ja, Wir werden zu ihm kommen und bleibend bei ihm wohnen.“ Lieber Bruder, liebe Schwester, beweisest du tatsächlich Tag für Tag dem Vater und dem Herrn Jesus deine dankbare Huldigung und Liebe damit, daß du die göttlichen Offenbarungen und Befehle beständig zur Richtschnur deines Denkens und deines stündlichen Handeln machst? – Wir denken hier an die höchst eindrucksvolle Geschichte von den zwei Söhnen im Matthäus 21,28-32.

Matthäus 21,28-32 -- 28 Was dünkt euch aber? Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberg. 29 Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Darnach reute es ihn und er ging hin. 30 Und er ging zum andern und sprach gleichalso. Er antwortete aber und sprach: HERR, ja! - und ging nicht hin. 31 Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Die Zöllner und Huren mögen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr. 32 Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Buße, daß ihr ihm darnach auch geglaubt hättet.

Welchen Wert hat es, wenn ein Gläubiger zum Herrn spricht: „Ja, Herr, ich gehe!“ oder: „Ich tue es!“ aber sein Herz denkt nicht daran, den Befehl oder die Anordnung des Herrn sofort in die praktische Tat umzusetzen! [Lies Jak. 2,14-26.]

Jakobus 2,14-26 -- 14 Was hilfst, liebe Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? 15 So aber ein Bruder oder eine Schwester bloß wäre und Mangel hätte der täglichen Nahrung, 16 und jemand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch und sättiget euch! ihr gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe ihnen das? 17 Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. 18 Aber es möchte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken. 19 Du glaubst, daß ein einiger Gott ist? Du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern. 20 Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke tot sei? 21 Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht geworden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? 22 Da siehst du, daß der Glaube mitgewirkt hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden; 23 und ist die Schrift erfüllt, die da spricht: "Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet," und er ward ein Freund Gottes geheißen. 24 So sehet ihr nun, daß der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. 25 Desgleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht geworden, da sie die Boten aufnahm und ließ sie einen andern Weg hinaus? 26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot.

(Mittwoch, 10. Januar 1951)

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