BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1954
Januar 1954

Mittwoch, 20. Januar 1954


1. Mose 45,25.26; Lukas 24,1-11

Jakob glaubt der Nachricht seiner Söhne nicht. Er hatte die Hoffnung, daß Joseph noch lebe, längst aufgegeben. Ja, er hielt ein Wiedersehen nicht für möglich und konnte es deshalb einfach nicht fassen, daß er den längst verlorenen Sohn nun doch noch in solchen Ehren und solcher Wirksamkeit wiederfinden sollte. Wir sehen: Gottes Möglichkeiten sind größer als das menschliche Fassungsvermögen. Unser Herz ist oft zu arm und zu eng, um die Gedanken und Taten Gottes zu begreifen. Und doch ruft die Schrift uns allen zu: „Ist dem Herr eine Sache zu wunderbar?! – Wenn du nur glauben könntest, würdest du die Herrlichkeit Gottes schauen!“ [Lies Hebr. 6,12-14; Röm. 4,17-22.] Ähnlich wie dem alten Vater Jakob erging es auch den Jüngern des Herrn am Ostertag. Sie hörten aus dem Mund der Frauen die Botschaft, daß Jesus lebe, aber sie konnten es nicht fassen. Die Mitteilung kam ihnen vor wie ein Märchen, ihre Herzen waren zu schwach und zu träge, um an die große und freudebringende Tat Gottes zu glauben, bis der Herr Selbst in ihrer Mitte erschien und ihnen bewies, daß Er wahrhaftig von den Toten auferstanden sei. – Ja, wie schwer wird es dem natürlichen Herzen oft, die Wirklichkeit all der herrlichen Verheißungen Gottes zu erfassen, die Er den Seinigen verkündigen läßt. Und doch ist es das Wesen des Glaubens, das, was der Herr gesagt hat, als Wirklichkeit zu ergreifen und zu erwarten. „Glauben heißt nämlich: In zuversichtlichem Vertrauen das vorausnehmen, was man hofft – es schon jetzt verwirklichen und fest überzeugt sein von den herrlichen Dingen, die man noch nicht sieht, die aber vorhanden sind und die zu gegebener Zeit in die Erscheinung treten werden. In diesem Stück haben sich unsere Väter Lob und Anerkennung bei Gott erworben!“ (Wer Zeit hat lese Hebr. 11,1-39.)

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