BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DER TITUSBRIEF


Titus 2,6-8

6 Desgleichen die jungen Männer ermahne, daß sie züchtig seien. 7 Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke, mit unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit, 8 mit heilsamem und untadeligem Wort, auf daß der Widersacher sich schäme und nichts habe, daß er von uns möge Böses sagen.

2. Timotheus 2,23-26

23 Aber der törichten und unnützen Fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebären. 24 Ein Knecht aber des HERRN soll nicht zänkisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaft, der die Bösen tragen kann 25 und mit Sanftmut strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Buße gebe, die Wahrheit zu erkennen, 26 und sie wieder nüchtern würden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.

Was der Diener Gottes im verborgenen Umgang mit Gott aus der Schrift empfangen hat und stets neu empfängt, soll er in gesunden, klaren, vom Heiligen Geist gewirkten Worten seinen Hörern darbieten. Will doch Gott durch ihn reden! (Lies Jes. 6,6-8; 1. Petr. 4,11.)

Jesaja 6,6-8 -- 6 Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen gerührt, daß deine Missetat von dir genommen werde und deine Sünde versöhnt sei. 8 Und ich hörte die Stimme des HERRN, daß er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich; sende mich! / 1. Petrus 4,11 -- so jemand redet, daß er's rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, daß er's tue als aus dem Vermögen, das Gott darreicht, auf daß in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen

Nicht ohne Grund mahnt Jakobus: „Seid nicht viele Lehrer (Prediger), meine Brüder, da ihr wisset, daß wir ein schwereres Urteil empfangen werden; denn wir alle straucheln oft! Wenn jemand nicht im Worte strauchelt, der ist ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib zu zügeln!“ Es ist schrecklich, wie ungehobelt und ungeheiligt, wie kraftlos und fruchtlos, wie töricht und verkehrt oft da geredet wird, wo man zusammenkommt, um Gottes Wort zu hören. - Es dränge sich doch niemand zu diesem heiligen Dienst vor; denn „wer ist dazu tüchtig!“ ruft selbst ein Paulus aus! - Wer „sich getraut, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, ein Erzieher der Törichten, ein Lehrer der Unmündigen“, der bedarf es wahrhaftig, ständig in der Schule und Erziehung des Heiligen Geistes zu bleiben und sich alle Gnade und Erkenntnis, alle Weisheit und Demut schenken zu lassen, die ein so verantwortungsvoller Dienst erfordert. Bist du in diese Schule schon gegangen, mein lieber Bruder? Und bist du auch darin geblieben? Oder bist du nun so groß und so erfahren, daß du dieses heiligen Unterrichts - dieses Arbeitens eines Höheren an dir nicht mehr bedarfst? Ach, dann tust du mir herzlich leid! Und noch mehr bedaure ich die, welche dir zuhören müssen und auf deine „Pflege“ angewiesen sind! Weißt du, wie der große Erzhirte Sich für Seine bluterkauften Schafe wehren muß gegen die vielen „nichtigen Hirten“ und was Er diesen androht? [Nimm dir heute einmal eine stille Stunde oder zwei zu deiner eigenen Seele Sorge und laß Gott zu dir reden durch die zwei wichtigen Kapitel Jer. 23 und Hes. 34!]

Der Sitte der damaligen Zeit entsprechend, kam es in den Gemeindeversammlungen manchmal zu Auseinandersetzungen betreffs der Lehre des Christentums. Irrlehrer, Gesetzesverfechter und andere Gegner des Glaubens suchten Streitpunkte hervorzukehren, und der Diener Christi war genötigt, für die göttliche Lehre einzutreten und sie gegen solche Angriffe zu verteidigen. (Vgl. z. B. Apg. 17,16-22 u. folg.)

Apostelgeschichte 17,16-22 -- 16 Da aber Paulus ihrer zu Athen wartete, ergrimmte sein Geist in ihm, da er sah die Stadt so gar abgöttisch. 17 Und er redete zu den Juden und Gottesfürchtigen in der Schule, auch auf dem Markte alle Tage zu denen, die sich herzufanden. 18 Etliche aber der Epikurer und Stoiker Philosophen stritten mit ihm. Und etliche sprachen: Was will dieser Lotterbube sagen? Etliche aber: Es sieht, als wolle er neue Götter verkündigen. (Das machte, er hatte das Evangelium von Jesu und von der Auferstehung ihnen verkündigt.) 19 Sie nahmen ihn aber und führten ihn auf den Gerichtsplatz und sprachen: Können wir auch erfahren, was das für eine neue Lehre sei, die du lehrst? 20 Denn du bringst etwas Neues vor unsere Ohren; so wollten wir gern wissen, was das sei. 21 (Die Athener aber alle, auch die Ausländer und Gäste, waren gerichtet auf nichts anderes, denn etwas Neues zu sagen oder zu hören.) 22 Paulus aber stand mitten auf dem Gerichtsplatz und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, daß ihr in allen Stücken gar sehr die Götter fürchtet.

Da kam denn alles darauf an, daß er ausgerüstet war mit der Kraft und Weisheit des Heiligen Geistes, um den Gegnern mit Ruhe und Klarheit zu antworten und die sieghafte Macht der Wahrheit gegen jeden Irrtum geltend zu machen. „Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen, indem wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und jeden Gedanken gefangennehmen unter den Gehorsam Christi!“ (Vgl. Jer. 1,17-19; Apg. 6,9.10; 2. Tim. 2,23-26.)

Jeremia 1,17-19 -- 17 So begürte nun deine Lenden und mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dich heiße. Erschrick nicht vor ihnen, auf daß ich dich nicht erschrecke vor ihnen; 18 denn ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen Säule, zur ehernen Mauer machen im ganzen Lande, wider die Könige Juda's, wider ihre Fürsten, wider ihre Priester, wider das Volk im Lande, 19 daß, wenn sie gleich wider dich streiten, sie dennoch nicht sollen wider dich siegen; denn ich bin bei dir, spricht der HERR, daß ich dich errette. / Apostelgeschichte 6,9.10 -- 9 Da standen etliche auf von der Schule, die da heißt der Libertiner und der Kyrener und der Alexanderer, und derer, die aus Zilizien und Asien waren, und befragten sich mit Stephanus. 10 Und sie vermochten nicht, zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete. / 2. Timotheus 2,23-26 -- 23 Aber der törichten und unnützen Fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebären. 24 Ein Knecht aber des HERRN soll nicht zänkisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaft, der die Bösen tragen kann 25 und mit Sanftmut strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Buße gebe, die Wahrheit zu erkennen, 26 und sie wieder nüchtern würden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.

Vor allem war und ist es heute von Wichtigkeit, daß der Knecht Christi, ja jeder Bekenner des Glaubens in seinem Wandel tadellos dastehe, „auf daß der von der Gegenpartei sich schäme, indem er nichts Schlechtes über uns zu sagen hat!“

(Sonntag, den 10. Oktober 1926)

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Zuletzt geändert am 15.04.2026 16:26 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.3.3)