BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 226 (Die Sintflut: vierzig Tage Regen, Überflutung der Berge und Vertilgung allen Lebens)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
C. NOAH und seine Nachkommen (1. Mose 6,1 - 11,9)

8. Die Sintflut: vierzig Tage Regen, Überflutung der Berge und Vertilgung allen Lebens (1. Mose 7,10-24)


1. MOSE 7,10-12.17-24

10 Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewässer der Sintflut auf Erden. 11 In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noahs, am siebzehnten Tage des zweiten Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen der großen Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels, 12 und kam ein Regen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte. ... 17 Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben den Kasten auf und trugen ihn empor über die Erde. 18 Also nahm das Gewässer überhand und wuchs sehr auf Erden, daß der Kasten auf dem Gewässer fuhr. 19 Und das Gewässer nahm überhand und wuchs so sehr auf Erden, daß alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. 20 Fünfzehn Ellen hoch ging das Gewässer über die Berge, die bedeckt wurden. 21 Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Vögeln, an Vieh, an Tieren und an allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen. 22 Alles, was einen lebendigen Odem hatte auf dem Trockenen, das starb. 23 Also ward vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und das Gewürm und auf die Vögel unter dem Himmel; das ward alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb übrig und was mit ihm in dem Kasten war. 24 Und das Gewässer stand auf Erden hundertundfünfzig Tage.

1. PETRUS 2,4.5

4 zu welchem ihr gekommen seid als zu dem lebendigen Stein, der von Menschen verworfen ist, aber bei Gott ist er auserwählt und köstlich. 5 Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichem Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum.

Wir wollen die oben zuerst angegebenen drei Verse aus 1. Mose 7 mit besonderer Aufmerksamkeit und Ergriffenheit lesen. Hier wird uns ja das gewaltige Weltereignis der großen Flut mit erstaunlicher Deutlichkeit beschrieben. Sie kam als ein erschütterndes Strafgericht Gottes über die gesamte Erdkugel und brachte die ganze damalige Menschheit um, so daß niemand übrig blieb als nur Noah und seine Familie. [Lies Hiob 22,15.16; vgl. 2. Petr. 3,5-7.]

Hiob 22,15.16 -- 15 Achtest du wohl auf den Weg, darin vorzeiten die Ungerechten gegangen sind? 16 die vergangen sind, ehe denn es Zeit war, und das Wasser hat ihren Grund weggewaschen; / 2. Petrus 3,5-7 -- 5 und hat nicht verschont die vorige Welt, sondern bewahrte Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, selbacht und führte die Sintflut über die Welt der Gottlosen; 6 und hat die Städte Sodom und Gomorra zu Asche gemacht, umgekehrt und verdammt, damit ein Beispiel gesetzt den Gottlosen, die hernach kommen würden; 7 und hat erlöst den gerechten Lot, welchem die schändlichen Leute alles Leid taten mit ihrem unzüchtigen Wandel;

Vierzig Tage dauerten die schrecklichen Regengüsse: „Die Fenster des Himmels taten sich auf“, und die riesigen Wassermassen stürzten wie Ströme herab. Zugleich öffneten sich die verborgenen Schlünde „und die Brunnen der Tiefe“, die unter der noch lockeren Erdoberfläche strömenden Wasseradern, brachen hervor. Der Erdball krachte und bebte, und wild brausten und wirbelten die Wasser durcheinander. Gewaltige Steinkolosse wurden wie Kieselsteine von den Höhen gerissen und weit hinausgeschleudert. Ungeheure Schuttmassen wurden weggeschwemmt. Tier- und Menschenleiber, Felsblöcke und Trümmer jeder Art – alles wirbelte auf dem entfesselten Weltmeer dahin! Das Wasser stieg und stieg bis über die höchsten Berge und Höhen der Erde. Alles was lebte, Menschen, Tiere und Pflanzen starben. Wie Bergeslasten lagerten die Wasser auf der Erdoberfläche, preßten deren Schichten fest zusammen und veränderten gänzlich das Angesicht der Erde! Zugleich trat eine außerordentliche Abkältung der Erdrinde ein, die am Nordpol und am Südpol so stark wurde, daß plötzliche Eisbildung eintrat und die Riesentiere der Urzeit mit Haut und Haaren darin eingeschlossen und bis auf unsere Tage erhalten wurden. – Unleugbare Spuren dieser Weltüberschwemmung sind also in den verschiedenen Weltgegenden gefunden worden und werden beständig weiter entdeckt. Wir denken an die Kordilleren, dieses gewaltige Gebirge, das Südamerika von den Feuerlandinseln im Süden bis zur sogenannten Beringstraße im Norden durchzieht. – Ebenso kennen wir den Himalaja, jenes mächtige Gebirge, das Vorderindien gegen Tibet abgrenzt. Es ist das größte Alpengebirge der Welt, bedeckt mit ewigem Schnee. In diesen beiden großen Höhenzügen wurden und werden heute noch versteinert Überreste von Tieren und Pflanzen aus jener Zeit der Urwelt gefunden!

(Mittwoch, 11. Januar 1950)

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