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JAHRGANG 1935
September 1935

Sonntag, den 15. September 1935


2. Mose 27,20-21; 37,17.23-24

„Und der Herr sprach zu Mose: Weise die Israeliten an, daß sie dir reines, selbstausgeflossenes Öl von zerstoßenen Oliven für den goldenen Leuchter bringen, damit die Lampen beständig ihr Licht ausstrahlen können!“ [3. Mos. 24,1. 2.] Das edelste Öl ist für den Leuchter bestimmt. Das Öl ist in der ganzen Heiligen Schrift eine Darstellung des Heiligen Geistes, der ein Geist der Wahrheit und Klarheit ist - die dritte Person der Gottheit. Der Mensch Gottes, der sich täglich reinigen und fruchtbar machen läßt durch die Einwirkungen des Geistes Gottes, kann sagen: „Ich aber bin wie ein grünender Ölbaum im Hause Gottes. Ich vertraue auf die Gnade Gottes immer und ewiglich!“ (Lies Ps. 23,5. 6; 92,10 [Luth. 11]; 1. Joh. 2,20. 27. 28.) Ja, wenn der Heilige Geist Gottes unseren Geist und unsere Denkungsart durchdringt und unseren Verstand erleuchtet - dann erst werden wir wahre Zeugen und Zeuginnen für Gott in der Welt. Tiefe innere Übereinstimmung mit Gott in unserem Herzen und Wandel muß täglich und. stündlich neu erreicht und errungen werden in heiligem Flehen vor Ihm und in demütigem Gehorsam dem Worte Gottes gegenüber. Nur wer in der heiligen Schrift lebt und dieselbe täglich an sich arbeiten läßt, wird für Gott leuchten können an seinem Platz! [Lies Ps. 119,33-37. 129-135.] - Die Kinder Israel mußten für das Öl für den Leuchter Sorge tragen. Das Volk Gottes trägt die Verantwortung dafür, daß das Licht der göttlichen Klarheit und Wahrheit - das Licht Seiner heiligen Liebe den Menschen helle leuchte: „Ihr seid Meine Zeugen!“ spricht der Herr, „und Meine Knechte, die Ich erwählt habe. Ich, Ich bin der Herr, und außer Mir gibt es keinen Retter und Helfer. Dieses Volk, das Ich Mir gebildet habe, sie sollen Meinen Ruhm erzählen!“ [Lies 1. Petr. 2,9. 10.] - Den Thessalonichern schreibt Paulus: „Wir beten für euch, unser Gott möge euch eurer hohen Berufung würdig machen und eure Freude am Guten fördern und auch euer ganzes Glaubenswirken in Kraft zum vollen Gelingen führen, damit durch euch der Name unseres Herrn Jesu verherrlicht werde und ihr als Ihm zugehörig und ebenbürtig erkannt werdet; so will es ja die Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesu Christi!“ (Lies Phil. 1,9-11; 1. Thess. 3,12.13.) - Der Hohepriester hatte täglich den Leuchter zu reinigen und dafür zu sorgen, daß er hell brannte. Dies sagt uns, daß nur durch die priesterliche Sorge und Fürbitte unseres großen Hohenpriesters der Heilige Geist in Seiner Gemeinde Sein Licht entfalten und es durch sie ausstrahlen lassen kann. (Lies Matth. 5,14-16; Offenb. 21,9-11.) - Es ist bedeutsam, daß auch die Lichtscheren und die kleinen goldenen Schälchen zum Aufnehmen der verkohlten Dochtreste aus reinem Gold hergestellt waren. Christi reinigende Bemühungen um Seinen Leuchter, die Gemeinde, und um die einzelnen Lichter, Seine Gläubigen, sind durchaus göttlicher Art. Sein Ernst und Seine Liebe, Sein Zuwarten, aber auch Sein heiliges Zugreifen und Zuschneiden in der Erziehung und Zurechtbringung Seiner Erlösten - alles ist göttlich vollkommen und geht aus Seiner wunderbaren Weisheit und Liebe hervor! Und wenn wir je berufen sind, dem Herrn Jesus in diesem heiligen Geschäft der Reinigung Seiner Kinder beizustehen, so gilt es, daß unser innerstes Herz und Gewissen mit Ihm, dem großen Heiland, in tiefer Übereinstimmung sei! Nur wenn wir Seine Gesinnung, Seine Art haben - nur wenn Seine Liebe und Seine Weisheit uns erfüllt, werden wir imstande sein, unseren Mitgeschwistern zu ihrer Reinigung und Heiligung zu dienen - ihnen zu helfen zu der Glückseligkeit eines reinen Herzens und Wandels! - Ja, nicht nur der Blick auf die Ehre Gottes sondern ebensosehr die Absicht auf das Wohl und die Glückseligkeit unserer Mitgeschwister muß uns leiten bei unseren Bemühungen um sie. Das sagen uns die goldenen Lichtscherenund die goldenen Dochtnäpfchen!

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