BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DER TITUSBRIEF


Titus 2,1-5

1 Du aber rede, wie sich's ziemt nach der heilsamen Lehre: 2 den Alten sage, daß sie nüchtern seien, ehrbar, züchtig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld, 3 den alten Weibern desgleichen, daß sie sich halten wie den Heiligen ziemt, nicht Lästerinnen seien, nicht Weinsäuferinnen, gute Lehrerinnen, 4 daß sie die jungen Weiber lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, 5 sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan, auf daß nicht das Wort Gottes verlästert werde.

Apostelgeschichte 18,9-11

9 Es sprach aber der HERR durch ein Gesicht in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede, und schweige nicht! 10 denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt. 11 Er saß aber daselbst ein Jahr und sechs Monate und lehrte das Wort Gottes.

Im Gegensatz zu dem kraftlosen Reden der jüdischen Gesetzeslehrer, welche sich von der einfachen göttlichen Wahrheit abwandten und nach Gesinnung und Gewissen befleckt waren, welche „redeten, was nicht taugt und was sich nicht geziemt“ (Kap. 1,11)

Titus 1,11 -- welchen man muß das Maul stopfen, die da ganze Häuser verkehren und lehren, was nicht taugt, um schändlichen Gewinns willen.

Sollte Timotheus in den Christengemeinden das reden, was der gesunden Lehre des Christentums entsprach und was sie forderte; er sollte die Glaubenden lehren, ein gottgeweihtes Leben zu führen. „Lehret sie halten alles, was Ich euch geboten habe!“ sagt Jesus. „Ja, ein Born des Lebens ist der Mund des Gerechten; … auf den Lippen des Verständigen wird Weisheit gefunden ... die Weisen bewahren Erkenntnis auf!“ - Heute wie damals beschäftigen sich die Irrlehrer mit Dingen, welche zwar mit den wesentlichen Wahrheiten des Christentums nicht immer im Widerspruch stehen, welche aber doch den klaren Blick für diese Wahrheiten trüben und die Menschen weit von ihnen wegzuführen geeignet sind. Bei ihnen kommt es nicht zu einer fruchtbaren Darstellung und Erweisung des Christentums im täglichen Leben! - Paulus führt uns hier sogleich in die praktischen Wege, in welchen unser Alltagsleben verläuft. Hier will Gott durch uns geehrt werden vor den Menschen, welche Ihn noch nicht kennen! (Lies Phil. 2,14-16.)

Philipper 2,14-16 -- 14 Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, 15 auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unsträflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt, 16 damit daß ihr haltet an dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe.

Weit entfernt von der Meinung, daß der Schwerpunkt unseres Christentums auf hohe Erkenntnis und genaue biblische Ausdrucksweise zu legen sei (wiewohl diese Dinge an ihrem Platz wichtig sind), wird die Bewährung in einem treuen, lauteren und geheiligten Wandel als Hauptkennzeichen echten Glaubens gefordert. Jesus sagt ja: „Ich bin der Weinstock und Mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an Mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt Er weg! Und jede, die Frucht bringt, die reinigt Er, auf daß sie mehr Frucht bringe!“ (Vgl. Phil. 1,9-11; 1. Joh. 3,16-24.)

Philipper 1,9-11 -- 9 Und darum bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung, 10 daß ihr prüfen möget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und unanstößig auf den Tag Christi, 11 erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen in euch zur Ehre und Lobe Gottes / 1. Johannes 3,16-24 -- 16 Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. 17 Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei ihm? 18 Meine Kindlein, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 19 Daran erkennen wir, daß wir aus der Wahrheit sind, und können unser Herz vor ihm damit stillen, 20 daß, so uns unser Herz verdammt, Gott größer ist denn unser Herz und erkennt alle Dinge. 21 Ihr Lieben, so uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir eine Freudigkeit zu Gott, 22 und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefällig ist. 23 Und das ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben hat. 24 Und wer seine Gebote hält, der bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, daß er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat.

Die Anweisungen, welche Titus erhielt, zeigen, daß es durchaus biblisch ist, den verschiedenen Altersstufen und Geschlechtern auch besondere Belehrung zu erteilen; sie bedürfen dessen. Andererseits ersieht man hier, wie weit vom Ursprung die heutige Namenchristenheit abgeirrt ist; denn alle diese Unterweisungen haben zur Voraussetzung, daß die Gläubigen 1. unter sich in Liebe vereint, und 2. sich ihres Getrenntseins von der Welt als Jesu Jünger und Jüngerinnen bewußt sind. [Joh. 13,35; 15,18.19.]

Johannes 13,35 -- Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt. / Johannes 15,18.19 -- 18 So euch die Welt haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. 19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwählt, darum haßt euch die Welt.

„Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung; seid nüchtern und hoffet völlig auf die Gnade, die euch entgegengebracht wird bei der Offenbarung (Wiederkunft) Jesu Christi! Als Kinder des Gehorsams bildet euch nicht nach den vorigen Lüsten, denen ihr in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie Der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr heilig in allem Wandel!“

(Freitag, den 1. Oktober 1926)

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Zuletzt geändert am 12.03.2026 14:20 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.3.3)