BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 119 (Adams Frau und er selbst essen vom verbotenen Baum)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
B. ADAM und seine Nachkommen (1. Mose 2,4b - 5,32)

8. Adams Frau und er selbst essen vom verbotenen Baum (1. Mose 3,6.7)


1. MOSE 3,6

6 Und das Weib schaute an, daß von dem Baum gut zu essen wäre und daß er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann auch davon, und er aß.

Des Teufels Versprechen: „Ihr werdet sein wie Gott!“ haftet in der Seele der Frau. Diese satanische Verheißung verdrängt die göttliche Warnung und Drohung aus dem Herzen Evas. Sie sieht nun den Baum mit anderen Augen an. Die Schrift sagt: „Als nun die Frau sah, daß von dem Baum gut zu essen sei, und es eine Lust sei für die Augen, und daß der Baum begehrenswert wäre, um durch ihn klug zu werden; da nahm sie von seiner Frucht und aß und sie gab auch ihrem Manne davon“. In dreifacher Weise wird hier gesagt, wie reizvoll der Baum und seine Frucht der Eva erschien. Ihr Blick wurde gefesselt durch die wundervollen Früchte, und so gewann er eine immer größere Anziehungskraft für sie. Ja, die guten saftigen Früchte fesselten ihre Augen und lockten ihren Gaumen. Daß dann die Schlange gar gesagt hatte, daß sie durch das Essen der Früchte zu wahrer Erkenntnis und Klugheít gelangen könne, das hatte noch einen besonderen Reiz. [Lies 1. Joh. 2,15-17.]

1. Johannes 2,15-17 -- 15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. So jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. 16 Denn alles, was in der Welt ist: des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. 17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

Wahrlich, dieser Baum hatte etwas ganz Besonderes an sich: ein dunkles Geheimnis stand hinter ihm, das so unwiderstehlich auf sie einwirkte, daß sie demselben nicht widerstehen konnte. Trotz des göttlichen Verbotes nahm sie von der Frucht und davon: der erste Ungehorsam! – Inzwischen war auch Adam hinzugetreten, und Eva gab auch ihm von der schönen Frucht. Das war wirklich ein Satansmahl! Es war die Sünden- und Todesvergiftung des Quells der Menschheit! – Wo war in diesem Augenblick der Gedanke an den heiligen, liebenden Gott, dem Adam und Eva alles verdankten? Wo war Adams Verantwortungsgefühl? War er nicht das von Gott gesetzte Haupt der Eva, und hätte er ihr nicht unbedingt entgegentreten müssen mit dem Hinweis auf das göttliche Verbot? [Lies 2. Samuel 11,1-27.]

2. Samuel 11,1-27 -- 1 Und da das Jahr um kam, zur Zeit, wann die Könige pflegen auszuziehen, sandte David Joab und seine Knechte mit ihm das ganze Israel, daß sie die Kinder Ammon verderbten und Rabba belagerten. David aber blieb zu Jerusalem. 2 Und es begab sich, daß David um den Abend aufstand von seinem Lager und ging auf dem Dach des Königshauses und sah vom Dach ein Weib sich waschen; und das Weib war sehr schöner Gestalt. 3 Und David sandte hin und ließ nach dem Weibe fragen, und man sagte: Ist das nicht Bath-Seba, die Tochter Eliams, das Weib des Urias, des Hethiters? 4 Und David sandte Boten hin und ließ sie holen. Und da sie zu ihm hineinkam, schlief er bei ihr. Sie aber reinigte sich von ihrer Unreinigkeit und kehrte wieder zu ihrem Hause. 5 Und das Weib ward schwanger und sandte hin und ließ David verkündigen und sagen: Ich bin schwanger geworden. 6 David aber sandte zu Joab: Sende zu mir Uria, den Hethiter. Und Joab sandte Uria zu David. 7 Und da Uria zu ihm kam, fragte David, ob es mit Joab und mit dem Volk und mit dem Streit wohl stünde? 8 Und David sprach zu Uria: Gehe hinab in dein Haus und wasche deine Füße. Und da Uria zu des Königs Haus hinausging, folgte ihm nach des Königs Geschenk. 9 Aber Uria legte sich schlafen vor der Tür des Königshauses, da alle Knechte seines Herrn lagen, und ging nicht hinab in sein Haus. 10 Da man aber David ansagte: Uria ist nicht hinab in sein Haus gegangen, sprach David zu ihm: Bist du nicht über Feld hergekommen? Warum bist du nicht hinab in dein Haus gegangen? 11 Uria aber sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda bleiben in Zelten, und Joab, mein Herr, und meines Herrn Knechte liegen im Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, daß ich äße und tränke und bei meinem Weibe läge? So wahr du lebst und deine Seele lebt, ich tue solches nicht. 12 David sprach zu Uria: So bleibe auch heute hier; morgen will ich dich lassen gehen. So blieb Uria zu Jerusalem des Tages und des andern dazu. 13 Und David lud ihn, daß er vor ihm aß und trank, und machte ihn trunken. Aber des Abends ging er aus, daß er sich schlafen legte auf sein Lager mit seines Herrn Knechten, und ging nicht hinab in sein Haus. 14 Des Morgens schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uria. 15 Er schrieb aber also in den Brief: Stellt Uria an den Streit, da er am härtesten ist, und wendet euch hinter ihm ab, daß er erschlagen werde und sterbe. 16 Als nun Joab um die Stadt lag, stellte er Uria an den Ort, wo er wußte, daß streitbare Männer waren. 17 Und da die Männer der Stadt herausfielen und stritten wider Joab, fielen etliche des Volks von den Knechten Davids, und Uria, der Hethiter, starb auch. 18 Da sandte Joab hin und ließ David ansagen allen Handel des Streits 19 und gebot dem Boten und sprach: Wenn du allen Handel des Streits hast ausgeredet mit dem König 20 und siehst, daß der König sich erzürnt und zu dir spricht: Warum habt ihr euch so nahe zur Stadt gemacht mit dem Streit? Wißt ihr nicht, wie man pflegt von der Mauer zu schießen? 21 Wer schlug Abimelech, den Sohn Jerubbeseths? Warf nicht ein Weib einen Mühlstein auf ihn von der Mauer, daß er starb zu Thebez? Warum habt ihr euch so nahe zur Mauer gemacht? so sollst du sagen: Dein Knecht Uria, der Hethiter, ist auch tot. 22 Der Bote ging hin und kam und sagte an David alles, darum ihn Joab gesandt hatte. 23 Und der Bote sprach zu David: Die Männer nahmen überhand wider uns und fielen zu uns heraus aufs Feld; wir aber waren an ihnen bis vor die Tür des Tors; 24 und die Schützen schossen, von der Mauer, auf deine Knechte und töteten etliche von des Königs Knechten; dazu ist Uria, der Hethiter, auch tot. 25 David sprach zum Boten: So sollst du zu Joab sagen: Laß dir das nicht übel gefallen; denn das Schwert frißt jetzt diesen, jetzt jenen. Fahre fort mit dem Streit wider die Stadt, daß du sie zerbrechest, und seid getrost. 26 Und da Urias Weib hörte, daß ihr Mann, Uria, tot war, trug sie Leid um ihren Eheherrn. 27 Da sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin und ließ sie in sein Haus holen, und sie ward sein Weib und gebar ihm einen Sohn. Aber die Tat gefiel dem HERRN übel, die David tat.

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Zuletzt geändert am 19.09.2013 10:22 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)