BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
September 1935

Dienstag, den 10. September 1935


2. Mose 37,17-24

Schon gestern sahen wir, daß der goldene Leuchter in der Stiftshütte in erster Linie ein Bild ist von unserem großen Herrn Jesus, der da spricht: „Ich bin das Licht der Welt!“ Ja, Er war hier auf Erden und ist jetzt im Himmel die leuchtende Offenbarung Gottes, die Offenbarung der Herrlichkeit und der Liebe Gottes inmitten der Finsternis und Sünde einer verlorenen Menschenwelt, aus welcher Er durch Sein Licht und Seine Liebe alle herausrettet, die zur rechten Zeit ihr Herz solchem Licht und solcher Liebe öffnen. - „Vielfach und mannigfaltig hat Gott in vergangenen Zeiten zu unseren Vätern geredet durch die Propheten; jetzt aber am Ende der Tage hat Er zu uns geredet im Sohne, d. h. in der Person unseres großen Heilandes Jesus Christus! Ihn hat Er gesetzt zum Erben aller Dinge - Ihn, durch welchen Er auch einst die Welten erschaffen hat. Ja, „Jesus ist der Abglanz Seiner Herrlichkeit und das Gepräge Seines Wesens und trägt das Weltall durch Sein Allmachtswort. Nachdem unser Herr nun durch die Hingabe Seiner Selbst die Reinigung unserer Sünden vollbracht hat, hat Er Sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe!“ [Lies auch Joh. 14,8-11.] Als der Erhöhte vereinigt Christus alle Glaubenden mit Sich und verbreitet durch sie göttliches Licht in der dunklen Welt! - Ihr seid das Licht der Welt! So spricht Er zu all Seinen wahren Jüngern und Jüngerinnen. - Wir sind in Wahrheit das Licht der Welt nur in dem Maße, als Er, unser Herr, in uns Macht und Gestalt gewinnt - nur in dem Maße, als der Heilige Geist Seine Arbeit in uns tun und Seine Kräfte in uns entfalten kann. Das Öl ist nämlich in der ganzen Heiligen Schrift eine Darstellung des Heiligen Geistes. David jubelt: „Du salbst mein Haupt mit Öl - mein Freudenbecher fließt über!“ (Lies Ps. 89,20 [Luth. 21]; 92,10b [Luth. 11 b]; 2. Kor. 1,22; 1. Joh. 2,20. 27.) - Alles an dem Leuchter ist von Gold, welches ein Bild ist von der göttlichen Herrlichkeit. Unser Zeugnis in der Welt muß von Gott gewirkt und von einem göttlichen Wandel getragen sein. Was in eigener Kraft und nach eigener Weisheit geschieht, ist nicht nur wertlos - es schädigt das göttliche Werk in uns und anderen und entwertet es. - Wie der Leuchter einen starken goldenen Fuß hatte, auf dem er ruhte, so müssen auch wir im göttlichen Leben fest gegründet sein! Nur auf Grund des vollbrachten Werkes Christi, und nur wenn wir stark sind in der Gnade, werden wir ein Licht für Gott in der Welt sein können. [Lies 2. Petr. 1,1-11.] - Daß die Arme des Leuchters aus dem Schaft desselben hervorgingen und mit ihm vereinigt waren, erinnert uns daran, daß wir mit unserem hochgelobten Herrn Jesus durch den Glauben vereinigt sind und nur dadurch imstande sind, für Ihn zu dienen und zu leuchten! „Einst waret ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn! Darum wandelt nun auch als Kinder des Lichts! Die Frucht, die durch das Licht hervorgerufen wird, besteht in lauter Gütigkeit und praktischer Gerechtigkeit, in Wahrhaftigkeit und Treue! Prüft und fragt darum immer wieder, was dem Herrn wohlgefällt und habt keinerlei Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis! Deckt diese vielmehr auf und straft sie, indem ihr mit eurem guten Wandel Zeugnis gegen sie ablegt! Denn was im Verborgenen von bösen Menschen getrieben wird, das ist so schändlich, daß man nicht einmal davon reden kann! Alles aber kann durch das göttliche Licht in seinem wahren Charakter offenbar gemacht werden, denn das Licht ist es, welches alles ins Licht stellt! Darum ertönt der Ruf: Wache auf, du Schläfer! Stehe auf von den Toten! Dann wird Christus dein Licht sein und dir leuchten!“

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