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JAHRGANG 1935
Dezember 1935

Sonntag, den 1. Dezember 1935


2. Mose 39,1-7; [28,1-8]

Gott hatte Aaron und seine vier Söhne mit Namen zum heiligen Priesterdienst berufen. (Vgl. 1. Chron. 6,49 [Luth. 34]; 23,13; Hebr. 5,4.) Es ist eine hohe Gnade, wenn auch ich mich von Gott berufen und geheiligt weiß zu Seinem Dienst! - Hier werden uns nun die heiligen Gewänder beschrieben, die Aaron als Hoherpriester trug - Kleider, die zur Herrlichkeit und zum Schmuck dienten. - In 2. Mos. 28,4 werden uns die sechs Stücke der hohepriesterlichen Kleidung genannt. Wenn wir das goldene Stirnblatt, das vorn am Kopfbund angebracht wurde, mitzählen (Kap. 28,36), so sind es sieben Stücke, von denen das Ephod mit dem Brustschild das wichtigste ist. (Das Brustschild, das Ephod, das blaue Oberkleid, der weiße Leibrock, der Kopfbund, der Gürtel, das goldene Stirnblatt!) - Durch die hohepriesterliche Kleidung sollen uns ja die mannigfaltigen Verrichtungen und Eigenschaften des hohepriesterlichen Dienstes bildlich dargestellt werden. „Wir haben einen solchen Hohenpriester, der Sich gesetzt hat zur Rechten des erhabenen Thrones Gottes in den Himmelswelten - und zwar als priesterlicher Diener des himmlischen Heiligtums - der wahrhaftigen Stiftshütte!“ - Das Ephod war ein bis zu den Knien reichendes Überkleid, das als Schmuck und Zubehör über dem ziemlich langen himmelblauen Oberkleid [V. 22-26] getragen wurde. Unter diesem schaute mit den Ärmeln und an den Füßen das feine weiße Priestergewand heraus! [V. 27.] - Sehen wir zunächst das Ephod näher an [V. 1-21.] Durch den gleichfarbigen Gürtel zusammengehalten, bestand es eigentlich nur aus einem Vorderstück und einem Rückenstück, welche auf den Achseln zusammengehalten wurden durch Schulterstücke, besetzt mit je einem in Gold gefaßten großen Edelstein, einem Onyxstein! - Der Stoff des Ephods war in folgenden Farben gewirkt: blau, purpurrot, karmesin und weiß, dazu durchwirkt mit feinen, aus Goldblech geschnittenen Fäden - eine wundervolle Kunstweberarbeit! - Der Gürtel war vom gleichen Stoff. Auf den Edelsteinen der Schulterstücke waren je sechs Namen der zwölf Stämme Israels eingeschnitten; denn es sollte des Volkes gedacht werden vor dem Herrn, wenn der Hohepriester vor Gott trat! - Von den Schulterstücken reichten geflochtene goldene Ketten bis zum Brustschild. Dasselbe war eine große viereckige Tasche, vom gleichen Stoff wie das Ephod. Dieselbe wurde auf der Brust getragen und war besetzt mit zwölf leuchtenden Edelsteinen, in welche die Namen der zwölf Stämme Israels eingegraben waren. - Wie wir schon sagten, stellt uns dieses hohepriesterliche Dienstgewand im geistlichen Sinne die gnadenvollen Eigenschaften und Tätigkeiten des höchsten geistlichen Dieners zugunsten des erlösten Volkes Gottes vor Augen! - Es war mit dem Brustschild und den beiden Schulterstücken unzertrennlich verbunden. Die Kraft der Schulter des Hohenpriesters und die Zuneigungen seines Herzens waren ganz und gar den Interessen derer gewidmet, die er vor Gott vertrat und um deretwillen er das heilige Dienstkleid trug! Er konnte gar nicht anders vor Gott kommen als auf seinen Schultern und auf seinem Herzen die Namen der Stämme Israels in herrlichstem Glanz vor Gott bringend! - Nun war ja Aarons Dienst ein sehr unvollkommener. Wir müssen uns klarmachen, daß ihm infolge der Verfehlung seiner beiden ältesten Söhne (3. Mos. 10) der Zutritt ins Allerheiligste alsbald versagt wurde, so daß er fortan nur einmal im Jahr - und dann nicht in diesen Kleidern der Herrlichkeit und des Schmuckes - vor Gott ins Allerheiligste kommen durfte - am großen Versöhnungstag! - Doch welch hohe Bedeutung hat Aaron in Seiner herrlichen Kleidung für uns, da er uns unseren großen Herrn Jesus zeigt in all der Gnade und Herrlichkeit, in welcher Er jetzt für uns Seines hohepriesterlichen Dienstes waltet im himmlischen Heiligtum!

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