BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1953
Januar 1953

Mittwoch, 14. Januar 1953


1. Mose 34,8-12; Jesaja 5,18-21

Wir erleben es nun, daß Hemor, der Vater Sichems, mit seinem Sohne zu Jakob kommt und um die Hand der Dina wirbt. Eine schnelle Heirat sollte die geschehene Sünde verdecken und aus dem Gedächtnis der Angehörigen auslöschen. Wie oft geschieht es selbst in der Christenheit, daß erst eine geheime Sünde stattfindet, und dann will man durch Heirat die Sünde zudecken. Doch man täuscht sich da sehr, denn vor Gott ist die geschehene Verunreinigung durchaus nicht ausgelöscht. Wir hören: „Gott sucht das Vergangene wieder hervor und bringt es ins Gericht!“ Der erfahrene Knecht Gottes, Hiob sagt: „Die Augen des Herrn sind auf die Wege des Menschen gerichtet, und Er sieht alle seine Schritte! Da ist keine Finsternis und kein Todesschatten, daß sich darein verbergen könnten die Frevler. Er kennt die Handlungen er Ungerechten und stürzt sie über Nacht, weil sie Seine Wege unbeachtet gelassen haben.“ [Pred. 3,15b; 12,14; Hiob 34,21–30; 28,11.]

Der Vorschlag Hemors und die Werbung Sichems bedeuteten eine schwere Versuchung für die ganze Familie Jakobs. Es wurde ihnen versprochen, daß das ganze umliegende Land ihnen offenstehen sollte zur Besitznahme. Wären jedoch Jakob und seine Söhne auf dieses Angebot und die Heirat eingegangen, so wäre die Familie Israels ihres heilsgeschichtlichen Berufs verlustig vergangen. Und wenn sie sich hätten mit einer großen Heiratsgabe abfinden lassen, so hätten sie ihren Adel als geheiligtes Volk Gottes eingebüßt und ihre Sittenreinheit dem Mammon geopfert. Die Züge sittlicher Größe jedoch werden leider recht verdunkelt dadurch, daß Dinas Brüder einen R a c h e p l a n schmieden, der – wenn Gott nicht über dieser Verwicklung gewaltet hätte – leicht die V e r n i c h t u n g der heiligen Familie Israels hätte herbeiführen können! Ach, wie selten kommt es in einer gläubigen Familie zu ganzer H i n g a b e und H e i l i g u n g für Gott nach a l l e n S e i t e n ! (Lies 5. Mose 7,1–4; Neh. 13,23–27; 2. Kor. 6,14–17.)

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