BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1952
November 1952

Mittwoch, 5. November 1952


1. Mose 29,1-12; Sprüche 3,5.6. Jesaja 48,17

Durch die nächtliche Traumoffenbarung gestärkt, setzte Jakob seine Reise fort. Er kam nach Paddan-Aram, das zwischen Euphrat und Tigris liegt. Gottes Schutz war mit ihm auf dem gefahrvollen Weg gewesen, und des Herrn Leiten durfte er bald noch in besonders lieblicher Weise erfahren! Das Ziel seiner Wanderung, die Stadt Haran, wo Bethuel, der Bruder seiner Mutter wohnte, war nicht mehr fern. Ja, Jakob erfuhr es in besonderer Weise, daß der Herr ihm die Verheißung erfüllte: „Ich will dich mit Meinen Augen leiten, Ich will dir den Weg zeigen, den du gehen sollst!“ ([Lies Ps. 25,1-10;] Spr. 4,11-13; vgl. Ps. 107,7.8.) Als er sich nun umsah in der weiten Steppe, entdeckte er einen Brunnen, an welchem drei Schafherden lagerten. Die Öffnung des Brunnens war mit einem schweren Stein verschlossen. Jakob gesellte sich zu diesen Hirten und sprach zu ihnen: „Liebe Brüder, woher seid ihr?“ Sie antworteten: „Wir sind von Haran.“ Danach erkundigte sieh Jakob nach Laban, seinem Onkel. Sie sagten: „Es geht ihm wohl, und dort kommt gerade seine Tochter Rahel!“ Da klopfte Jakob das Herz vor Freude. Er hob den schweren Stein vom Brunnen weg, damit Rahel ihre Schafe gleich tränken konnte. Wie froh war er, daß er nach langem Umherirren nun endlich jemand aus seiner Verwandtschaft traf und brach bei Rahels Anblick in lautes Schluchzen aus. Als er sich wieder gefaßt hatte, erzählte er ihr, daß er ein Sohn der Rebekka sei. Die Hirten hatten anfangs recht unwillig dreingeschaut, als der Fremdling es wagte, den Stein vom Brunnen wegzuwälzen. Doch die rührende Begrüßung der beiden Verwandten überraschte sie so, daß sie für diesmal eine Verletzung ihrer Brunnenordnung freundlich vorübergehen ließen. Wir erfahren es immer wieder, „der Herr ist freundlich gegen die, welche auf Ihn vertrauen!“ [Lies Klagel, 3,25; vgl. Spr. 16,7; Ps. 33.18.]

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