BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 096 (Das Verbot, vom Baum der Erkenntnis zu essen)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
B. ADAM und seine Nachkommen (1. Mose 2,4b - 5,32)

5. Adam im Garten Eden und das Verbot, vom Baum der Erkenntnis zu essen (1. Mose 2,15-17)


1. MOSE 2,16.17

16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon ißt, wirst du des Todes sterben.

PSALM 37,27

27 Laß vom Bösen und tue Gutes und bleibe wohnen immerdar.

1. PETRUS 2,11.12

11 Liebe Brüder, ich ermahne euch als die Fremdlinge und Pilgrime: enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten, 12 und führet einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Übeltätern, eure guten Werke sehen und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird.

Adam sollte also durch den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen Gott gehorchen lernen. Hätte er das getan, so hätte er hier gelernt, was gut ist, nämlich: der Gehorsam gegen Gott, und was böse ist: der Ungehorsam gegen Ihn! Auf solche Weise hätte er aus eigener Erfahrung das Gute oder den Gehorsam kennen gelernt. Dagegen hätte er das Böse und den Ungehorsam erkannt als etwas, das er von sich wies! (Lies Hiob 28,28; Sprüche 3,3-8; 8,12.13.)

Hiob 28,28 -- 28 und sprach zu den Menschen: Siehe, die Furcht des HERRN, das ist Weisheit; und meiden das Böse, das ist Verstand. / Sprüche 3,3-8 -- 3 Gnade und Treue werden dich nicht lassen. Hänge sie an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, 4 so wirst du Gunst und Klugheit finden, die Gott und Menschen gefällt. 5 Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; 6 sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. 7 Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. 8 Das wird deinem Leibe gesund sein und deine Gebeine erquicken. / Sprüche 8,12.13 -- 12 Ich, Weisheit, wohne bei der Klugheit und weiß guten Rat zu geben. 13 Die Furcht des HERRN haßt das Arge, die Hoffart, den Hochmut und bösen Weg; und ich bin feind dem verkehrten Mund.

Er hätte dann sagen können: Nun weiß ich, was es ist, wenn man seinem großen Gott im Himmel gehorsam ist. - Das ist das Herrlichste und Seligste, was es für den Menschen geben kann. Es wäre Adam gegangen wie etwa einem Kind, das zum ersten Mal Gelegenheit hatte, zu stehlen; aber die Versuchung siegreich überwand. Dieses Kind weiß dann wirklich, was es heißt ehrlich zu sein, und was es heißt, ein Dieb zu sein. - Doch auch noch auf eine andere Weise hat der Mensch zur Erkenntnis des Guten und Bösen gelangen können - nämlich dadurch, dass er von dem verbotenen Baum aß. Auch in diesem Fall wusste er fortan, was Gut und Böse ist. Aber nun wusste er es so, wie ein Dieb im Gefängnis weiß, was es heißt, ein ehrlicher Mensch zu sein, und was es bedeutet, ein Dieb zu sein! Ebenso weiß ein gefallener junger Mann oder ein gefallenes junges Mädchen, was Keuschheit und was Unreinheit ist. (Lies Hebr. 12,4; Psalm 119,9; 1. Mose 39,7-23.)

Hebräer 12,4 -- 4 Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden in den Kämpfen wider die Sünde / Psalm 119,9 -- 9 Wie wird ein Jüngling seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält nach deinen Worten. / 1. Mose 39,7-23 -- 7 Und es begab sich nach dieser Geschichte, daß seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir! 8 Er weigerte sich aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich keines Dinges an vor mir, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine Hände getan, 9 und hat nichts so Großes in dem Hause, das er mir verhohlen habe, außer dir, indem du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch groß Übel tun und wider Gott sündigen? 10 Und sie trieb solche Worte gegen Joseph täglich. Aber er gehorchte ihr nicht, daß er nahe bei ihr schliefe noch um sie wäre. 11 Es begab sich eines Tages, daß Joseph in das Haus ging, sein Geschäft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei. 12 Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus. 13 Da sie nun sah, daß er sein Kleid in ihrer Hand ließ und hinaus entfloh, 14 rief sie das Gesinde im Hause und sprach zu ihnen: Sehet, er hat uns den hebräischen Mann hereingebracht, daß er seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; ich rief aber mit lauter Stimme. 15 Und da er hörte, daß ich ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und lief hinaus. 16 Und sie legte sein Kleid neben sich, bis der Herr heimkam, 17 und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebräische Knecht, den du uns hereingebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben. 18 Da ich aber ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh hinaus. 19 Als sein Herr hörte die Rede seines Weibes, die sie ihm sagte und sprach: Also hat mir dein Knecht getan, ward er sehr zornig. 20 Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins Gefängnis, darin des Königs Gefangene lagen; und er lag allda im Gefängnis. 21 Aber der HERR war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und ließ ihn Gnade finden vor dem Amtmann über das Gefängnis, 22 daß er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefängnis, auf daß alles, was da geschah, durch ihn geschehen mußte. 23 Denn der Amtmann des Gefängnisses nahm sich keines Dinges an; denn der HERR war mit Joseph, und was er tat, dazu gab der HERR Glück.

Das Essen vom Baum musste also dem Menschen das quälende Bewusstsein seiner verlorenen Unschuld und die Erkenntnis, ein schuldiger Sünder zu sein, eintragen! Wahrlich, eine schreckliche Erkenntnis des Guten und Bösen! Zudem sollte der Ungehorsam sogar den Tod nach sich ziehen - wie der Herr gesprochen hatte: „Welches Tages du davon issest, sollst du des Todes sterben!“ Also: von dem Tage an, an welchem der Mensch das göttliche Gebot übertrat, sollte ihm nicht nur der Weg zum Baum des Lebens versperrt sein, sondern er trug fortan das Todesurteil und den Todeskeim in sich. - Kennen wir Kinder Gottes auch etwas von dem so quälenden Bewusstsein der Schuld vor Gott, die auch wir noch so leicht und so oft auf unser Gewissen bringen!

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 19.09.2013 10:14 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)