BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1953
Juli 1953

Samstag, 11. Juli 1953


1. Mose 39,7-12; Psalm 34,11-19 (Luther 34,12-20)

Lange hatte Potiphars Frau versucht, mit allerlei Vergünstigungen und List Joseph anzulocken. Doch dieser ging unschuldig und in edler Einfalt seinen Weg. Täglich gürtete er sich im Gebet mit der geistlichen Waffenrüstung, an der die Feuerpfeile des Verderbers erlöschen mußten. Als die Frau Potiphars so nichts erreichte, ging sie in ihrer Begierde noch weiter und suchte ihn zu verbotenem Umgang zu verleiten. Er aber weigerte sich. Ganz klar sagte er ihr, da sein Herr ihm so großes Vertrauen schenke, wolle er ihn doch durchaus nicht enttäuschen. „Er hat mir ja alles in die Hand gegeben, nur dich nicht. Wie sollte ich ein so großes Übel tun und wider meinen Gott sündigen?“ Inmitten eines heidnischen Landes und Volkes, das trotz mancher Kultur doch in heidnischen Lastern lebte, umgeben von Sünde und Versuchung, wußte sich also dieser junge Mann klare, göttliche Begriffe zu erhalten hinsichtlich des verderblichen Charakters und der verführerischen Art der Sünde. [Lies 2. Kor. 6,16 – 7,1; 1. Thess. 4,3–7.] Es war ihm jeden Augenblick ganz klar, daß es kein größeres Unglück gibt, als mit einem befleckten Gewissen herumzulaufen, als in die Ketten der Sünde zu geraten. Denn jede Sünde, die man tut, war in Josephs Augen eine Sünde wider Gott! Wer aber denkt wohl heute so? Wir müssen uns unter dem Volk Gottes umsehen und diejenigen suchen, welche eine Furcht vor jeder Sünde haben. Wahrlich, es fehlt unter uns so vielfach die einfache, selbstverständliche Gewissenhaftigkeit, die wahre Ehrfurcht vor Gott und Seiner Heiligkeit. Darum wollen wir es uns heute neu zurufen lassen: „Fürchte den Herrn, und weiche vom Bösen!“ Heute aber muß man wirklich sagen: „Die Sünde frißt unserem Volk das Mark aus den Knochen und verdirbt unseres Volkes Charakter und sein tägliches Leben!“ (Lies Spr. 8,13; 14,26.27; Hiob 1,1.8; 28,28.)

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