BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
C. NOAH und seine Nachkommen (1. Mose 6,1 - 11,9)

13. Gottes Gebote an Noah und seine Nachkommen (1. Mose 9,1-7)


1. MOSE 9,3-7

3 Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben. 4 Allein eßt das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut. 5 Auch will ich eures Leibes Blut rächen und will's an allen Tieren rächen und will des Menschen Leben rächen an einem jeglichen Menschen als dem, der sein Bruder ist. 6 Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. 7 Seid fruchtbar und mehrt euch und regt euch auf Erden, daß euer viel darauf werden.

OFFENBARUNG 13,9.10

9 Hat jemand Ohren, der höre! 10 So jemand in das Gefängnis führt, der wird in das Gefängnis gehen; so jemand mit dem Schwert tötet, der muß mit dem Schwert getötet werden. Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen.

Hier in Vers 5 tritt uns der ungeheure Wert, den jeder Mensch in Gottes Augen hat, in seltener Weise ans Licht. Vor Noah lag eine Welt mit den größten Entfaltungsmöglichkeiten, mit den reichsten Schätzen, mit eine Überfülle von Leben, von fruchtbarem Blühen und Gedeihen! Und alles war für den Menschen bestimmt, alles stand zu seiner Verfügung. Allein über den Mitmenschen, über jedes Geschöpf, welches nach Gottes Bild geschaffen ist, hat der Mensch kein Verfügungsrecht. Ja, er hat es auch nicht über sich selbst, denn der Mensch – jeder Mensch – ist Gottes Eigentum! Wer daher dem Nächsten oder sich selbst bewußt das Leben nimmt, der ist für solch furchtbare Tat Gott voll und ganz verantwortlich und aufs äußerste schuldig. Denn jede Minute eines Menschenlebens ist dem Herrn heilig und teuer. Wer nun sich oder anderen diese Minuten verkürzt, den zieht Gott, der Heilige, zur Rechenschaft! Es gibt da kein Entfliehen, entweder kommt das Gericht und trifft und straft den Mörder, oder aber der Frevler beugt sich in voller Sinnesänderung und Buße freiwillig unter seine furchtbare Schuld, trägt demütig seine schwere Strafe und findet Vergebung und Gnade bei Gott. Es ist Gottes heilige Anordnung und offenbart Gottes Zorn und Gericht, daß sowohl im Alten Testament wie auch im Neuen Testament das Gesetz gilt: „Wer Menschenblut vergießt, durch Menschen soll sein Blut vergossen werden!“ Die Obrigkeit trägt das Richtschwert nicht umsonst. Als Gottes Dienerin ist sie ja die Vergelterin, die das Strafgericht vollzieht an jedem, der Böses tut!“[Lies 2. Mose 21,12-14; 3. Mose 24,17; 1. Kön. 2,5.6.28-34.]

2. Mose 21,12-14 -- 12 Wer einen Menschen schlägt, daß er stirbt, der soll des Todes sterben. 13 Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat ihn lassen ungefähr in seine Hände fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen soll. 14 Wo aber jemand seinem Nächsten frevelt und ihn mit List erwürgt, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, daß man ihn töte. / 3. Mose 24,17 -- 17 Wer irgend einen Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben. / 1. Könige 2,5.6.28-34 -- 5 Auch weißt du wohl, was mir getan hat Joab, der Sohn der Zeruja, was er tat den zwei Feldhauptmännern Israels, Abner dem Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jethers, die er erwürgt hat und vergoß Kriegsblut im Frieden und tat Kriegsblut an seinen Gürtel, der um seine Lenden war, und an seine Schuhe, die an seinen Füßen waren. ... 28 Und dies Gerücht kam vor Joab; denn Joab hatte an Adonia gehangen, wiewohl nicht an Absalom. Da floh Joab in die Hütte des HERRN und faßte die Hörner des Altars. 29 Und es ward dem König Salomo angesagt, daß Joab zur Hütte des HERRN geflohen wäre, und siehe, er steht am Altar. Da sandte Salomo hin Benaja, den Sohn Jojadas, und sprach: Gehe, schlage ihn! 30 Und da Benaja zur Hütte des HERRN kam, sprach er zu ihm: So sagt der König: Gehe heraus! Er sprach: Nein, hier will ich sterben. Und Benaja sagte solches dem König wieder und sprach: So hat Joab geredet, und so hat er mir geantwortet. 31 Der König sprach zu ihm: Tue, wie er geredet hat, und schlage ihn und begrabe ihn, daß du das Blut, das Joab ohne Ursache vergossen hat, von mir tust und von meines Vaters Hause; 32 und der HERR bezahle ihm sein Blut auf seinen Kopf, daß er zwei Männer erschlagen hat, die gerechter und besser waren denn er, und hat sie erwürgt mit dem Schwert, daß mein Vater David nichts darum wußte: Abner, den Sohn Ners, den Feldhauptmann über Israel, und Amasa, den Sohn Jethers, den Feldhauptmann über Juda; 33 daß ihr Blut bezahlt werde auf den Kopf Joabs und seines Samens ewiglich, aber David und sein Same, sein Haus und sein Stuhl Frieden habe ewiglich von dem HERRN. 34 Und Benaja, der Sohn Jojadas, ging hinauf und schlug ihn und tötete ihn. Und er ward begraben in seinem Hause in der Wüste.

Unser Herr und Heiland Selbst bestätigt diese außerordentlich ernste Verordnung Gottes, indem Er zu Petrus sprach: „Stecke dein Schwert in die Scheide, denn wer zum Schwert greift wird auch durch das Schwert umkommen! [Matth. 26,51.52.]

Matthäus 26,51.52 -- 51 Und siehe, einer aus denen, die mit Jesus waren, reckte die Hand aus und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. 52 Da sprach Jesus zu ihm; Stecke dein Schwert an seinen Ort! denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.

(Sonntag, 29. Januar 1950)

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Zuletzt geändert am 30.12.2013 22:20 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)