BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 293 (Streit zwischen den Hirten Abrams und Lots und der Lösungsvorschlag Abrams)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

8. Streit zwischen den Hirten Abrams und Lots und der Lösungsvorschlag Abrams (1. Mose 13,5-9)


1. MOSE 13,7.8

7 Und es war immer Zank zwischen den Hirten über Abrams Vieh und zwischen den Hirten über Lots Vieh. So wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Pheresiter im Lande. 8 Da sprach Abram zu Lot: Laß doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Gebrüder.

PSALM 52,7-9 (Lu 9-10)

9 Siehe, das ist der Mann, der Gott nicht für seinen Trost hielt, sondern verließ sich auf seinen großen Reichtum und war mächtig, Schaden zu tun. 10 Ich aber werde bleiben wie ein grüner Ölbaum im Hause Gottes, verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewiglich. 11 Ich danke dir ewiglich, denn du kannst's wohl machen; ich will harren auf deinen Namen, denn deine Heiligen haben Freude daran.

Wenn Gläubige untereinander in Unfrieden und Streit geraten, besonders auch im Blick auf „Mein“ und „Dein“, so sind nicht nur die äußeren Verhältnisse Schuld, sondern vor allem die Selbstsucht und der Ehrgeiz, wie auch Rechthaberei, Machtgelüste oder Geldgier im Herzen. Irdische Gesinnung macht sich geltend, und die himmlische Gesinnung wird häufig dabei erstickt. An sich ist irdischer Besitz für wahre Christen nicht unerlaubt, aber doch sehr gefährlich. Das menschliche Herz ist eben sehr geneigt zur Habsucht. Die Schrift sagt: „Die, welche darauf ausgehen, reich zu werden, geraten in Versuchung und allerlei Schlingen, sowie in viele törichte und schädliche Begierden. Auf solche Weise stürzen sich die Menschen in Untergang und Verderben; denn eine Wurzel alles Bösen ist die Liebe zum Geld!“ (Lies 1. Tim. 6,3-11; [Spr. 15,27; 2. Kön. 5,17-25.])

1. Timotheus 6,3-11 -- 3 So jemand anders lehrt und bleibt nicht bei den heilsamen Worten unsers HERRN Jesu Christi und bei der Lehre, die gemäß ist der Gottseligkeit, 4 der ist aufgeblasen und weiß nichts, sondern hat die Seuche der Fragen und Wortkriege, aus welchen entspringt Neid, Hader, Lästerung, böser Argwohn. 5 Schulgezänke solcher Menschen, die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe. Tue dich von solchen! 6 Es ist aber ein großer Gewinn, wer gottselig ist und lässet sich genügen. 7 Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum offenbar ist, wir werden auch nichts hinausbringen. 8 Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so lasset uns genügen. 9 Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel törichte und schädliche Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis. 10 Denn Geiz ist eine Wurzel alles Übels; das hat etliche gelüstet und sind vom Glauben irregegangen und machen sich selbst viel Schmerzen. 11 Aber du, Gottesmensch, fliehe solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut; / Sprüche 15,27 -- Der Geizige verstört sein eigen Haus; wer aber Geschenke haßt, der wird leben. / 2. Könige 5,17-25 -- 17 Und da die Philister hörten, daß man David zum König über Israel gesalbt hatte, zogen sie alle herauf, David zu suchen. Da das David erfuhr, zog er hinab in eine Burg. 18 Aber die Philister kamen und ließen sich nieder im Grunde Rephaim. 19 Und David fragte den HERRN und sprach: Soll ich hinaufziehen wider die Philister? und willst du sie in meine Hand geben? Der HERR sprach zu David: Zieh hinauf! ich will die Philister in deine Hände geben. 20 Und David kam gen Baal-Perazim und schlug sie daselbst und sprach: Der HERR hat meine Feinde vor mir voneinander gerissen, wie die Wasser reißen. Daher hieß man den Ort Baal-Perazim. 21 Und sie ließen ihre Götzen daselbst; David aber und seine Männer hoben sie auf. 22 Die Philister aber zogen abermals herauf und ließen sich nieder im Grunde Rephaim. 23 Und David fragte den HERRN; der sprach: Du sollst nicht hinaufziehen, sondern komm von hinten zu ihnen, daß du an sie kommst gegenüber den Maulbeerbäumen. 24 Und wenn du hörst das Rauschen auf den Wipfeln der Maulbeerbäume einhergehen, so eile; denn der HERR ist dann ausgegangen vor dir her, zu schlagen das Heer der Philister. 25 David tat, wie ihm der HERR geboten hatte, und schlug die Philister von Geba an, bis man kommt gen Geser.

Wie oft doch entstehen Erbschaftsstreitigkeiten unter Menschen, die vorher in Liebe verbunden waren! Wirklich, es ist schwer, irdische Güter und Ehren ohne Schaden für die Seele zu besitzen, und doch ist dies nicht unmöglich! Die Schrift sagt allerdings: „Leichter ist es, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als daß ein Reicher in das himmlische Königreich eingehe!“ (Lies Matth. 19,23-26.)

Matthäus 19,23-26 -- 23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen. 24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. 25 Da das seine Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann denn selig werden? 26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.

Dennoch darf man von keinem Reichen sagen oder denken: Es ist unmöglich für ihn, ein wahrer Mensch Gottes zu werden! Wir wollen nur achten auf die Mahnung der Schrift: „Fällt euch Reichtum zu, so hängt euer Herz nicht daran!“ Der Apostel Paulus schreibt: Eins muß ich euch sagen, meine lieben Brüder und Schwestern, die Zeit bis zur Wiederkunft des Herrn Jesu ist nur noch kurz; deshalb sollen die, welche sich der Welt, ihrer Güter und Einrichtungen bedienen, innerlich so gelöst davon sein, als brauchten sie das alles nicht! Die Welt, wie wir sie jetzt um uns her sehen, ist ja von Gott aus schon dem Untergang geweiht!“

(Donnerstag, 13. Juli 1950)

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