BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
C. NOAH und seine Nachkommen (1. Mose 6,1 - 11,9)

5. Der Herr hat Noah gerecht erfunden vor ihm (1. Mose 7,1)


1. MOSE 7,1-2

1 Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus; denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. 2 Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Männlein und sein Weiblein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männlein und sein Weiblein.

2. CHRINKA 20,20-22

20 Und sie machten sich des Morgens früh auf und zogen aus zur Wüste Thekoa. Und da sie auszogen, stand Josaphat und sprach: Hört mir zu, Juda und ihr Einwohner zu Jerusalem! Glaubet an den HERRN, euren Gott, so werdet ihr sicher sein; und glaubt an seine Propheten, so werdet ihr Glück haben. 21 Und er unterwies das Volk und bestellte die Sänger dem HERRN, daß sie lobten in heiligem Schmuck und vor den Gerüsteten her zögen und sprächen: Danket dem HERRN; denn sein Barmherzigkeit währet ewiglich. 22 Und da sie anfingen mit Danken und Loben, ließ der HERR einen Hinterhalt kommen über die Kinder Ammon und Moab und die auf dem Gebirge Seir, die wider Juda gekommen waren, und sie wurden geschlagen.

Wir haben gesehen, daß „Noahs Gerechtigkeit“ in seiner inneren Sinnesverwandtschaft mit Gott und seiner zuversichtlichen Hingabe an Ihn bestand. Auch nach der ersten Gottesoffenbarung [1. Mose 6,13.14.] hatte er durch seinen Gehorsam gezeigt, daß er dem ihm von Gott zuteil gewordenen Lichte entsprechend zu leben und zu handeln wagte!

1. Mose 6,13.14 -- 13 Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben mit der Erde. 14 Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech inwendig und auswendig.

Dies praktische Gerechtigkeit bewies und bewährte er auch in dem Augenblick, der vielleicht der entscheidendste seines Lebens war: Allgemein an den angekündigten Untergang des Zeitalters zu glauben und ein Schiff auf trockenem Land zu bauen, war schwer! Doch noch schwerer war es wohl für Noah, eines Tages mit seiner ganzen Familie in die Arche hineinzugehen, während doch äußerlich von der gewaltigen Wasserflut noch nichts zu sehen war! Noah hat also sowohl den einen gewaltigen Glaubensschritt, den Bau der Arche, vollbracht, als auch den zweiten Beweis seines Glaubens, indem er tatsächlich mit seiner Familie in die Arche eintrat, als noch kein Tropfen Regen gefallen war! Hätte er nicht der klaren, sicheren Versprechung Gottes geglaubt, daß er mit seiner Familie in der Arche durch die angekündigte, gewaltige Wasserflut sicher hindurchkommen sollte, dann wäre er ja innerlich verschmachtet vor der Erwartung der schrecklichen Dinge, die da kommen sollten. Doch mit der Bundesverheißung hatte der lebendige Gott, dem er nahestand, ihm bereits seine und seiner Familie Rettung versprochen, und er wußte, daß in dem göttlichen Verheißungswort zugleich schon die göttliche Rettungstat gesichert war! [1. Mose 6,18.19; vgl. Ps. 33,4; 89,14.15; 2. Kor.1,20.]

1. Mose 6,18.19 -- 18 Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Söhnen, mit deinem Weibe und mit deiner Söhne Weibern. 19 Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je ein Paar, Männlein und Weiblein, daß sie lebendig bleiben bei dir. / Psalm 33,4 -- Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig; und was er zusagt, das hält er gewiß. / Psalm 89,14.15 -- 14 Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand, und hoch ist deine Rechte. 15 Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhles Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesicht. / 2. Korinther 1,20 -- Denn alle Gottesverheißungen sind Ja in ihm und sind Amen in ihm, Gott zu Lobe durch uns.

Gott hält Sein Wort! Das wird uns hier in voller Klarheit versichert, aber auch mit erschütterndem Ernst gezeigt. Gott erfüllt Seinen Getreuen wunderbar und herrlich Seine Verheißungen. Er erfüllt jedoch ebenso sicher allen Ungehorsamen und Ungetreuen Seine Gerichtsdrohungen. Gib dich Christus hin in vollem Vertrauen und dankbarem Gehorsam, so wirst du es herrlich erfahren: Gott hält Sein Wort! Es wird uns zugerufen: „Seht zu meine Brüder und Schwestern, daß nicht etwa ein böses Herz voll Unglaube sei und ihr abfallt von dem lebendigen Gott!“ [Lies Hebr. 3,12-15; vgl. Röm.4,17-25.]

Hebräer 3,12-15 -- 12 Sehet zu, liebe Brüder, daß nicht jemand unter euch ein arges, ungläubiges Herz habe, das da abtrete von dem lebendigen Gott; 13 sondern ermahnet euch selbst alle Tage, solange es "heute" heißt, daß nicht jemand unter euch verstockt werde durch Betrug der Sünde. 14 Denn wir sind Christi teilhaftig geworden, so wir anders das angefangene Wesen bis ans Ende fest behalten. 15 Indem gesagt wird: "Heute, so ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung geschah": / Römer 4,17-25 -- 17 (wie geschrieben steht: "Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker") vor Gott, dem er geglaubt hat, der da lebendig macht die Toten und ruft dem, was nicht ist, daß es sei. 18 Und er hat geglaubt auf Hoffnung, da nichts zu hoffen war, auf daß er würde ein Vater vieler Völker, wie denn zu ihm gesagt ist: "Also soll dein Same sein." 19 Und er ward nicht schwach im Glauben, sah auch nicht an seinem eigenen Leib, welcher schon erstorben war (weil er schon fast hundertjährig war), auch nicht den erstorbenen Leib der Sara; 20 denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre 21 und wußte aufs allergewisseste, daß, was Gott verheißt, das kann er auch tun. 22 Darum ist's ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet. 23 Das ist aber nicht geschrieben allein um seinetwillen, daß es ihm zugerechnet ist, 24 sondern auch um unsertwillen, welchen es zugerechnet werden soll, so wir glauben an den, der unsern HERRN Jesus auferweckt hat von den Toten, 25 welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Gerechtigkeit willen auferweckt.

(Mittwoch, 4. Januar 1950)

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