BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1948
November 1948

Dienstag, 30. November / Mittwoch, 1. Dezember 1948


1. Mose 2,1.2

„Und Gott ruhte am siebenten Tage von all Seinem Werk, das Er gemacht hatte.“ „Gott ruhte!“ Wie ruht ein Gott von all Seinen Werken? Wir wissen es nicht, denn wir können weder Sein Arbeiten noch Sein Ruhen begreifen. Die Schrift sagt: „Groß ist der Herr und hoch zu loben; Seine Größe ist unerforschlich. Ein Geschlecht wird dem andern rühmen Deine Werke und Deine Machttaten.“ „Ja, Du tust Großes und Unerforschliches, Wunder bis zur Unzahl!“ [Hiob 9,10; 37,14.] Wir erblicken hier den Ursprung eines bedeutsamen Gesetzes der Schöpfung und des Lebens, den steten Wechsel der Arbeit und der Ruhe. So ist in den Gang der Welt Gottes ein heiliger Rhythmus hineingetragen, der im Wechsel von Wirken und Ruhen, Arbeit und Stille nachklingt im Lauf der Zeiten! Denken wir z.B. daran, wie im Winter die ganze Natur einschläft, um im Frühling wieder zu erwachen und im Sommer ihre ganzen Kräfte zu entfalten. So arbeitet auch abwechselnd die eine Hälfte der Menschheit und dann die andere im Tageslicht, um daraufhin bei Nacht in den Schlaf zu sinken. Auch muß jeder wirklich produktiven Tat das tiefe ernste Nachdenken, jeder Kraftentfaltung eine innere Sammlung vorausgehen. Und das alles, weil Gott Selbst ein Wechsel von Arbeit und Ruhe ist. [Lies Joh. 5, 17; 9,4.] Hier wird auch ein Gesetz der Zeiteinteilung ausgesprochen: Gott heiligt den siebenten Tag. Im Gesetz vom Sinai sehen wir diese Tatsache immer weitere Kreise ziehen. Dort wird nämlich außer dem wöchentlichen Sabbattag stets das siebente Jahr als Sabbatjahr festgesetzt und nach siebenmal sieben Jahren bricht das große Sabbatjahr, das Hall- und Jubeljahr an; es bringt die Erlassung aller Schulden, sowie ein herrliches Ruhen und Feiern für die Natur sowohl als vor allem für die Menschen! (Lies 2. Mose 20.8-11; 23,10.11; 3. Mose 25,1-7; 8-13.) Dieses Gesetz hat seine Bedeutung für die Ewigkeit, weil seine Ursache nicht im Tun des Menschen, sondern im Willen Gottes beruht, bei welchem es keine Veränderung gibt. [Lies Jak. 1,17; vgl. Mal. 3,6; 4. Mose 23,19.20; Hebr. 13,8.]

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