Nächste Andacht?
HOSEA
Hosea 2,18-20
18 Alsdann spricht der HERR, wirst du mich heißen "mein Mann" und mich nicht mehr "mein Baal" heißen. 19 Denn ich will die Namen der Baalim von ihrem Munde wegtun, daß man ihrer Namen nicht mehr gedenken soll. 20 Und ich will zur selben Zeit ihnen einen Bund machen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem Gewürm auf Erden und will Bogen, Schwert und Krieg vom Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen.
Israels Geschichte soll also in der Zukunft unter dem Bunde der Gnade einen ganz neuen Anfang nehmen. Die Segnung wird dann gesichert und von Dauer sein, weil sie ihre Grundlage hat in dem vollendeten Erlösungswerk von Golgatha. An jenem Tage wird das Verhältnis Israels zu Jehova einen gänzlich neuen, viel innigeren Charakter tragen als seinerzeit unter dem Bunde des Gesetzes. (Lies Hebr. 8,7-13; vergl. Jes. 65,15b u. 16.)
Hebräer 8,7-13 -- 7 Denn so jenes, das erste, untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum zu einem andern gesucht. 8 Denn er tadelt sie und sagt: "Siehe, es kommen die Tage, spricht der HERR, daß ich über das Haus Israel und über das Haus Juda ein neues Testament machen will; 9 nicht nach dem Testament, das ich gemacht habe mit ihren Vätern an dem Tage, da ich ihre Hand ergriff, sie auszuführen aus Ägyptenland. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Testament, so habe ich ihrer auch nicht wollen achten, spricht der HERR. 10 Denn das ist das Testament, das ich machen will dem Hause Israel nach diesen Tagen, spricht der HERR: Ich will geben mein Gesetz in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. 11 Und soll nicht lehren jemand seinen Nächsten noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den HERRN! denn sie sollen mich alle kennen von dem Kleinsten an bis zu dem Größten. 12 Denn ich will gnädig sein ihrer Untugend und ihren Sünden, und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken." 13 Indem er sagt: "Ein neues", macht das erste alt. Was aber alt und überjahrt ist, das ist nahe bei seinem Ende. / Jesaja 65,15.16 --15 und sollt euren Namen lassen meinen Auserwählten zum Schwur; und der HERR wird dich töten und seine Knechte mit einem andern Namen nennen, 16 daß, welcher sie segnen wird auf Erden, der wird sich in dem wahrhaftigen Gott segnen, und welcher schwören wird auf Erden, der wird bei dem wahrhaftigen Gott schwören; denn der vorigen Ängste ist vergessen, und sie sind vor meinen Augen verborgen.
Israel, geschaut unter dem Bilde eines zurechtgebrachten, dankbaren und gehorsamen Weibes, wird dann zu Jehova sprechen: „Mein Mann!“ und nicht mehr: „Mein Baal!“ Der Name Baal heißt „Herr“ und wurde in Israel auch für Jehova gebraucht, führte aber leicht zu bösen Verwechselungen, da der Haupt-Gott der Zidonier Baal hieß, wie auch die Götter anderer umwohnender Heiden. - Gott wird dereinst selbst die Namen der „Baalim“, d. h. der verschiedenen Götzen der Heiden, denen Israel in alter Zeit so häufig gedient, beseitigen; es soll dieselben nicht mehr in den Mund nehmen. Wie wichtig ist es auch für uns, daß wir unsere Lippen und unsere Gedankenwelt vom HERRN reinigen und heiligen lassen - daß die Götzen und Gebundenheiten, unter denen wir früher standen, „nicht einmal unter uns genannt werden, gleichwie es Heiligen geziemt“! (Lies Eph. 5,3.4; vergl. 2. Mose 23,13.)
Epheser 5,3.4 -- 3 Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zusteht, 4 auch nicht schandbare Worte und Narrenteidinge oder Scherze, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. / 2. Mose 23,13 -- Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehört werden.
V. 18: Seit dem Sündenfall ist der größte Teil der Tierwelt dem Menschen nicht mehr dienstbar, ja sogar vielfach schädlich und feindlich geworden. Im Tausendjährigen Reiche wird diese Feindschaft und Wildheit der Tiere von Gott aufgehoben, und die ganze Schöpfung wird dem erlösten Volke Israel untertan und dienstbar sein. (Lies Ps. 8; Jes. 11,6-8; Hes. 34,25.)
Psalm 8 -- 1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf der Gittith. 2 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, du, den man lobt im Himmel! 3 Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, daß du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. 4 Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: 5 was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschenkind, daß du sich seiner annimmst? 6 Du hast ihn wenig niedriger gemacht denn Gott, und mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrönt. 7 Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk; alles hast du unter seine Füße getan: 8 Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere, 9 die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und was im Meer geht. 10 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen! / Jesaja 11,6-8 -- 6 Die Wölfe werden bei den Lämmern wohnen und die Parder bei den Böcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben. 7 Kühe und Bären werden auf der Weide gehen, daß ihre Jungen beieinander liegen; und Löwen werden Stroh essen wie die Ochsen. 8 Und ein Säugling wird seine Lust haben am Loch der Otter, und ein Entwöhnter wird seine Hand stecken in die Höhle des Basilisken. / Hesekiel 34,25 -- Und ich will einen Bund des Friedens mit ihnen machen und alle bösen Tiere aus dem Land ausrotten, daß sie in der Wüste sicher wohnen und in den Wäldern schlafen sollen.
Auch alles, was an Uneinigkeit und Streit unter den Menschen erinnert, wird beseitigt sein, wenn die Völker unter dem Zepter des „Friedefürsten“ gesegnet werden: „sie werden den Krieg nicht mehr lernen.“ (Vgl. Micha 4,1.3.) Israel wird dann als „Haupt“ unter den Völkern sicher wohnen und durch keinerlei Schrecken beunruhigt werden. (Lies Jes. 32,18; 33,20; Jer. 23,5-8.)
Micha 4,1.3 -- 1 In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, höher denn alle Berge, und über die Hügel erhaben sein, und die Völker werden dazu laufen, 2 und viele Heiden werden gehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf zum Berge des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir auf seiner Straße wandeln! Denn aus Zion wird das Gesetz ausgehen und des HERRN Wort aus Jerusalem. 3 Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden strafen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben und werden nicht mehr kriegen lernen./ Jesaja 32,18 -- daß mein Volk in Häusern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe. / Jesaja 33,20 -- Schaue Zion, die Stadt unsrer Feste! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sichere Wohnung, eine Hütte, die nicht weggeführt wird; ihre Nägel sollen nimmermehr ausgezogen und ihrer Seile sollen nimmermehr zerrissen werden. / Jeremia 23,5-8 -- 5 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß ich dem David ein gerechtes Gewächs erwecken will, und soll ein König sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten. 6 Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, daß man ihn nennen wird: Der HERR unsre Gerechtigkeit. 7 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, daß man nicht mehr sagen wird: So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus Ägyptenland geführt hat! 8 sondern: So wahr der HERR lebt, der den Samen des Hauses Israel hat herausgeführt aus dem Lande der Mitternacht und aus allen Landen, dahin ich sie verstoßen hatte, daß sie in ihrem Lande wohnen sollen!
(Sonntag 18. Februar 1917)