BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1949 -- 7. August
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL – Erweitert

Voriger Tag -- Nächster Tag

JAHRGANG 1949
August 1949

Sonntag, 7. August 1949


1. Mose 4,1-3; Psalm 147,1-6; 103,1-4

Als die beiden ältesten Söhne Adams herangewachsen waren, ergab sich aus den Verhältnissen ihr Beruf: „Kain wurde Ackerbauer, Abel aber ein Schafhirt.“ Beide Tätigkeiten übte ohne Zweifel Adam bereits, so dass seine Söhne bald ihrem Vater – jeder in seiner Weise, beistehen konnten. Auf beides hatte Gott Selbst Adam von Anfang an hingewiesen: Auf die Bodenbearbeitung schon im Paradiese, denn wir hören: Als der Herr den Menschen geschaffen hatte, setzte Er ihn in den Garten Eden, „damit er denselben pflege und bewahre.“ (1. Mose 2,15.) Nach der Vertreibung aus dem Paradiese gestaltete sich dieser Beruf zum Ackerbau. (1.Mose 3,17-19.) Die Viehzucht, welche Abel betrieb, war gleichfalls nötig wegen der Ernährung und Bekleidung der Menschen. (Vgl. 1. Mose 3,21; 1. Kor. 9,7b) Landbau und Viehzucht gehören ja notwendig zusammen. Es sind dies die ursprünglichen Berufsstände und noch heute bilden sie die Grundlage aller Berufsarten. Ob und inwiefern bei der Berufswahl die verschiedene Gemütsart der beiden Brüder mitsprach, lassen wir dahingestellt. Kain und Abel trugen ja eine ganz entgegengesetzte innere Welt in sich, und so nahm auch ihr Lebensgang eine durchaus verschiedene Richtung. Ihre Einstellung Gott und der Ewigkeit gegenüber wurde in besonderer Weise offenbar, als sie sich eines Tages gedrungen fühlten, Gott dem Herrn ein Opfer darzubringen – der eine von dem Ertrag seines Ackerbaues, der andere von den Erstlingen seiner Herde, von welchen er die besten für den Herrn aussuchte. Nach außen schienen beide Brüder wirklich Gott ehren zu wollen, doch wie grundverschieden war ihre Herzensstellung. Jeder von ihnen baute einen Altar und jeder brachte seine Opfergabe in seiner Weise Gott dar. Das Opfer war ja von jeher die Sprache der Seele. In demselben bringt der Mensch handelnd das zum Ausdruck, was er in seinem innersten Herzen und Wesen Gott gegenüber empfindet. Die Schrift sagt: „Der Inbegriff aller Opfer die Gott angenehm sind, ist ein zerbrochener Geist!“ (Ps. 51,16.17; vgl. Ps.34,16-19; Jes. 57,14.15)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 19.08.2013 09:52 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)