BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1948
Mai 1948

Freitag, 14. / Samstag, 15. Mai 1948


Jeremia 10,12; Offenbarung 3,14; 22,13.14

Die ursprüngliche Erde war zweifellos wunderschön mit reichem Pflanzenwuchs bedeckt, von Fischen und Vögeln und anderen Tieren bewohnt, wie uns das heute noch die Versteinerungen im Innern der Erde sagen. Wie lange die Schöpfung sich in diesem herrlichen Zustand befand, wissen wir nicht. Aber ein schreckliches Ereignis trat ein: die Erde wurde „wüst und öde“ und ging unter in Wasser und Dunkelheit. Daß dies nicht von Anfang so war, das wissen wir aus Jes. 45,18: „So spricht der Herr, der die Himmel geschaffen hat – Er ist Gott! – der die Erde gebildet und sie geschaffen; Er hat sie bereitet! Nicht als eine Öde hat Er sie geschaffen, sondern um bewohnt zu werden hat Er sie gebildet!“ – Wer war schuld daran, daß die Erde zum „Tohuwabohu“, zur Verwüstung und zum Durcheinander wurde, nachdem ihre ursprüngliche Erschaffung eben erst so wunderschön berichtet wird? (Lies Jeremia 4,24) – Zwischen dem ersten und dem zweiten Vers der Bibel muß ein furchtbares Geschehnis liegen. In dem nachfolgenden Bericht über den Sündenfall Adams und Evas tritt klar zutage, daß es eine böse Macht gab, schon ehe der Mensch geschaffen war, zutage tretend in der Schlange. Wer ist im Grund diese finstere Macht? – In der bedeutsamen Stelle Hes. 28,12-19 wird uns unter dem Namen „der König von Tyrus“ ein Wesen von überragender Schönheit und Weisheit gezeigt, das „in Eden war, dem Garten Gottes“. (Dies war nicht das „Eden“ aus Adams und Evas Tagen, sondern der ursprünglichen herrlichen Erde, wie sie zuerst aus Gottes Schöpferhand hervorgegangen ist, wird dieser Name Eden beigelegt!) – Dort heißt es: „Du warst ein schirmender gesalbter Cherub (Engelfürst). Du warst auf Gottes heiligem Berge. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tage an, da du geschaffen worden, bis Unrecht an dir gefunden wurde!“ Ja, dieses mächtigen Engelfürsten Herz hat sich erhoben ob seiner Schönheit; er wurde stolz und eingebildet Gott gegenüber, statt daß er die Stellung der Demut, der Dankbarkeit und des Gehorsams – seinen ersten Zustand – Gott gegenüber bewahrt hätte! So wurde seine Weisheit und seine Schönheit zunichte. [Lies Judas 6.] – Hat uns dieser Sündenfall und Sturz Satans nicht viel zu sagen? [Lies Offb. 2,4.5; 3,13-16.]

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