BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
C. NOAH und seine Nachkommen (1. Mose 6,1 - 11,9)

3. Die Erwählung Noahs durch den HERRN (1. Mose 6,8)


1. MOSE 6,8

8 Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN.

Noah aber fand Gnade in den Augen des Herrn!“ Nicht immer war es so gewesen in seinem Leben! Unbefriedigt von der herrschenden Weltströmung und der falschen Lebenseinstellung seiner Zeit, hatte er nach etwas Anderem, Höherem gesucht und hatte eine lebendige Glaubensverbindung mit dem lebendigen Gott gefunden. Dieses Finden war jedoch nicht etwas Zufälliges, Ungewolltes, sondern das Erlangen von etwas Heißbegehrtem. Nie rein zufällig, sondern nur nach ernstem, gründlichen Suchen und Harren und nach schweren inneren Kämpfen dringt die Seele durch zu Gottes Licht und an Gottes Herz – zu wahrer Erkenntnis und Heilsfreude in Seiner Gegenwart! [Lies 1. Mose 32,24-32;]

1. Mose 32,24-32 -- 24 nahm sie und führte sie über das Wasser, daß hinüberkam, was er hatte, 25 und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. 26 Und da er sah, daß er ihn nicht übermochte, rührte er das Gelenk seiner Hüfte an; und das Gelenk der Hüfte Jakobs ward über dem Ringen mit ihm verrenkt. 27 Und er sprach: Laß mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 28 Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob. 29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und bist obgelegen. 30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. 31 Und Jakob hieß die Stätte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen. 32 Und als er an Pniel vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte.

So jubelt David: „Beharrlich und voll Sehnsucht habe ich auf den Herrn geharrt, und Er hat Sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört! Er hat mich herausgeführt aus der Grube des Verderbens; Er stellte meine Füße auf Felsengrund und machte meine Schritte fest und sicher! – In meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang für unseren Gott. Dies werden viele sehen; sie werden Furcht empfinden und dem Herrn gleichfalls vertrauen!“ [Ps. 40,1-5; 2. Sam. 22,7.8.20.]

Psalm 40,2-6 -- 2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? ich heule; aber meine Hilfe ist ferne. 3 Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht. 4 Aber du bist heilig, der du wohnst unter dem Lobe Israels. 5 Unsre Väter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen aus. 6 Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und wurden nicht zu Schanden. / 2. Samuel 22,7.8.20 -- 7 Da mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott; da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren. 8 Die Erde bebte und ward bewegt; die Grundfesten des Himmels regten sich und bebten, da er zornig war. … 20 Und er führte mich aus in das Weite, er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.

Wie in allen solchen Fällen, so bedeutete auch für Noah diese völlige Neueinstellung seines Lebens einen radikalen Bruch mit der widergöttlichen, untergehenden Welt, und eine freiwillige, freudige Willenshingabe an Gott. Wer je bewußt eine innere Abwendung von einer alten, durch Tradition geheiligten und allgemein anerkannten Vergangenheit vollzogen hat, der weiß, in welch innere Seelenkämpfe ein Mensch kommt, wenn das göttliche Neue mit dem Altüberlieferten zu ringen beginnt.

Sein, völlig Sein, das heißt der Welt entronnen,
Die Brücken abgebrochen zu ihr hin –
Das heißt den Himmel hier gewonnen
Und vollen Frieden auch für Seel und Sinn!

[Lies Matth. 9,9; Phil. 3,2-12.]

Matthäus 9,9 -- 9 Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm. / Philipper 3,2-12 -- 2 Sehet auf die Hunde, sehet auf die bösen Arbeiter, sehet auf die Zerschneidung! 3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und rühmen uns von Christo Jesu und verlassen uns nicht auf Fleisch, 4 wiewohl ich auch habe, daß ich mich Fleisches rühmen könnte. So ein anderer sich dünken läßt, er könnte sich Fleisches rühmen, ich könnte es viel mehr: 5 der ich am achten Tag beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, des Geschlechts Benjamin, ein Hebräer von Hebräern und nach dem Gesetz ein Pharisäer, 6 nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetz gewesen unsträflich. 7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden geachtet. 8 Ja, ich achte es noch alles für Schaden gegen die überschwengliche Erkenntnis Christi Jesu, meines HERRN, um welches willen ich alles habe für Schaden gerechnet, und achte es für Kot, auf daß ich Christum gewinne 9 und in ihm erfunden werde, daß ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird, 10 zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde, 11 damit ich gelange zur Auferstehung der Toten. 12 Nicht, daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin.

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Zuletzt geändert am 19.09.2013 10:50 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)