BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1954
Januar 1954

Freitag, 29. Januar 1954


1. Mose 46,29-34; Jakobus 4,6

Nach dem Wiedersehen rief Jakob aus: „Nun kann ich ruhig sterben, da ich dein Angesicht gesehen habe und du noch lebst!“ Alles andere ist ihm nun nebensächlich, da er die Gewißheit hat, daß Joseph lebt, der von Gott dazu ausersehen ist, seine Familie zu versorgen, zu erhalten und hindurchzuretten durch alle Schwierigkeiten. Joseph aber sprach nach der ersten Begrüßung: „Jetzt will ich zu Pharao gehen und ihm eure Ankunft melden.“ Er schämte sich seiner Angehörigen nicht, die doch nur schlichte Viehhirten waren. Vorher war seine Herkunft unbekannt gewesen. Pharao hatte nicht gefragt, welchem Volk und Stand er angehöre. Es war ihm genug, daß er in Joseph einen Mann gefunden hatte, der, von Gott erleuchtet, der Wohltäter Ägyptens sein konnte. Nun aber wurde, wie Stephanus sagt: „Dem Pharao Josephs Herkunft offenbar!“ Ja, er erfuhr nur, daß Josephs Brüder nur Hirten waren, und eigentlich war dies doch den Ägyptern ein Greuel! Vielleicht wäre es nicht unbedingt notwendig gewesen, Pharao dies alles mitzuteilen, aber das wäre Joseph als eine Feigheit, als eine Verleugnung erschienen. (Lies Spr. 14,21; Hiob 31,15; 36,5; Jak. 2,5.6.) – Für einen auch nur einigermaßen ehrgeizigen Menschen wäre diese Erklärung allerdings recht unangenehm gewesen. Es ist oft so in der Welt, wenn einer aus einfachem Stand emporkommt, daß er sich seiner schlichten Verwandten schämt und sich nicht mehr zu ihnen bekennt. Dem natürlichen Menschen liegt dies sehr nahe. Joseph aber machte es nicht so. Sein Edelmut zeigte sich eben hierin, daß er sich frei zu seinen Angehörigen bekannte und sich liebevoll ihrer annahm. Wie töricht und hochmütig ist dagegen doch der unwiedergeborene Mensch, und leider sind es auch gar manchmal die Kinder Gottes in dieser Hinsicht. Das aber ist dem Herrn nicht wohlgefällig. „Jeder Hochmütige ist Ihm ein Greuel!“ [Lies Psalm 101,5.6; Spr. 21,4; vgl. Zeph. 2,8-10.]

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