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JAHRGANG 1949
März 1949

Dienstag, 8. März 1949


1. Mose 2,16.17; Psalm 34,13-16; 37,3-6

Gott gebot dem Menschen: „Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; jedoch von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du gewisslich sterben.“ Gott hatte in die Mitte des Gartens zwei besondere Bäume gepflanzt. Der eine sollte dem Menschen zur Bildung seines Geistes durch Übung im Gehorsam gegen Gottes Gebot dienen - der andere sollte ihn zur Verklärung seiner irdischen Natur in das geistige Wesen des ewigen Lebens führen! Die Erkenntnis des Guten und Bösen in ihrem Unterschied ist also zur Vollendung des Menschen unerlässlich; denn ein Nicht-Wissen was gut und böse ist, bedeutet entweder völlige Gewissensabstumpfung oder den unmündigen Kindheitszustand. (Lies 5. Mose 1,39; Jes. 7,15.16.) Die vollbewusste freie Wahl des Guten bezeichnet das gereifte Lebensalter, während das Unterscheiden von Gut und Böse als königliche Begabung, ja als Weisheit der Engel gerühmt und im höchsten Sinne sogar Gott Selbst zugeschrieben wird. (Lies Hebr. 5,13.14; 1. Kön. 3,9; vgl. 2. Sam 14,17; 1. Mose 3,5.22.) An dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollte der Mensch zum Bewusstsein und zur Betätigung seiner Freiheit gelangen, zwischen Gutem und Bösem zu wählen, und zwar nach Gottes Absicht, indem er sich für das Gute entschied und das Böse verwarf. Auf diesem Wege konnte er zur Machtfreiheit gelangen, d. h. vom Guten aus die Freiheit besitzen, und diese Gegensätze von Gut und Böse beherrschen, da von vornherein in seinem Herzen die Entscheidung für das Gute und gegen das Böse klar getroffen war. - Der Mensch musste sich ja entweder für das Gute oder für das Böse entscheiden! So allein konnte er dem Guten und dem Bösen frei gegenüberstehen und als ein selbständiger, freier Mensch unter Gottes Bewahrung und Beeinflussung gesegnet werden. (Lies Psalm 125,4.5; Jes. 1,16.17; Matthäus 12,34-37.)

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