BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1950
Januar 1950

Donnerstag, 12. Januar 1950


1. Mose 8,1; Nehemia 9,19-21.31

Vom Ende der furchtbaren Sintflut erzählt unser Kapitel. Wir wollen unseren Blick hauptsächlich auf vier Punkte richten: 1. Das Gedenken Gottes an Noah und seine Familie [Vers 1-5]; 2. die Vögel, die Noah fliegen ließ [Vers 6-12]; 3. der Ausgang Noahs und seiner Familie aus der Arche samt allem Getier [Vers 13-19]; 4. das Dankopfer, das Noah auf dem auf dem neubetretenen Erdboden dem Herrn darbrachte [Vers 20-22]! „Und Gott gedachte Noahs und seiner Familie wie auch allen in der Arche geborgenen Getiers.“ Gott hatte ja Noahs und seine Familie während all dieser langen Zeit, da sie in der Arche waren, barmherzig und liebevoll gedacht. Jetzt jedoch gedachte er ihrer in besonderem Sinne, da Er nunmehr ihre Rettung aus der Arche herbeiführen wollte. Es trat eine Wendung ein; die Flut begann zu sinken! – Unser heiliger, liebender Gott ist stets bereit, Seinem Strafgericht ein Ende zu machen und von neuem den Boden der Gnade zu betreten, da Er doch am Erbarmen Seine Wonne hat! [Lies Ps. 112,4; Jak. 5,11; vgl. Jes. 63,7-9.] Fast ein halbes Jahr waren die ungeheueren Wassermassen, welche die ganze Erdkugel und selbst die höchsten Berge überfluteten, in gleicher Höhe geblieben. Da mochte Noah in seinem Herzen doch oft recht angefochten sein: Werden diese Wassermassen wohl jemals abnehmen und vergehen? Er war recht trostbedürftig, durfte jedoch vor den Seinigen seine Sorgen nicht merken lassen. So magst auch du in deinem Leben manchmal in Lagen kommen, da es scheint, als ob dein großer Gott dich verlassen und gar vergessen habe! [Lies Ps. 22,1.2; 55,16 (luth. V. 17); vgl. Ps. 31,14-16.] Vielleicht kommst du in eine äußere Not hinein, die deine ganze Existenz bedroht, und es will lange keine Hilfe kommen – trotz allen Bittens und Flehens. Ja, es gar den Anschein, als ob dir überhaupt nicht mehr zu helfen sei. O klammere dich gerade jetzt ganz an deinen herrlichen Gott, der die Liebe ist! Er erfüllt die ganz gewiß Seine kostbaren Verheißungen. [Lies Ps. 36,5-7 (luth. V. 6-8) 46,1-3 (luth. V. 2-4); Jes. 46,13.]

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